Brotlose Zeiten. Hunger an der deutschen Heimatfront im Ersten Weltkrieg



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1. Porträt Dr.Fadani

11. März 2015: Öffentliche Führung und Vortrag Mittwoch, 11. März 2015 | 19.00 Uhr Museum für Sepulkralkultur
Brotlose Zeiten. Hunger an der deutschen Heimatfront im Ersten Weltkrieg
Dr. Andrea Fadani Vorstand der Vater und Sohn Eiselen-Stiftung und Leiter des Museums für Brotkultur, Ulm

Das Ausmaß an Tod, Leid und Zerstörung, das der Erste Weltkrieg mit sich brachte, war nicht nur für die Soldaten an den Fronten eine neue, entsetzliche Erfahrung. Auch die Zivilbevölkerung trafen die Kriegsfolgen völlig unvorbereitet. Was die militärischen Strategen des Deutschen Kaiserreichs bei der Kriegserklärung im August 1914 vollkommen außer Acht gelassen hatten, war die Abhängigkeit Deutschlands von Lebensmittelimporten. Ein Drittel der Lebensmittel und die Hälfte des Tierfutters kamen aus dem Ausland.

Wie Regierungsstellen versuchten die Versorgungskrise zu verwalten, zu welchen Mitteln die Propagandangriff, um den Mangel zu beschönigen und wie sich beispielsweise auch die Backmischungen des Brotteiges in der damaligen Zeit veränderten, das schildert Dr. Andrea Fadani in seinem Vortrag „Brotlose Zeiten“. Als Leiter des Museums für Brotkultur in Ulm berichtet er auch von den sozialen Verwerfungen und den ungeheuren Belastungen und Entbehrungen, denen die Zivilbevölkerung insbesondere die Frauen ausgesetzt waren. Dabei zeigt die Tatsache, dass die verzweifelten Proteste von Frauen in Großstädten mit Waffengewalt niedergeschlagen wurden, dass das Kaiserreich durchaus auch bereit war, gegen die eigene Bevölkerung Krieg zu führen.

Eintritt: 8 Euro | 6 Euro ermäßigt

Quelle: Museum für Sepulkralkultur

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