DHB-Pokal: MT verliert Krimi gegen R-N Löwen mit 21:22



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DSC_7244Was für ein Pokalfight! Die MT Melsungen unterliegt einem an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Viertelfinal-Duell den Rhein-Neckar Löwen nach einem 11:15-Halbzeitrückstand mit
21:22. In der Beim 21:21 sind noch vier Sekunden zu spielen, als Appelgren mit der Fußspitze einen von Michael Müller platziert geworfenen Ball aus dem linken unteren Eck bugsiert. Das Spielgerät
landet, wie auch immer, zufällig bei Timm Schneider, der damit im Zurücklaufen noch einen Schritt macht und den Ball dann schnell fallen lässt. Denn Ballbesitz haben ja die Löwen. Die Schiedsrichter unterbrechen, beraten sich kurz, zeigen dann Schneider die Rote Karte und verhängen obendrein einen Strafwurf gegen die MT. Gensheimer lässt sich diese Chance nicht entgehen und verwandelt zum 22:21-Siegtreffer. Das Spiel ist aus, die MT ist raus.
“Diese beiden Entscheidungen der Schiedsrichter können wir nicht nachvollziehen und wir haben deshalb von dem Recht Gebrauch gemacht, einen Einspruch anzukündigen. Den werden wir sehr kurzfristig mit Hilfe juristischer Unterstützung begründen, da eine eventuelle Verhandlung schon in wenigen Tagen stattfinden könnte”, erklärt Vorstand Axel Geerken die Maßnahme der MT.
Michael Roth: Wir haben schlecht in das Spiel hineingefunden, was sich auch am Vier-Tore-Halbzeitrückstand zeigte. Aber nach der Pause sind wir dann mehr und mehr zurück gekommen, haben das Spiel fast gedreht und hatten ein große Chance, Hamburg zu erreichen. Es ist sehr schade, dass ein Spiel auf diese Art entschieden wird. Das ist fast auch ein wenig Betrug am Zuschauer. Es gab nicht nur aus meiner Sichte einige klare Entscheidungen gegen uns, die ganz, ganz bitter waren. Das ist schwer zu verdauen. Es geht uns zugegebenermaßen in letzter Zeit nicht alles so einfach von der Hand. Umso beeindruckender war die Leistung in der zweiten Halbzeit, in der wir von der stärksten Mannschaft dieser Liga nur sieben Tore, davon drei Siebenmeter, zugelassen haben. Darauf können wir stolz sein. Wir fühlen uns deshalb auch nicht als Verlierer, haben vielmehr den Handballfans in ganz Deutschland heute gezeigt, warum wir in dieser Saison soweit oben stehen. Es wird nicht einfach, dieses Spiel innerhalb von nur 48 Stunden aus den Köpfen zu bekommen und bereits am Freitag konzentriert in Gummersbach anzutreten.
© Info: B.Kaiser         Foto: M.Kittner



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