EHF-Cup: Souverän in die Gruppenphase

28. November 2016
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dsc_6946kleinMit einem ungefährdeten 32:20 (16:11)-Sieg gegen den kroatischen Vertreter HCHC Zamet zog die MT Melsungen nach ihrem 34:23-Auswärtssieg vor Wochenfrist an der Mittelmeerküste in die Gruppenphase des EHF-Cups ein. Die Melsunger ließen von Beginn an keine Zweifel aufkommen an ihrem Willen, auch das Rückspiel deutlich zu gestalten. Das gelang durch eine konzentrierte Vorstellung und einen Michael Allendorf in Torlaune, der mit 13 Toren, davon vier Siebenmeter, zum Top-Torschützen avancierte. Für Zamet war Tin Lucin viermal erfolgreich.

Die MT wartete in der Startformation mit zwei Änderungen auf. So begann René Villadsen im Tor und Arian Haenen auf der rechten Außenbahn. Am Kreis durfte Marino Maric gegen seine kroatischen Landsleute ran und wurde für sein 3:2 auch von den wenigen kroatischen Fans in der Halle lautstark beklatscht (3.). Wie überhaupt die Stimmung trotz des bereits klar gewonnenen Hinspiels sehr gut war. Das lag sicher auch daran, das beide Mannschaften zunächst mit offenem Visier spielten. Hin und her ging es, nahezu jeder Wurf war in Treffer. Als Michael Allendorfs Siebenmeter zum 5:4 einschlug, waren nicht einmal fünf Minuten absolviert.

Der Linksaußen war es auch, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Nicht nur von der Strafwurflinie traf er, sondern auch im Gegenstoß oder aus dem gebundenen Spiel heraus. Sechsmal allein bis zum 10:6 und der ersten Auszeit von Zamets Trainer Valter Matosevic (15.). Da hatte Melsungen vier Treffer in Folge erzielt, nach dem TimeOut legten Arjan Haenen und einmal mehr Allendorf per Doppelpack nach – 13:6 (19.).

Danach erst kamen die Gäste wieder etwas besser ins Spiel. Insbesondere durch ihren Halblinken Tin Lucin, der zuvor noch per Siebenmeter am eingewechselten Svetislav Verkic gescheitert war. Mateo Hrvatin verkürzte sogar auf 15:10 und Paulo Grozdek noch einmal zum Pausenstand, nachdem zwischenzeitlich Michael Allendorf seinen zehnten Volltreffer des Abends gelandet hatte.

Schon zur Pause gab es also keine Zweifel mehr am Weiterkommen der Nordhessen. Michael Roth nutzte diese Sicherheit, um weiter Kräfte für das am Mittwoch anstehende Bundesligaspiel gegen den THW Kiel zu sparen. Svetislav Verkic löste Villadsen in Tor ab, Johannes Golla ging an den Kreis und auch Timm Schneider bekam Spielanteile. Was kurz zu Abstimmungsproblemen führte, die Zamet zum 16:13-Anschluss nutzte (33.).dsc_7209klein

Dann aber griff das Tempospiel der MT wieder. Sechs Tore in Folge zum 22:13, alle ohne Beteiligung von Allendorf, sorgten auch ergebnistechnisch wieder für klare Verhältnisse. Der Linksaußen war aber nach Mateo Hrvatins Tor gleich zweimal per Gegenstoß wieder dran mit seinen Treffern elf und zwölf (24:14, 42.). Ein letztes Mal noch traf er vom Siebenmeterstrich zum 26:15 (45.), dann durfte er die Restzeit von der Bank verfolgen. Der verbleibende Dauer der Begegnung hatte anschließend fast Testspielcharakter.

Denn die Kroaten bauten kräftemäßig ab, Melsungen spielte dagegen locker durch und hatte in Verkic einen prima Rückhalt. Der Serbe hielt den Kasten mehrfach minutenlang sauber und seine persönliche Quote konstant bei über der Hälfte gehaltenen Bällen. Obwohl sich vorn Konzentrationsschwächen bemerkbar machten und längst nicht mehr jeder Ball drin war, kamen die Gäste nicht mehr in den einstelligen Differenzbereich. Dener Jaanimaa setzte schließlich den Schlusspunkt zum 32:20 und brachte damit den ungefährdeten Sieg heim, der die MT Melsungen auch formal in die Gruppenphase des EHF-Cups brachte.

Stimmen zum Spiel

Michael Roth, Trainer MT Melsungen: Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Spielen. Man hat gesehen, dass Zamet körperlich klar unterlegen war. Aber uns hat es gut getan, mal aus dem Bundesliga-Trott rauszukommen. Wir haben jetzt ein schweres Ligaprogramm vor uns und müssen sehen, dass wir auch mal ein Spiel gewinnen, das nicht auf der Agenda steht. Dazu gibt’s am Mittwoch gegen Kiel gleich die erste Gelegenheit.

Igor Marijanovic, Trainer HC Zamet: Es war wie ein Geschenk, dass wir im Europacup einmal gegen eine Mannschaft aus der deutschen Bundesliga antreten durften. Das war eine völlig neue Erfahrung für uns. Wir haben gesehen, dass wir in Kroatien noch viel arbeiten müssen, um an dieses Niveau heranzukommen.

Marino Maric, Kreisläufer MT Melsungen: Vorletzte Saison durfte ich als Kroate mit der MT noch gegen Nexe spielen, nun gegen Zamet. Das war klasse. Wir haben unsere Aufgabe konzentriert erledigt, müssen nun aber wieder nach vorn schauen, das Positive mitnehmen und alle geben, um auch in der Bundesliga erfolgreich zu sein.

Tin Lucin, Spielmacher HC Zamet: Diese Auslosung war ein Geschenk und eine große Motivation für die weitere Karriere. Überhaupt hierher zu kommen über Gegner wie Créteil und Bukarest war schon eine große Überraschung.

Die nächsten Spiele:

Mi., 30.11.2016, 20.15 Uhr: MT Melsungen – THW Kiel

Info: MT-Presseteam              Fotos: M.Kittner



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