Jahrestagung der Freunde historischen Silbers in Kassel am 23. und 24. April 2018 im Hessischen Landesmuseum

Willkomm der Grafen von Katzenelnbogen, sog. „Katzenelnbogischer Willkomm“, Rheinland, vor 1453, Silber, vergoldet, Sammlung Angewandte Kunst, K80218

Die Kasseler Silberschätze ziehen Wissenschaftler und Sammler aus ganz Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA an. Rund 60 Experten für historisches Silber treffen sich am 23. und 24. April zu einer Tagung im Hessischen Landesmuseum in Kassel. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen zur Teilnahme an den öffentlichen Vorträgen.

Museumskuratoren, Kunsthändler und Privatsammler treffen sich Anfang kommender Woche zu ihrem jährlichen Fachtreffen in Kassel. Im Fokus stehen historische Objekte aus Silber, darunter vergoldete Trinkgefäße, Kannen, aber auch figürliche Arbeiten, die von den Fachleuten gemeinsam betrachtet und diskutiert werden. »Die Sammlung des Hessischen Landesmuseums ist für diesen Bereich sehr attraktiv und umfassend« meint Dr. Antje Scherner, Leiterin der Sammlung Angewandte Kunst und Organisatorin der diesjährigen Tagung. »Einige Kostbarkeiten aus der ehemaligen landgräflichen Silberkammer, allen voran der sogenannte »Katzenelnbogische Willkomm« aus dem 15. Jahrhundert oder der »Sickingenbecher« aus Beutesilber von 1519, sind weit über Kassel hinaus berühmt». So war es nicht schwer, die Experten nach Kassel zu locken, nachdem das Treffen zuvor im Maximilianmuseum in Augsburg (2017) und im Jahr davor im Grünen Gewölbe in Dresden (2016) stattfand.

Die Forscher befassen sich bei Ihrer Tagung mit den unterschiedlichsten Facetten von Silberobjekten in europäischen Sammlungen. Die Frage nach den Interessen der einstigen Auftraggeber prachtvoller Schaugefäße rückt dabei ebenso in den Blick wie die Umstände ihrer Präsentation im 16., 17. und 18. Jahrhundert etwa als Teil von sogenannten Silberbuffets, also stufenförmigen Prunkarrangements, in den Schlössern.

Nachwuchsforscherinnen untersuchen zudem die sinnbildliche und materialtheoretische Bedeutung des Edelmetalls, das oftmals mit kostbaren exotischen Materialien eigener Wertigkeit kombiniert wurde. Auch Überlegungen zu Fertigungs- und Verzierungstechniken umfasst das Programm.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Sichtung der Originale im Landesmuseum. Einzelne Kostbarkeiten aus dem Landesmuseum sollen dafür aus den Vitrinen geholt und aus der Nähe inspiziert werden. »Natürlich ist es immer ein besonderer Höhepunkt, wenn wir mit Fachkollegen auf »unsere« Objekte schauen können«, freut sich Scherner. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dieses Jahr zudem auf dem Kasseler Silber, also auf Werken, die vom 17. bis zum 19. Jahrhundert von hiesigen Silberschmieden gefertigt wurden. Neben den Schätzen des Landesmuseums stehen hier auch Objekte aus dem Stadtmuseum auf dem Programm. Eigens für die Tagung haben die dortigen Kuratoren Bestände aus dem Depot bereitgestellt.

Die Vorträge am Vormittag sind allen Interessierten zugänglich und kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter: a.scherner@museum-kassel.de oder +49 (0)561 316 80 – 312

Die Führungen und Objektsichtungen sind den Teilnehmern der Tagung vorbehalten.

PM: Hessisches Landesmuseum (HJ)

 

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