Der Davidoff Cool Water Windsurf World Cup Sylt ging am Sonntagnachmittag stimmungsvoll zu Ende.

aaDSC_7561klein Björn Dunkerbeck auf Sylt für sein Lebenswerk geehrt

220.000 Zuschauer besuchten Davidoff Cool Water Windsurf World Cup Sylt

Der Davidoff Cool Water Windsurf World Cup Sylt ging am Sonntagnachmittag stimmungsvoll zu Ende.

Bei der abschließenden Siegerehrung wurde Björn Dunkerbeck unter dem Jubel der Zuschauer mit dem Watersports Award für sein Lebenswerk geehrt. Diese Auszeichnung wird künftig in jedem Jahr einem Wassersportler für besondere Leistungen übergeben.

Der 41-malige Weltmeister hatte zu Beginn des größten Windsurf-Events der Welt den Rücktritt von der World Tour erklärt und am Samstag sein letztes Rennen in Westerland bestritten. Da störte es den erfolgreichsten Profisportler der Welt nicht, dass er bei dem letzten Auftritt auf seiner Insel, wo er schon elfmal gewann, nur Rang 21 belegte.

„Als ich am Samstagabend das letzte Mal vom Meer an den Strand kam, empfingen mich Tausende von Zuschauern. Das war ein sehr schönes Erlebnis. Jetzt habe ich sogar einen Preis für mein Lebenswerk bekommen, ich glaube, der Zeitpunkt für meinen Rücktritt ist perfekt. Aber ich werde sicherlich als Besucher nach Sylt zurückkehren“, sagte Björn DunkerbeckDSC_7526klein

Der Israeli Arnon Dagan gewann die Slalomkonkurrenz und damit den ersten World Cup seiner Karriere. Die Franzosen Cyril Moussilmani und Julien Quentel belegten Rang zwei und drei. Auch zwei Deutsche hatte Grund zur Freude: Oliver-Tom Schliemann aus Eckenförde und Dennis Müller von Norderney feierten als Vierzehnter und Fünfzehnter ihre besten World Cup Platzierungen. „Ich habe bei meiner dreizehnten Teilnahme auf Sylt mein bestes Ergebnis erzielt. Heute Abend gehe ich feiern“, versprach Schliemann.

Neuer Freestyle-Champion wurde Jose „Gollito“ Estredo, der sich mit dem Sieg auf Sylt noch vom dritten auf den ersten Platz der Weltrangliste schob. Der Venezolaner schlug im Finale Antony Ruenes aus Frankreich und gewann damit seinen insgesamt sechsten WM-Titel „Dieser vierte Sieg auf Sylt ist einer der schönsten und ich bin stolz darauf, auch noch Weltmeister geworden zu sein“, sagte Estredo nach seinem Triumpf.

Kiri Thode von Bonaire, aktueller Weltmeister und Sylt-Gewinner von 2013, schied bereits im Viertelfinale aus und verspielte damit seine Meisterschaftschancen.

Einen guten Wettkampf machte Adrian Beholz aus Radolfzell. Der 24-jährige Deutsche landete als Neunter zum ersten Mal in dieser Saison unter den Top Ten und belegt in der abschließenden Freestyle-Weltrangliste den zwölften Platz. „Dieser tolle Saisonabschluss gibt mir viel Selbstvertrauen. Im nächsten Jahr will ich unter die besten Zehn der Welt“, erklärte Beholz nach seinem erfolgreichen Wettkampf.

Beim Waveriding gab es wegen des meist zu schwachen Windes keine Ergebnisse. Die Veranstalter hatten den Start des Davidoff Cool Water Windsurf World Cups Sylt zwar um 24 Stunden vorgezogen, um die guten Bedingen am Eröffnungstag auszunutzen. Doch die Wellenreiter konnten ihre Kunststücke auf der Nordsee nur kurz zeigen.bDSC_7159klein

In der Herrenkonkurrenz erreichten gleich fünf deutsche Fahrer um den zweimaligen Weltmeister Philip Köster das Achtelfinale, Steffi Wahl aus Kiel stand bei den Damen unter den besten Acht. Danach spielte der Wind nicht mehr mit. „Es ist schon hart. Man will unbedingt vor diesem tollen Publikum aufs Wasser, aber es klappt einfach nicht“, so Köster, der nach wie vor auf Platz zwei der Weltrangliste liegt. Steffi Wahl, Nummer drei in der Welt, nahm die Zwangspause gelassen: „Windsurfen ist eben ein Natursport. Das ist einerseits schön, andererseits ist man eben vom Wind abhängig.“

Während die 132 Starter aus 29 Nationen oft vergeblich am Brandenburger Strand auf ihren Einsatz warteten, genossen die Besucher die zumeist milden und sonnigen Herbsttage auf der Westerländer Kurpromenade. Insgesamt kamen 220.000 Menschen an den zehn Tagen zum Davidoff Cool Water Windsurf World Cup Sylt.

Die NHR war dabei.

Text: 9pm-media / M.Kittner  Fotos: M.Kittner

 

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