Baunatalerin bei Olympia

Sabrina Steffens im Sambodromo (Foto: privat | nh)

Sabrina Steffens im Sambodromo (Foto: privat | nh)

Sabrina Steffens als Kampfrichterin bei den Bogenschützen
Rio de Janeiro | Baunatal. Das größte Sportereignis der Welt ist gerade zu Ende gegangen. Bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Rio de Janeiro war auch eine Baunatalerin dabei. Sabrina Steffens vom Sportschützenverein Baunatal wurde als Kampfrichterin im Bogenschießen nominiert und verbrachte ihre Zeit im Olympischen Dorf und bei den Wettkämpfen.
Für sie ging damit ein langjähriger Traum in Erfüllung. Seit 12 Jahren ist sie Kampfrichterin, zuerst auf Landesebene, aber dann hat sie sich im Laufe der Jahre hochgearbeitet, bis sie im Jahr 2011 die Prüfung zur Internationalen Kampfrichterin bestand. Die Olympischen Spiele stellen den Höhepunkt ihrer bisherigen Kampfrichter-Karriere dar.
Anreise Anfang August – Prüfung der Anlagen und der Ausrüstung
Die Anreise erfolgte bereits am ersten August, da noch verschiedene Vorbereitungen vor Ort zu treffen waren, bevor die Sportler dann auf dem Wettkampffeld im Sambodromo um die olympischen Medaillen kämpfen konnten. Zu den Aufgaben der Kampfrichter zählt es, zu prüfen, ob das Wettkampffeld den Regeln entspricht und die Wettkämpfer nicht durch verschiedene Einflüsse in ihrer Konzentration gestört werden könnten.
Einen Tag vor Beginn der Spiele folgte dann die Kontrolle der Ausrüstung und der Kleidung der Wettkämpfer. Das ist ein wichtiges Thema bei Olympia, es gibt sehr strenge Regeln bezüglich Kleidung und Werbung auf der Ausrüstung und Kleidung. Vorherrschend und tonangebend sind bei Olympia ganz klar die Medien. Das unterscheidet die Olympischen Spiele von jedem anderen Wettkampf. Eine solche Anzahl an Fotografen, Interviewern und Fernsehkameras bei einer Sportveranstaltung sucht seinesgleichen, berichtet Sabrina Steffens.
Der Tag der Eröffnungsfeier war auch gleichzeitig der erste Wettkampftag für die Bogenwettkämpfe. An diesem Tag herrschten für das Bogenschießen perfekte Wetterverhältnisse, kein Wind, kein Regen, angenehme Temperaturen. Dies zahlte sich aus, es wurde ein neuer Weltrekord geschossen. In den nächsten Tagen folgten dann die Entscheidungen im Mannschaftswettbewerb sowie in den Einzelwettbewerben.
Erste deutsche Medaille
Aus deutscher Sicht wurde hier Sportgeschichte geschrieben, denn zum ersten Mal gewann eine Deutsche im Einzelwettbewerb eine Medaille, und dann auch gleich die Silbermedaille. Da die Ruderwettkämpfe aufgrund des schlechten Wetters verschoben wurden, war Bogenschießen längere Zeit live im Fernsehen zu sehen und „unsere“ Baunataler Kampfrichterin Sabrina Steffens auch. Einen Tag hatte sie frei, es bot sich die Gelegenheit, sich die Stadt und auch die Christus-Statue anzusehen. Abends folgte sie einer Einladung ins Deutsche Haus, eine gute Gelegenheit, mit deutschen Sportlern aus anderen Sportarten zu sprechen.
Tolle Erfahrung
Ihr Olympia-Fazit: „Eine tolle Erfahrung und ein rundum gelungenes Bogensport-Ereignis, insbesondere aus deutscher Sicht.“ (red)

(CB)

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