58. Internationales Grasbahnrennen in Melsungen

Bei tollem Wetter ging es bereits am Samstag auf die Grasbahn an der St. Georgsbrücke. Bei den Enduro Crossern gab es viele spannende Zweikämpfe zu sehen und mit Manfred Knappe gewann ein alter Bekannter und Clubfahrer des MSC Melsungen. Der zweite Platz ging ebenfalls an einen MSC Melsungen Fahrer, Stephan Körner, der schnell unterwegs war und tolle Läufe zeigte. Neueinsteiger Philipp Becker musste mit einem Sturz etwas Lehrgeld bezahlen und beendete den Rennnachmittag auf dem 11. Platz. Wie bereits im letzten Jahr gab es in den Pausen eine tolle Freestyle Show von Robbie Naumann und seinen Fahrerkollegen.
Nach der Fahrervorstellung am Sonntag nachmittag rollten die ersten Fahrer ans Startband. Bei den internationalen Gespannen sah man im ersten Lauf das gewohnte Bild, der Europameister William Mathijssen vorne weg und alle anderen Teams reihten sich dahinter ein. Doch es war ein hart erkämpfter Laufsieg für das Favoritenduo und die anderen Teams waren ebenfalls sehr schnell unterwegs. Im zweiten Lauf drehte sich das Blatt. Der deutsche Meister Markus Venus/Markus Heiß setzte sich an die Spitze und fuhr unbedrängt seinen ersten Laufsieg ein. Dahinter wurde es spannend und Mathijssen musste sich den Angriffen von Markus Brandhofer erwehren, konnte diesen aber mit Mühe auf Distanz halten. Im dritten Lauf ein ähnliches Bild, Venus gewann vor Mathijssen und Brandhofer. Im Finale setzte sich der deutsche Meister Markus Venus/Markus Heiß an die Spitze und gewann auch diesen Lauf. Damit waren sie der verdiente Tagessieger und konnten erfolgreich Revanche für die Niederlage bei der Europameisterschaft nehmen. Zweiter wurden die sechsfachen Europameister William Mathijssen/Sandra Mollema, vor dem überraschend starken Sven Holstein mit Bonita van Dijk.
Die internationalen Solisten kämpften um den Ehrenpreis der Stadt Melsungen. Der große Favorit Martin Smolinski fuhr am Vorabend noch um die deutsche Meisterschaft im Speedway und wurde zum sechsten Mal deutscher Meister. Smolinski kam daher nicht mehr rechtzeitig zum Training in Melsungen an und musste „kalt“ in seinen ersten Lauf gehen. Mit einem tollen Start setzte er sich durch, doch Andrew Appleton vom MSC Melsungen war dran und ging in der zweiten Runde spektakulär Innen am Bayer vorbei. Im anschließenden Lauf kam es dann zum großen Duell mit James Shanes, der seinen ersten Lauf gewinnen konnte. In der ersten Kurve schob sich Shanes an die Spitze und setzte sich klar ab. Smolinski dahinter konnte nicht mitgehen und sicherte seinen zweiten Platz ab. Nach den Vorläufen war James Shanes mit drei Laufsiegen klar in Führung. Dahinter lag Andrew Appleton nur einen Punkt vor Martin Smolinski. Das Finale gewann der schnellste Mann des Tages, James Shanes, der mit seinem atemberaubenden Fahrstil die Zuschauer begeisterte. Martin Smolinski wurde Zweiter im Finale und holte sich damit auch den zweiten Platz im Tagesklassement, knapp vor Andrew Appleton, der Dritter wurde. Der Sieger James Shanes nach dem Rennen: „Ich kam mit der Strecke bestens zurecht und freue mich über meinen ersten Sieg in Melsungen. Auch wenn ich alle Läufe gewinnen konnte, so war es heute ein hartes Stück Arbeit für mich. Martin und Andrew haben mit alles abverlangt und ich musste immer am Limit fahren.“
Das Feld der B-Solisten war wie bereits im letzten Jahr Europaoffen ausgeschrieben, so dass deutsche und englische Nachwuchsfahrer am Startband waren. Mit Manfred Knappe war der Gewinner der Enduro Crosser vom Vortag am Start und man durfte gespannt sein, wie er die Strapazen verkraftet hatte. Einer der Mitfavoriten Fabien Neid hatte im zweiten Lauf einen schweren Unfall und konnte anschließend nicht mehr antreten. Damit war der Weg frei für Manfred Knappe vom MSC Melsungen. Der Traunsteiner gewann zwei Vorläufe und wurde im Finale Zweiter. Dies reichte zum Tagessieg für Manfred Knappe. Zweiter wurde Fabian Wachs, vor dem jungen Mario Niedermeier. Nach einem Ausrutscher in seinem dritten Lauf blieb für Gareth Hickmott vom MSC Melsungen nur der undankbare vierte Platz.
Das überragende Gespann in der nationalen Klasse waren Ole Möller und Dana Frohbös. Mit tollen Starts und viel Geschwindigkeit auf der Bahn gewannen die beiden verdient zum ersten Mal in Melsungen. Das MSC Melsungen Gespann Udo Poppe und Martin Weick hatten den ganzen Tag Schwierigkeiten am Start und mussten das Feld immer von hinten aufrollen. Dies gelang den beiden Pfälzern aber sehr gut und sie erkämpften einen tollen zweiten Platz im Tagesklassement. Ebenfalls erfreulich für den MSC Melsungen, der Dritte Platz ging an die MSC Newcomer James Hogg und Scott Goodwin aus England. Weniger gut dagegen lief es für Maximilian Klaas und Sonja Dreyer, die schlussendlich mit Getriebeproblemen aufgeben mussten.

Text: Daniel Pfaff                                               © Fotos: M.Kittner

 



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