Dramatik und Spannung in der Nacht am Bieberer Berg



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DSC_0500Schade, unsere Kasseler Löwen verlieren Pokaldrama in Offenbach 7:8 trotz starker Leistung.
Es sollte nicht sein! Der KSV Hessen hat am Dienstagabend trotz einer fantastischen Leistung das Pokaldrama bei Kickers Offenbach mit 7:8 nach Elfmeterschießen verloren. Vor 3.600 Zuschauern auf dem Bieberer Berg brachte erst der 18. Elfmeter die Entscheidung. Zuvor stand es nach nervenaufreibenden 120 Pokalminuten 0:0. Damit steht Offenbach im Finale des Hessenpokals und kämpft am 4. Mai gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden um den Einzug in den DFB-Pokal
Es waren spannende 120 Minuten, es waren hochklassige 120 Minuten, es waren denkwürdige 120 Minuten auf dem Bieberer Berg in Offenbach. Es war ein Spiel, von dem man noch in einigen Jahren sprechen wird.
Erst kurz vor 23 Uhr wurde diese Partie durch den 18. Elfmeter entschieden. Der OFC hatte mehr Glück und setzte sich mit 8:7 durch. Während zunächst Offenbachs Maik Vetter den dritten OFC-Elfmeter nicht verwandeln konnte, scheiterte direkt danach KSV-Innenverteidiger Henrik Giese. Das Drama ging weiter, bis Offenbachs Torwart Daniel Endres den Schuss von Freric Brill abwehren konnte und anschließend selbst verwandelte.
Zuvor sahen die knapp 3.600 Zuschauer ein packendes und fantastisches Fußballspiel. Es war mit Abstand die stärkste Saisonleistung der Löwen, die stabil standen, wenig zuließen, aber immer wieder für feine Nadelstiche sorgten. Und auch wenn der OFC die größeren Spielanteile hatte – die dicksten Möglichkeiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, hatten die Löwen. So in der 73. Minute: Plötzlich lief Sergej Evljuskin frei auf das Offenbacher Tor zu, legte quer zu Tobias Damm – doch Endres rettete seinen Kickers mit einer tollen Parade zumindest die Verlängerung. In dieser sorgte Mike Feigenspan für einen Adrenalin-Schub: Nach einem kurz ausgeführten und dann abgewehrten Eckball, kam der 20-jährige Löwen-Stürmer im Strafraum zum Schuss und knallte den Ball mit dem Vollspann an die Latte. Aber auch die Kickers hatten einige gute Szenen, die der überragende Kevin Rauhut im Löwen-Tor immer wieder vereiteln konnte.DSC_0910
Doch der Reihe nach. Bei den Löwen stand Tobias Damm in der Startelf, er spielte vorne zentral in der Mitte. Sylvano Comvalius musste zunächst draußen bleiben und wurde erst kurz vor dem Elfmeterschießen eingewechselt.
Die erste Möglichkeit hatte der KSV bereits in der dritten Minute, als Marco Dawid nach einer Flanke von Nicolai Lorenzoni Pech hatte. Anschließend war es Rauhut, der mit tollen Paraden die Kickers zur Verzweiflung brachte. In der 31. Minute lenkte er einen abgefälschten Ball zur Ecke und entschärfte kurz danach einen weiteren Versuch von Pintol. Beide Mannschaften spielten auf höchsten Niveau mit vollem Einsatz. Auch in der zweiten Halbzeit und der Verlängerung ging es auf beiden Seiten hin und her, es war eine mitreißende Fußballpartie. In der am Ende unglückliche Löwen den Platz als Verlierer verlassen mussten. In einem Fußballspiel, das keinen Verlierer verdient gehabt hätte.
© O. Zehe / M.Kittner



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