1:1 – Schmeers Tor reichte nicht zum Sieg



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dsc_1380Der KSV Hessen hat am Dienstagabend gegen den SSV Ulm 1846 1:1-Unentschieden gespielt. Vor 1.103 Zuschauern im Auestadion gingen die Löwen in der 7. Minute durch Sebastian Schmeer in Führung, kassierten aber in der 78. Minute den Ausgleich durch Janik Michel.
„Das war heute für uns eine gefühlte Niederlage“, ärgerte sich KSV-Trainer Tobias Cramer über zwei leichtfertig vergebene Punkte. Lange führten die Löwen 1:0 und spielten ab der 67. Minute, nach dem Platzverweis gegen den Ulmer Luca Graciotta, in Überzahl. Trotzdem reichte es am Ende nur zu einem 1:1-Unentschieden.
Doch der Reihe nach: Von den sechs Verletzten kehrte niemand zurück, dazu war Nael Najjer nach der fünften Gelben Karte gesperrt, für ihn kam Sebastian Schmeer zum Einsatz. Auf der Bank saß mit David Lensch ein A-Jugendlicher. Trainer Tobias Cramer baute nach der 1:3-Niederlage gegen Hoffenheim um – Lucas Albrecht kehrte wieder in die Innenverteidigung zurück, Sergej Schmik wechselte auf seine angestammte Position als Rechtsverteidiger, Tim Philipp Brandner ging auf die linke Außenbahn.
Zunächst lief alles nach Plan: In der siebten Minute verlängerte Sebastian Schmeer einen Flankenball mit dem Kopf, bekam den Ball von Marco Dawid zurück und knipste das 1:0 für den KSV. Dieses Tor gab den Löwen nach fünf Spielen ohne Sieg viel Sicherheit. In der 20. Minute hatte Schmeer den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Torwart Holger Betz. Die ersatzgeschwächte Mannschaft spielte ansehnlichen Fußball, machte die Partie – hatte aber zweimal richtig Glück: In der 28. Minute stand Luca Graciotti plötzlich frei, überlupfte Löwen-Torhüter Niklas Hartmann, doch der Ball kullerte knapp am linken Pfosten vorbei. Kurz danach stockte den knapp 1.100 Zuschauern erneut der Atem, als nach einem Schuss von Graciotti und der Abwehr von Hartmann, Thomas Rathgeber im Nachschuss neben das Tor zielte.
Trotz dieser beiden Gelegenheiten hatte der KSV das Spiel bis zum Ulmer Platzverweis gut im Griff. Auch nach der Pause machten die Gäste, die zuvor viermal in Folge verloren hatten und nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzten, nach vorne nicht viel. Dann die 67. Minute: Luca Graciotti und Tim Philipp Brandner geraten aneinander, rangeln und plötzlich ist die Hand vom Ulmer im Gesicht des Kasselers – es gibt die Rote Karte.dsc_1668
Gegen zehn Ulmer tat sich der KSV nun merkwürdiger Weise schwerer, als zuvor gegen elf. Die Löwen wirkten mit einem Mal trotz der numerischen Überzahl verunsichert und hatten in der 75. Minute noch Glück, als Niklas Hartmann in höchster Not gegen David Braig retten konnte, doch drei Minuten später war es dann soweit: Nach einem eigenen Eckstoß kam der Ball beim Konter zum eingewechselten Janik Michel, der den Ausgleich erzielte. Weil Yassine Khadraoui zuvor versucht hatte, den Angriff mit einem Handspiel zu unterbinden, sah der bereits verwarnte Mittelfeldspieler Gelb-Rot. In den letzten Minuten hatten die Löwen tatsächlich nochmal die Gelegenheit, das Spiel zu drehen, doch Schmeer scheiterte freistehend vor Betz. „Ich bin absolut nicht zufrieden“, sagte Cramer nach dem Spiel. „Gegen zehn Mann hätten wir keine zwei Punkte mehr abgeben dürften“.
Am Samstag gastieren die Löwen bei der TuS Koblenz, das nächste Heimspiel findet am 15. Oktober (14 Uhr) gegen Kickers Offenbach statt.
© Text: O.Zehe                             Fotos: M.Kittner



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