Baunatal sendet Lebenszeichen: 24:24-Remis gegen Coburg

Wichtiger Rückhalt: Paul Gbur war mit acht Toren erfolgreichster Torschütze der Eintracht.

Wichtiger Rückhalt: Paul Gbur war mit acht Toren erfolgreichster Torschütze der Eintracht.

Baunatal sendet Lebenszeichen: 24:24-Remis gegen Coburg

Baunatal. 125 lange Tage haben Spieler und Fans auf diesen Moment gewartet. Am Sonnabend durfte das abgeschlagene Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga, der GSV Eintracht Baunatal, endlich wieder jubeln und sich über einen Punktgewinn gegen den favorisierten HSC 2000 Coburg freuen. Nach 60 spannenden und weitaus ausgeglichenen Minuten leuchtete ein 24:24-Unentschieden auf der Anzeigentafel auf. Und doch bleibt die Frage, ob die Punkteteilung dauerhaften Bestand besitzt, denn die Gäste legten Protest ein.
Als Paul Gbur in der 49. Spielminute den 20:19-Führungstreffer für die Nordhessen erzielte, war klar, dass sich die Gastgeber jetzt nicht mehr abschütteln ließen. Kampf, Wille und unbändigen Einsatz strahlten Körperhaltung und Mimik der Eintracht-Jungs aus. Postwendend glichen die Gäste zwar aus, doch der spielstarke Phil Räbiger und Felix Geßner legten nach (22:21). Eine Zeitstrafe gegen Gbur (insgesamt acht Treffer) ließ Baunatal in Rückstand geraten (22:23).

In den letzten sechs Minuten blieben Tore Mangelware. Zunächst glich Räbiger aus, dann traf Jiri Vitek für den HSC zum 24:23 (56.). Eine Zeitstrafe gegen Andreas Bornemann ließ die HSC-Aktien steigen, doch die Eintracht-Akteure wussten dagegenzuhalten, sodass kein weiterer Treffer fiel und Bornemann beim gleichen Spielstand wieder das Feld betrat. Als siebter Feldspieler kehrte der 21-Jährige zurück und markierte den umjubelten Ausgleichstreffer. Schluss war noch nicht und Coburg versuchte über einen schnellen Anwurf zum Torerfolg zu kommen. Diesen wehrte Dennis Weinrich ab, der ins Tor geeilt war.

Dass die Zeit nicht angehalten wurde, hinderte HSC-Coach Jan Gorr nicht daran, wild gestikulierend auf das Spielfeld zu rennen und direkt auf die Unparteiischen einzuwirken. Die Schlusssirene erklang und weitere Spieler sowie Offizielle ließen nicht von den Schiedsrichtern, sodass diese zunächst nicht dazu kamen, sich abzustimmen. Nach Austausch und Rücksprache mit Zeitnehmer und Sekretär bestätigten die Unparteiischen Spielstand und Ende der Begegnung. Gegen diesen Schlusspunkt legten die Coburger Protest ein, obwohl auch sie die Leistung der Hausherren anerkannten und von einer gerechten Punkteteilung sprachen.

Schon der Beginn der Partie verlief verheißungsvoll. Ein Räbiger-Doppelpack brachte die 2:0-Führung, die doppelt so hoch hätte ausfallen können, wenn Baunatal seine Chancen konsequent genutzt hätte. Die Gäste fanden nun in die Partie, nutzten die Fehler des Gastgebers. Acht Tore in Folge brachten die 9:3-Führung der Bayern (14.), die fortan die VW-Städter nicht mehr richtig ernst nahmen. Wie sich in der Folgezeit zeigte, war dies ein Fehler, denn Tor um Tor knabberte das Team von Trainer Markus Berchten am Vorsprung der Gäste. Zur Pause betrug der Rückstand lediglich zwei Tore (13:15).

Nur direkt nach dem Anpfiff der zweiten Spielhälfte gelang es Coburg auf drei Tore zu erhöhen. Danach ließ sich die Eintracht nicht mehr abschütteln und baute dabei insbesondere auf die Torhüter Constantin Paar und Maximilian Kroll. Die Nordhessen verkürzten, glichen aus und bescherten den 400 Zuschauern einen wahren Handballkrimi, der vermutlich keinen Sieger verdient gehabt hätte.

Torfolge: 2:0 (3. Minute), 3:3 (8.), 3:9 (14.), 9:13 (23.), 13:15 (30.), 13:16 (33.), 16:17 (37.), 18:18 (44.), 19:19 (47.), 20:19 (49.), 22:21 (52.), 22:23 (54.), 24:24 (60.).
GSV Eintracht Baunatal: Paar, Kroll; Gbur (8 Tore), Schade (1/1 Siebenmeter), Fuchs (3), Feuring, Räbiger (6), Geßner (2), Bornemann (2), Weinrich (2), Gabriel.
HSC 2000 Coburg: Martinsen, Krechel; Barsties, Andersson (1), Kelm (2), Gerlich (2), Kirchner (1), Vitek (2), Riha (1), Coßbau (1), Billek (4/2), Roth (4), Seitle (6).
Zeitstrafen: 10 Minuten / 4 Minuten.
Zuschauer: 400.

Quelle: Eintracht Baunatal

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