Injas dogumenta 8 – Endlich hat Kassel auch einen Obelisk



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Jetzt hat Kassel auch einen Obelisk. Wo? Am Rand des großen Platzes ,wo ich immer nasse Pfoten bekomme, weil so komische „Spritzschnorchel“ alles nassmachen. Das ist glaube ich auch Kunst.
Ist ein Obelisk bei der documenta 14 endlich mal eine neue Idee und ein besonderes Kunstwerk? Nein! Ich habe es mal „eingoogeln lassen“ : Es gibt hunderte Obelisken in der ganzen Welt. Alle haben irgendwelche wichtigen Inschriften und Mahnungen. Na gut, jetzt haben wir in Kassel auch einen, wahrscheinlich wird man am Ende der documenta dieses Werk kaufen .
16 Meter ist der Obelisk aus Beton hoch , in goldenen Lettern ist ein Zitat aus dem Matthäus-Evangelium eingraviert. „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ ! Diese Worte haben nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Die „Fremdlinge“, die zur Zeit nach Europa flüchten, werden allerdings nicht überall und von jedem „beherbergt“.
Der aus Nigeria stammende US-Künstler Olu Oguibe, Sohn eines Predigers, nach eigenem Bekunden nicht religiös, überwachte vor der Eröffnung der documenta 14 den Aufbau und die Gravierarbeiten. Er ließ sich dabei gerne von Herrchen fotografieren.
Ach so, ist es euch schon aufgefallen, dass bei schönem Wetter die Stufen des Fundaments immer von ausruhenden Menschen besetzt sind. Meistens Mitbürger mit Migrationshintergrund, die in Kassel eine „Herberge“ gefunden haben. Das ist schon cool, oder?
© M.Kittner                                                  Fotos: M.Kittner



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