„Im Atem der Zeit“ – Die Kunst des Arrangements

RichardWagner

Von Franz Seraph Hanfstaenglfr:Image:RichardWagner.jpg, where the source was stated as http://www.sr.se/p2/opera/op030419.stm, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=55183

Drittes Konzert der Konzertreihe im Herzen der Stadt mit einer Uraufführung

Kassel. Am Mittwoch, den 16. März, wird um 20 Uhr die Konzertreihe Im Atem der Zeit mit der „Kunst des Arrangements“ in der Kasseler Elisabethkirche fortgesetzt. In der illuminierten Kirche spielt Martin Forciniti Orgelwerke und Eva Schulz-Jander liest dazu Gedichte von Georg Heym und Rose Ausländer. Die Gedichte korrespondieren mit der Musik und knüpfen einen roten Faden durch das Programm.

Die Orgel wurde spätestens seit der musikalischen Epoche der Romantik zu einem Medium für Arrangements jeglicher Art von Musik. Sigfrid Karg-Elert zählt zu den herausragenden Bearbeitern der Musik Richard Wagners. Seine Arrangements aus „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ eröffnen den Konzertabend.

Uraufführung: Einen ganz anderen Weg der Bearbeitung von Originalthemen beschreitet Vivienne Olive mit ihrer Trauermusik „Lamento per Mascha“, das bei diesem Konzert uraufgeführt wird. Das Werk entwickelt sich über den Lamentobass aus der Oper The fairy Queen des Barockkomponisten Henry

Purcell. Das Stück spiegelt Olives Ansicht von Elke Mascha Blankenburg als ein Symbol für die Ende der 70er Jahre entstandene Frauenbewegung in der Musik wieder. Die Komposition wurde in dem Sammelband „Für Mascha“ in Gedenken an die 2013 verstorbene Komponistin, Dirigentin und Kirchenmusikerin Elke Mascha Blankenburg im Furore Verlag publiziert.

Charles-Marie Widor hatte als Titularorganist der Pariser Kirche St. Sulpice eine große und vielseitige Orgel zur Verfügung. Mit seinen „Erinnerungen an Bach“, franz. „Bachs Memento“, schuf er sechs Orgelbearbeitungen Bachscher Originalwerke, wovon das „Matthäus-Finale“ sich als letzter Satz zu einem Credo zur Musik des Thomaskantors aufschwingt.

Veranstalter der langfristig angelegten Konzertreihe „Im Atem der Zeit“ sind die Elisabethkirche und das Kasseler Kulturforum e. V.  in Kooperation mit den Kasseler Verlagen Merseburger, PAN und Furore und der Werner Bosch Orgelbau GmbH.

Die denkmalgeschützte Orgel der Kasseler Martinskirche hat in der Kirche am Friedrichsplatz eine neue Heimat gefunden. Die zentrale Lage bietet nun einmal mehr einen idealen Ort für hervorragende Konzerte. In mehrfacher Hinsicht soll der Titel „Im Atem der Zeit“ Vitalität aufzeigen und den Blick auch auf zeitgenössische Musik richten. Ernst Krenek, Namensgeber der Reihe mit dem Titel seiner Autobiographie, stellt zugleich einen Bezug zu Kassel her, wo er von 1925 bis 1927 unter Intendant Paul Bekker am Kasseler Theater vis-à-vis der Elisabethkirche tätig war.

Je nach Ausrichtung des Programms werden weitere Kooperationspartner mit ins Boot geholt. Das vierte Konzert wird am 27. Juli 2016 stattfinden.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Künstler gebeten. Nach den Konzerten wird zu Begegnungs- und Gesprächsmöglichkeiten geladen. Bei gutem Wetter auf den Seitenhöfen der Kirche, sonst unter der Empore.

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Kurzinfos

Was:  Konzert „Im Atem der Zeit“ III: Die Kunst des Arrangements

Wer: Martin Forciniti: Orgel, Eva Schulz-Jander: Rezitation

Programm:

Musik: Richard Wagner (1813-1883): Orgelbearbearbeitungen von Sigfrid Karg-Elert: Festmusik aus „Die Meistersinger von Nürnberg“,  Gebet der Elisabeth „Tannhäuser“, Vorspiel „Lohengrin“

Vivienne Olive (*1950): “Lamento per Mascha” und “Text II” für Orgel solo

  1. S. Bach (1685-1750): Bearbeitung von Charles-Marie Widor (1844-1937) und „Matthäus-Finale“

Text: Georg Heym (1887-1912): Der Gott der Stadt (1910) und Rose Ausländer (1901-1988) aus: Im Aschenregen die Spur deines Namens

Wann:  Mittwoch, 16. März 2016, 20 Uhr

Wo: Elisabethkirche Kassel, Friedrichsplatz 13, 34117 Kassel

Eintritt frei, Spenden erbeten

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PM

Bistum Fulda│Nordhessen/Kassel im Auftrag der Bischöflichen Pressestelle Fulda

 

(CB)

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