Zu Besuch in England

England_00 - Stonehenge

klein ist Stonehenge doch nur… (Foto: privat | nh)

Schüler aus dem Chattengau in England

Bournemouth | Gudensberg. Die Autorin von Frankenstein, Mary Shelley, liegt genauso in Bournemouth auf dem St. Peter’s Churchyard begraben, wie J.R.R. Tolkien, Autor des Fantasy-Klassikers „Herr der Ringe“. Eine Woche war dort gerade der Jahrgang 7 der Dr.-Georg-August-Zinn-Schule aus Gudensberg zu Gast. Die Schüler aus dem Chattengau nutzten die Fahrt, um etwas Neues zu erleben, die Sprache zu vertiefen oder für sieben Tage dem Einfluss von zuhause zu entgehen. Die Nordhessenrundschau hat sich bei Amy Laun-Achenbach über den Schultrip informiert.

Die Stadt Bournemouth liegt im Südwesten Englands an der Kanalküste und war für die Schüler der Gudensberger Gesamtschule einen Besuch wert. Etwa 40 Jugendliche haben an der Jahrgangsfahrt teilgenommen.

16 Stunden mit Bus und Schiff

Das Abenteuer begann bereits in Gudensberg. Mit dem Bus ging es 16 Stunden lang vom Chattengau nach Frankreich und dann mit dem Schiff nach England. Dort angekommen führte der erste Weg gleich in die Schule, wo die Gudensberger, Niedensteiner und Edermünder Schüler etwas später auch auf ihre Gastfamilien trafen. Eine Woche lang waren sie bei Ihnen untergebracht. Mit zwei Klassenkameraden war Amy für die sieben Tage in derselben Familie zu Hause. Die Gastmutter hatte selbst drei Kinder im Alter von 3, 9 und 11 Jahren und so wurden schnell Freundschaften geschlossen. Völlig unkompliziert, so Amy war das Kennenlernen und es gab ein Zimmer für alle drei Gäste und das war mit Fernseher ausgestattet es gab sofort das W-LAN Passwort. So war auch der Kontakt nach Hause kein Problem.

Vertrauen wurde großgeschrieben, die Gäste aus Deutschland erhielten gleich einen Hausschlüssel.

Die Chattengauer vor Westminster Abbey (Foto: privat | nh)

Die Chattengauer vor Westminster Abbey (Foto: privat | nh)

Kein Urlaub

Natürlich waren 40 Chattengauer nicht nur zum Vergnügen über den Ärmelkanal gereist. Vier Tage gab es richtig Unterricht in einer extra Schule für Sprachreisen.

Klar, dass es auch in die britische Hauptstadt nach London ging. Buckingham Palace, Westminster Abbey, der Trafalgar Square mit den großen Leinwänden oder die Einkaufsstraße Oxford Street standen dabei auf dem Programm. Ein weiterer Ausflug führte nach Portland mit seiner unglaublich tollen Aussicht über das Meer. Berühmt ist der Strand aus Steinen. Portlands Hafen ist mit einer Fläche von neun Quadratkilometern der größte künstlich errichtete Hafen der Welt und hat als Marine-Hafen in vielen Auseinandersetzungen der Seefahrer-Nation eine wichtige Rolle gespielt. Bei der Gelegenheit ging es auch nach Stonehenge. Und diesen Ort fanden die jungen Leute zutiefst beeindruckend. Immerhin waren bei der Errichtung 600 Männer nötig, um einen einzigen Stein zu bewegen.

Corfe Castle

So richtig englisch-gruselig wurde es in Corfe-Castle. Das alte Schloss wurde unter Alfred dem Großen Ende des 9. Jahrhunderts zum Schutz vor den Dänen als Befestigung angelegt. Die Legende erzählt, dass der englische König „Eduard der Märtyrer“ am 18. März 978 in der Burg ermordet wurde. Fast 170.000 Touristen besuchen die restaurierte Burg jährlich.

Außerdem stand noch Brighton auf dem Plan – auch Little London by The Sea genannt und der dort bekannte Vergnügungspark. Nach einem langen Ausflug gab es schon mal Schokokuchen auf dem Zimmer, wenn es spät geworden war. Die Kinder aus Gastfamilien haben sich über die Gäste aus Deutschland gefreut, „und uns immer gekitzelt“, sagt Amy. Abends – wenn nicht Karaoke gesungen wurde – haben sie uns immer schon das wichtigste über die Reiseziele des nächsten Tages erzählt. „Schließlich wollten wir ganz viel wissen!“ Die Verständigung war übrigens viel leichter als gedacht.

Ziemlich verfallen: Corfe-Castle (Foto: privat | nh)

Ziemlich verfallen: Corfe-Castle (Foto: privat | nh)

Gutes Wetter – gutes Essen

Vom berühmten schlechten englischen Wetter haben die Schüler überhaupt nichts gespürt. Jeden Tag hatte die Sonne gelacht und bei 20 Grad war es im März sonniger und wärmer als in Deutschland, nur etwas windig. Und das Essen, das in England auch nicht so gut sein soll? Die Gasteltern haben versucht, typisch englische Sachen zu kochen. Amy ist aufgefallen, dass es in Großbritannien größere Kartoffeln gibt. In guter Erinnerung hat sie das Roastbeef behalten und die täglichen Cornflakes zum Frühstück. Für unterwegs gab es Sandwiches zum Lunch und Chips mit Essig, die bei den deutschen Schülern besonders beliebt waren.

Schlussendlich bekamen alle ein Zertifikat über das gute Abschneiden und dann führte der Weg über Dover und die Fähre nach Calais zurück in die Heimat. (rs)

 

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