Rathaus in schwarz-rot-gold

Vernissage zur Ausstellung von Wolfgang Loewe

Wolfgang Loewe beim Aufbau der Ausstellung (Foto: privat | nh)

Wolfgang Loewe beim Aufbau der Ausstellung (Foto: privat | nh)

Lohfelden. Es ist eine faszinierende Ausstellung und es war eine beeindruckende Vernissage. Manche Stimmen behaupteten, es sei die beste in der Geschichte wechselnder Ausstellungen im Lohfeldener Rathaus. Zumindest war sie anders.
Die Lieder der Musikschule Söhre-Kaufunger Wald stimmten die Besucher mit „Ein bisschen Frieden“ oder der deutschen Nationalhymne perfekt auf die Ausstellungsthematik ein. Das Motiv der Deutschen Fahne, die Reduzierung auf drei Farben, gepaart mit der Bewegung des dynamischen Miteinanders in wirbelndem Pinselstrich, zeichnet die Bilder aus. Echtes Blattgold, üppig eingesetzt, festigt Loewes Anspruch an den Wert des goldenen Bodens der Heimat. Der Betrachter findet sich in vielen Motiven wieder, entdeckt die hohe Bedeutung der Symbolik, beispielsweise die Geschichten hinter der Dresdener Frauenkirche, dem überdimensionalen Fingerabdruck oder dem Platzhirsch. Im VW Käfer spiegelt Loewe die Technologie und das Statussymbol für die „erste Fahrt in die goldene Zukunft“ wieder.

 

Die Akteure des Abends v.l.n.r. Bürgermeister Michael Reuter, Maler und Grafiker Wolfgang Loewe, Angelika Loewe und Markus Exner (Foto: privat | nh)

Die Akteure des Abends v.l.n.r. Bürgermeister Michael Reuter, Maler und Grafiker Wolfgang Loewe, Angelika Loewe und Markus Exner (Foto: privat | nh)

Michael Reuter und Markus Exner stellen Kunst und Künstler vor
Michael Reuter begrüßte Künstler und Gäste, Markus Exner von der GrimmHeimat Nordhessen stellte den Künstler und die Ausstellung vor, Wolfgang Loewe erzählte sehr sympathisch und authentisch über seinen Werdegang und sein künstlerisches Schaffen und band darin auch immer wieder die Inspiration durch seine Frau Angelika Loewe ein, die am Ende seinen Bericht galant abkürzte.
Sehr gut besucht und gut vorbereitet war die Vernissage. Die Gäste waren begeistert von den Arbeiten des Künstlers, die im Erdgeschoss und im ersten Stock des Lohfeldener Rathauses präsentiert wurden. Auch kleine Bilder und Tassen konnten als Souvenirs erworben werden. Bei guten Gesprächen und netter Bedienung durch die Rathaus-Mitarbeiterinnen und einem Glas Rotwein oder Prosecco hielt man sich noch bis spät in den Abend im Rathaus auf. Soweit so gut, der richtige Text ist noch in Arbeit …Mittwoch, 16. März 2016

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Spannende Ausstellung (Foto: privat | nh)

Friede – Freude – Heimatduft
„Friede – Freude – Heimatduft“ entdeckt, hinterfragt und reduziert auf drei Farben, dies drückt Wolfgang Loewes subjektive Wahrnehmung der Heimat aus. Er übersetzt den Begriff der Heimat und seine Erfahrungen in graphisch, malerischer Form. In seiner Betrachtung erhält das Brandenburger Tor die gleiche Aufmerksamkeit wie der Vorgartenzwerg oder das Ampelmännchen. Angeregt durch die große Präsenz der Wimpel und Fahnen während der WM 2014 und dem damit in Wolfgang Loewe ausgelösten gedanklichen Prozess um die Bedeutung dieses Symbolelementes, entstand der Zyklus „Friede – Freude – Heimatduft“.

Als Gegenpol zu den Deutschlandbildern, steht in der Ausstellung im Rathaus Lohfelden das Großgemälde des Kasseler Herkules, altmeisterlich gemalt auf neun Leinwände. Dieses Werk entstand 2007, beseelt durch Loewes Gedanken zur Heimat, endlich angekommen zu sein – eine Hommage an die documenta-Stadt Kassel. „Der Herkules besucht die Welt“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Initiatoren Wolfgang Loewe, Stefan Koch und Markus Exner. Die von dem Kasseler Künstler Wolfgang Loewe in Originalgröße auf 9 Leinwänden gemalte Darstellung der Herkules-Statue aus dem Bergpark Wilhelmshöhe soll auf Reisen gehen, die Menschen besuchen und sie ermutigen, ihre Herkulesaufgaben dieser Zeit anzupacken.
Die Ausstellung ist vom 16. März bis zum 30. April 2016 zu den Rathaus-Öffnungszeiten zu sehen. (rs|pm)

 

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