Spielplanvorschau Juli 2016 des Staatstheaters Kassel

Staatstheater 2016Theater-Jugendorchester-Projekt

Tom Sawyer

Musikalisches Spiel in einem Akt von Jonathan Elkus, nach dem Roman „The Adventures of Tom Sawyer“ von Mark Twain

Musikalische Leitung: Maria Radzikhovskiy, Inszenierung: Philipp Rosendahl, Bühne: Sibylle Pfeiffer, Kostüme: Brigitte Schima, Bewegungsregie: Constantin Hochkeppel, Dramaturgie: Jürgen Otten

Mit Lona Culmer-Schellbach, Alexandra Aykaeva / Antonia Modes, Chiara Baumgärtel / Sofia Meißner, Elena Bohn / Leandra Persch, Kristjana Dreier, Sophie Geismann, Lea Neumann, Lea Schuhmann, Mira Urbassek, Henricus Bracht, Benjamin Klein, Philipp Langlotz / Ansgar Lorentz, Marc-Olivier Oetterli, Fynn Rogall / SimonRubisch, CANTAMUS-Chor, 12. Theater-Jugendorchester

Tom Sawyer - Karte

„The Adventures of Tom Sawyer“ („Die Abenteuer des Tom Sawyer“) von Mark Twain ist ein Klassiker der Jugendliteratur. Schon bei seinem Erscheinen 1876 schlug der Roman große Wellen der Begeisterung, aber auch der Empörung; wegen der Kraftausdrücke landete der Jugendroman zwischenzeitlich auf dem Index. Twain schildert darin mit dem ihm eigenen Humor und einer gehörigen Portion Sarkasmus die Geschichte eines Jungen, der den Regeln der Gesellschaft immer wieder seine eigenen Vorstellungen davon, was Leben sein könnte, entgegen stellt. Gemeinsam mit seinem Freund Huck Finn und anderen abenteuerlustigen Gleichgesinnten  erkundet er die Welt der großen Freiheit, um dann festzustellen, dass es gar nicht so einfach ist, darin zu bestehen.

Der amerikanische Komponist Jonathan Elkus hat daraus 1953 ein kleines Musical gemacht, das im Rahmen des 12. Theater-Jugendorchester-Projekts nun am Staatstheater Kassel seine Premiere erlebt. 40 jugendliche Instrumentalisten im Alter von 12 bis 20 Jahren und 36 Mitglieder des Kinder- und Jugendchores bringen zusammen mit Opernsolisten und weiteren Profis des Staatstheaters „Tom Sawyer“ auf die Bühne des Schauspielhauses.

Auch in diesem Jahr wird das TJO-Projekt wieder von der Kasseler Sparkasse unterstützt.

Premiere: Samstag, 2. Juli, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

 

Choreografische Werkstatt

Tanztheater: Junge Choreografen stellen sich vor

Choreografie/Tanz: Camilla Brogaard Andersen, Pin-Chieh Chen, Zoe Gyssler, Gotaute .Kalmataviciute, Valentine Yannopoulos; Ákos Dózsa, Luca-Ghedini, Victor Rottier, Shafiki Sseggayi, Juan José Tirado, Produktionsleitung: Thorsten Teubl

Die eigenen choreografischen Arbeiten der Tänzerinnen und Tänzer des Staatstheaters Kassel werden in der diesjährigen Choreografischen Werkstatt in Kooperation mit dem Fridericianum gezeigt. Im Rahmen der neuen multimedialen Ausstellung kreieren die unterschiedlichen Teams kurze Episoden, die zu einer performativen und interaktiven Tour durch die Räumlichkeiten einladen und in besonderer Weise ein zeitgenössisches Kunsterlebnis bilden.

Uraufführung: Samstag, 9. Juli, 21 Uhr, Fridericianum

 

 

KONZERTE

 

Gustav-Mahler-Festtage 2016: Jubiläumskonzert 20 Jahre Bürger Pro A

Gustav Mahler: Rückert-Lieder und Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Solist: Stephan Genz, Bariton

Dirigent: Adam Fischer, Ehrendirigent des Staatsorchesters Kassel

Mahler-Festtage - Adam Fischer (c) Lukas Beck

Mahler-Festtage – Adam Fischer (c) Lukas Beck

Ein Jubiläumskonzert zum 20jährigen Bestehen des Vereins Bürger pro A eröffnet am 2. Juli die diesjährigen Gustav-Mahler-Festtage.  Unter der Leitung seines Ehrendirigenten Ádám Fischer spielt das Staatsorchester Kassel die Sinfonie Nr. 5 cis-Moll und die Rückert-Lieder von Gustav Mahler. Solist ist der Bariton Stephan Genz.

Ádám Fischer war von 1987 bis 1992 Generalmusikdirektor in Kassel und gründete hier die Gustav-Mahler-Festtage. Von 2007 bis 2010 war er Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper und seit 2006 ist er Künstlerischer Leiter der Budapester Wagner Tage. Er dirigiert regelmäßig an den größten Opernhäusern in Europa und den USA, u. a. an der Met, der Scala, am ROH Covent Garden, an der Wiener Staatsoper und in Bayreuth.

Der internationale gefragte Bariton Stephan Genz ist insbesondere für seine herausragenden Liedinterpretationen bekannt.  Seit seinem erfolgreichen Debüt in der Wigmore Hall London im März 1997 gibt er Liederabende in den bedeutenden Musikzentren der Welt. Gastverträge führen ihn zudem an Opernhäuser in ganz Europa.

Samstag, 2. Juli, 20 Uhr, Stadthalle

 

Gustav-Mahler-Festtage 2016: 8. Sinfoniekonzert „Chinesischer Abschied“

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 45 fis-Moll Hob. I: 45Abschiedssinfonie

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Solisten: Ulrike Schneider, Mezzosopran, und Michael Weinius, Tenor

Dirigent: Patrik Ringborg

Abschiede gänzlich verschiedener Art zeigt das 8. Sinfoniekonzert: vor der Pause Haydn’schen Humor, und nach der Pause das Leben selbst als langer Abschied bei Gustav Mahler.

Mahler-Festtage - Ulrike Schneider (c) Mario Zgoll

Mahler-Festtage – Ulrike Schneider (c) Mario Zgoll

Haydn schrieb seine „Abschiedssinfonie“ nicht ganz zufällig: Als die Musiker des Esterházyschen Orchesters auf die Gewährung des längst fälligen Urlaubs warten, findet der Fürst immer wieder Gründe, sie hinzuhalten. Bis Haydn eingreift. Zunächst verläuft seine Sinfonie nach allen Regeln der Kunst, doch das mehr als turbulente Allegro-Finale wird vorzeitig abgebrochen. Ein fünfter Satz, ein müdes Adagio, schließt sich unvermutet an. Nicht genug damit. Der Hornist führt ein klagendes Solo zu Ende, packt sein Instrument ein, bläst seine Kerze aus, nimmt Instrument und Notenpult und – trollt sich. Ein Musiker nach dem Anderen verschwindet, bis nur noch zwei Geiger dasitzen, die das Stück seufzend und kümmerlich beenden. Der Fürst hat begriffen: Man ist dienstmüde. Er gewährt den Urlaub.

Gustav Mahler selbst charakterisierte „Das Lied von der Erde“ als „wohl das Persönlichste […], was ich bis jetzt gemacht habe.“ Und tatsächlich hat der Hörer hier, obwohl die Verwendung chinesischer Gedichte des 8. Jahrhunderts eine gewisse exotische Fremdheit verströmt, immer das Gefühl, vom Komponisten direkt und intim angesprochen zu werden. Zum einen, weil Mahler auf die gigantische Orchesterkraft seiner Sinfonien verzichtet, und zum anderen, weil immer zu spüren ist, dass die Wehmut dieser Gesänge keine Pose ist. Mahler, zur Zeit der Komposition bereits todkrank, besingt hier den Abschied vom Leben mit einer Wahrhaftigkeit, die bis heute berührt.

Montag, 11. Juli, 20 Uhr, Stadthalle

 

Kammerkonzert der Praktikanten der Orchesterakademie

Werke von Brahms, Bottesini, Dohnanyi, Mozart, Piazzolla u.a.

Mit Berit Brüntjen, Astghik Matinyan, Pablo Sánchez Ojeado (Violine), Zsuzsanna Lipták-Pikó, Ekaterina Sinitsyna (Viola), Madoka Yoshida, Yu-Hsuang Feng (Violoncello), Till Spohr (Kontrabass), Kartini Suharto-Martin (Horn), Tobias Hegele (Schlagzeug), Xin Tan (Klavier)

Zum  Abschluss der Kammerkonzert-Saison gestalten die Praktikanten der Orchesterakademie ein eigenes Konzert, das neben dem „normalen“ Orchesterdienst ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist, denn hier müssen die jungen Musiker ganz intensiv im kleinen Ensemble zusammenspielen und solistische Qualitäten zeigen.

Giovanni Bottesini war ein Virtuose auf dem Kontrabass und schrieb gleich mehrere Konzerte für das Instrument. Der erste Satz aus seinem h-Moll-Konzert erklingt in einer Fassung mit Streichquartett.

In seiner Histoire du Tango erzählt Astor Piazzolla, wie der Tango entstand. Die von ihm definierte Phase Nightclub 1960 – im Original für Flöte und Gitarre komponiert – wird hier mit Geige und Marimba wiedergegeben.

Johannes Brahms hatte ein Lieblingsinstrument, das zur damaligen Zeit als völlig ungeeignet für die Kammermusik galt: das Horn. Die allgemeinen Ansichten ignorierend, verfasste er das Trio für Klavier, Violine und Waldhorn Es-Dur op. 40, in dem die warme Klangfarbe des Instruments wunderbar zur Geltung kommt.

Montag, 4. Juli, 19.30 Uhr, Opernfoyer

 

Sommernachts-Open-Air in der Aue

Präsentiert von HNA, Städtische Werke Kassel und Staatstheater Kassel

Werke von Nielsen, Sibelius, Schubert, Strauss, Puccini, Khatchaturian, Mendelssohn Bartholdy, Wagner u.a.

Solisten: Elizabeth Bailey, Celine Byrne, Lin Lin Fan (Sopran), Ulrike Schneider (Mezzosopran),  Hansung Yoo (Bariton)

Dirigent: Patrik Ringborg; Moderation: Insa Pijanka und Patrik Ringborg

Nach mehreren Jahren schmerzlicher Abstinenz ist das Staatsorchester endlich wieder zu Gast in Kassels schönstem „Konzertsaal“, der Karlsaue. Dieses Mal unter dem neuen Namen „Sommernachts-Open-Air in der Aue“, präsentiert von der HNA, den Städtischen Werken Kassel und dem Staatstheater Kassel. Und so heißt es am 16. Juli Picknickdecke einpacken, um bei schönstem Sommerwetter den Klängen klassischer Musik zu lauschen. Natürlich mit dem Staatsorchester und Solistinnen und Solisten des Staatstheaters – beste Unterhaltung ist also garantiert!

Samstag, 16. Juli, 20 Uhr, Karlsaue

 

 

hna sommer-open-air 2010 f herzog staatsorchester

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EXTRAS UND GASTSPIELE

 

Tanztheater: Tanz mit!

Treffpunkt Bühneneingang, begrenzte Teilnehmerzahl

Proben- und Trainingsleiterin Lauren Rae Mace bietet ein einfaches Tanztraining für alle zum Mitmachen an: TANZ MIT! Karten gibt’s an der Theaterkasse für 2,50 Euro

Montag, 4. Juli, 17-18.15 Uhr, Studio

 

Tanztheater: Offenes Training

Treffpunkt Bühneneingang, begrenzte Teilnehmerzahl

Einblicke in den Trainingsalltag des Tanztheaters gewährt der Besuch des Offenen Trainings zum Zuschauen. Um Anmeldung wird gebeten unter 0561 1094-125, Eintritt frei

Donnerstag, 14. Juli, 11.30 – 12.30 Uhr, Studio

 

Gastspiel des AOK-Kindertheaters: „Henriettas Reise ins Weltall“

Im aktuellen AOK-Theaterstück „Henriettas Reise ins Weltall“ fliegt das Grundschulkind Henrietta mit einer Rakete zu fremden Planeten, auf denen außerirdische Erwachsene und Kinder ganz anders zusammenleben, als Henrietta es kennt. Sie lernt, wie Rituale und Regeln helfen, das Leben zu erleichtern – auch in der Schule und zu Hause.

Seit 2007 ist die AOK jeden Sommer mit ihren Kindertheater-Stücken rund um Henrietta unterwegs. Die Tour ist Bestandteil der Initiative »Gesunde Kinder – gesunde Zukunft«

Dienstag, 5. Juli, 8.30 Uhr,10.30 Uhr, 12 Uhr, Schauspielhaus (Tickets nur noch für die 12.00-Uhr-Vorstellung erhältlich unter der AOK-Kindertheater-Hotline: 0221.27222-13)

 

Kreativwettbewerb der Kasseler Musiktage 2016: „Staunst du?“

Die Kasseler Musiktage haben 2016 erneut einen Kreativwettbewerb für Jugendliche ausgeschrieben. Zu erwarten sind Beiträge aus Darstellendem Spiel, Tanz, Bildender Kunst und mediale Formen.

Mittwoch, 5. Juli, 19 Uhr, Opernhaus

 

Sommerkonzert des Polizeichors Kassel 1985 e. V. „Musik verbindet

Mit dem Landespolizeiorchester Hessen, Polizeichor Fulda,  Njeri Weth, Sopran, Richard Wiedl, Tenor und Moderation, Shanji Quan, Klavier, Kurt Hellwig, Gesamtleitung

Das Landespolizeiorchester Hessen und der Polizeichor Fulda singen und spielen unter dem diesjährigen Motto „Musik verbindet“ weltbekannte Chöre aus den Opern La Traviata oder dem Freischütz sowie eine Auswahl an schwungvollen Trinkliedern. Neben solistisch dargebotenen Ausschnitten aus der West Side Story dürfen der Polizeigruß und der Fliegermarsch aus Der fliegende Rittmeister auch nicht fehlen.

Samstag, 9. Juli, 18 Uhr, Opernhaus

 

SOZO visions in motion: „Facebook Me“ und „Knockout Threshold“

Mit Studierenden von SOZO visions in motion, Choreografien: Deborah Smith-Wicke und Evangelos Poulinas

20 Studierende der Kasseler Berufsfachschule für Zeitgenössischen Bühnentanz SOZO visions in motion zeigen zum Jahresabschluss zwei Uraufführungen: Evangelos Poulinas’ „Facebook Me“ ist eine Studie über die Art und Weise, wie Soziale Netzwerke zur Konstruktion und Implementierung von Identitäten genutzt werden. „Knockout Threshold“ von Deborah Smith-Wicke beschäftigt sich dagegen mit Sprache als unstetem Phänomen zwischen Auflösung in Stille, irrationaler Explosion und „vulkanischem Winter“. Reden Sie mit

Dienstag, 12. Juli, und Mittwoch, 13. Juli, 20.15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum (15 / 10 Euro)

 

SCHULTHEATERTAGE 2016

Zum Ende der Spielzeit legen die Nachwuchskünstler nochmal richtig los: Vier Tage wird gespielt, geschaut, gelacht, geworkshopt, gelitten und geklatscht, was das Zeug hält. Theatergruppen aus Kassel und Umgebung präsentieren ihre Werke und bringen die Wände im tif zum Wackeln. Bühne frei: Die Rampensäue kommen!

 

Sonntag, 3. Juli, tif – Theater im Fridericianum

14:45:  Eröffnung Schultheatertage
15.00: „Karlinchen, ein Kind auf der Flucht“ – Brüder-Grimm-Gesamtschule, Bebra

18.30: „Alltägliche Störung“ – Herderschule

20:15: Noch ein Leben! (im Rahmen der Schultheatertage) Eine Produktion des JugendClubs

 

Montag, 4. Juli, tif – Theater im Fridericianum

12.15: „Rose“ – Kegelsbergschule Frankenberg

14.30: „Träumst Du?“ – Käthe-Kollwitz & Gustav-Heinemann-Schule
19.30: „Linie 1 Kulturreise Kassel“ – Carl -Schomburg-Schule

 

Dienstag, 5. Juli, tif – Theater im Fridericianum

12.15: „in zwischen räumen“ – Lichtenberggymnasium

14.30: “Happy Birthday to Jew“ – Friedrichsgymnasium

19.30: „Die Räuber“ – KHS Fritzlar

 

Mittwoch, 6. Juli, tif – Theater im Fridericianum

14.30: „Kaisers neue Kleider“ – Hermann-Schafft-Schule, Homberg
19.30: “Cabaret / Musical” – Lichtenberggymnasium

 

PM Staatstheater

(CB)

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