Derby und Kellerduell: Baunatal empfängt Hüttenberg

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Ein Erfolgserlebnis soll her. Andreas Bornemann will mit Eintracht Baunatal den TV Hüttenberg besiegen.

Baunatal. Nachdem der GSV Eintracht Baunatal zuletzt in den hohen Norden reisen musste, kommt es nun in der Rundsporthalle zum Hessenderby. Am ungewohnten Freitagabend empfangen die Baunataler ab 20 Uhr den TV 05/07 Hüttenberg. Beide Mannschaften eint nicht nur die hessische Heimat, sondern auch das Belegen von Abstiegsplätzen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Sowohl die Mittel- als auch die Nordhessen blieben zuletzt zwölfmal in Folge ohne Sieg. Die Chance auf einen Erfolg wollen die VW-Städter unbedingt nutzen und damit ihre Niederlagenserie beenden.

Damit nicht genug der Übereinstimmungen, denn nicht nur auf der Baunataler Bank sitzt mit Markus Berchten seit 2015 ein neuer Coach, auch die Gäste präsentierten während der Weltmeisterschaftspause mit Aðalsteinn Eyjólfsson einen neuen Cheftrainer, der für die Mittelhessen den Abstieg verhindern soll. Mit acht Punkten liegt Hüttenberg auf Rang 19 der Tabelle, während sich Baunatal (fünf Punkte) direkt dahinter befindet. Das rettende Ufer belegt aktuell der TUSEM Essen (17:31 Punkte), sodass der TVH mittlerweile neun Punkte vom Klassenerhalt entfernt ist.

Nichtsdestotrotz arbeiten die Zweitligisten unermüdlich weiter und geben sich trotz teilweise auswegloser Situationen nicht auf. Im Training wird hart gearbeitet und Weiterentwicklungen im Spielaufbau sind auszumachen. Im Ernstfall leisten sich aber nicht nur die Spieler der Eintracht zahlreiche Fehler, auch der TV verfällt in gewohnte, fehlerbehaftete Muster. „Es ist ein Dauerthema für uns, dass wir in bestimmten Situationen immer wieder vom ausgegebenen System ausbrechen und nicht nachvollziehbare Fehler machen“, erklärte Eyjólfsson gegenüber dem Gießener Anzeiger.

Der TV Hüttenberg blickt auf eine langjährige Zugehörigkeit zur ersten und zweiten Handball-Bundesliga zurück. Bis 1985 spielte der TV 15 Jahre lang in Deutschlands höchster Spielklasse. In den 1990er Jahren überflügelte der direkte Lokalrivale HSG Wetzlar den TVH, der ab 1998 in der Regionalliga an den Start ging. Seit 2004 gehört die Mannschaft – mit einjähriger Pause – wieder der zweiten Handball-Bundesliga an. Nach dem Sieg in der Relegation über GWD Minden erfolgte in der Saison 2010/2011 ein einjähriges Gastspiel in der ersten Handball-Bundesliga. In der Vorsaison sicherten sich die Mittelhessen mit einer starken Rückrunde den Klassenerhalt in der zweiten Liga.

In der Winterpause verstärkte sich Hüttenberg nicht nur auf der Trainerposition, sondern nahm auch den Isländer Ragnar Jóhannsson sowie den Bosnier Damir Doborac unter Vertrag. Zusammen mit Alois Mráz bilden die beiden das Trio ausländischer Akteure, denn zum 24 Spieler umfassenden Kader zählen ansonsten nur deutsche Spieler, von denen nicht weniger als 17 erst ab 1990 das Licht der Welt erblickten. Eine erneute Parallele, denn beide Teams setzen somit vorwiegend auf deutsche Talente.
Nachdem Mirko Jaissle in der Vorwoche für Coach Berchten eingesprungen war, wird der Schweizer dieses Mal wieder an der Seitenlinie die Geschicke des Zweitligisten leiten. Gemeinsam mit den Fans der Roten Wand will die Berchten-Sieben endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis einfahren, auch wenn das Hinspiel mit einem deutlichen Sieg für die Mittelhessen endete.

Quelle: Eintracht Baunatal

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