Dezimierte MT konnte Magdeburg nur bedingt Paroli bieten



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Nur phasenweise konnte die MT Melsungen den SC Magdeburg beim 21:27 (10:13) vor 4.112 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle wirklich fordern. Bis kurz vor Halbzeit lebte bei ausgeglichenem Spielstand auch die Hoffnung auf Zählbares am Ende. Dann erspielten sich die Gäste innerhalb weniger Minuten einen komfortablen Vorsprung und gaben ihn nicht mehr aus der Hand. Nenad Vuckovic, Michael Müller und Momir Rnic trafen je viermal für die Gastgeber, bei Magdeburg zeichnete sich Matthias Musche mit sieben Treffern aus.

Hiobsbotschaft für die MT schon vor dem Anpfiff. Beim Aufwärmen verletzte sich mit Rechtsaußen Johannes Sellin der zuverlässigste Torschütze der Saison und gesellte sich ebenso zu den Langzeitverletzten Gabor Langhans und Marino Maric wie auch Felix Danner. Zusammenrücken war also angesagt, und das ausgerechnet gegen die durch den Erfolg gegen Kiel so selbstbewusst angereisten Magdeburger.

Die legten auch gleich los wie die Feuerwehr. Keine 30 Sekunden waren gespielt, da zappelte das Leder, abgefeuert von Michael Damgaard, erstmals im Netz hinter Johan Sjöstrand. Das drehten Arjan Haenen und Nenad Vuckovic zwar jeweils per Tempogegenstoß in eine kurzzeitige MT-Führung, doch dann übernahm der SCM wieder das Zepter.

Stimmen zum Spiel

Michael Roth: Glückwunsch an den SCM zum verdienten Sieg. Wir waren anfangs schon gut im Spiel, haben aber wieder einmal einige freie Bälle nicht reingemacht. So baut man dann den Gegner auf. Wir kamen zwar trotzdem nochmal auf 10:10 ran, die Halle war richtig da und hinter uns, dann werfen wir wieder drei Bälle zum Gegner. Wir haben einfach Probleme, unser Spiel in den Griff zu bekommen. Vor allem aus dem Rückraum haben wir eine katastrophale Quote. Was mich auch stört ist, dass einige Spieler bis zum Schlusspfiff durchpowern und bei anderen schon frühzeitig jede Körpersprache fehlt. Wir müssen uns jetzt sammeln, um am Samstag gegen die Spanier zu bestehen uns anschließend in eine kleine Pause gehen zu können.

Bennet Wiegert: Ich bin sehr zufrieden, dass wir heute hier bestanden haben. Wir haben gut in die Partie gefunden und konnten uns schnell absetzen, hatten dann aber ein kleines Loch, so dass Melsungen auf 10:10 herankam. Nach einer Auszeit haben wir den Schalter aber nochmal umlegen können. Wir wussten auch, dass wir uns in der zweiten Hälfte nicht nochmal einen Durchhänger leisten können, haben auf 22:15 erhöht und das souverän zu Ende gespielt. Vielleicht sogar etwas zu locker. Am Ende ist der Sieg vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, aber uns geht es im Moment recht locker von der Hand.

Axel Geerken: Die jetzige Phase, in der wir uns befinden, ist ein Sammeln von Erfahrungen. Wir haben gewusst, dass uns das nach der erfolgreichen letzten Saison passieren kann und haben davor auch gewarnt. Nun ist es so gekommen und wir haben gerade im Moment durch die Vielzahl an Spielen kaum Gelegenheit, daran im Training etwas zu ändern. Wir brauchen die jetzt kommende Nationalmannschafts-Pause nach dem Europacup-Spiel und werden versuchen, uns da wieder zu sammeln.

Das nächste Spiel:
EHF-Cup Gruppenphase, Rückspiel:
Sa., 11.03.17, 19:30 Uhr, MT Melsungen vs. Helvetia Anaitasuna (ESP), Rothenbach-Halle Kassel
© Info: MT-Presseteam                                     Fotos: M.Kittner



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