Eine sehenswerte 2. Halbzeit des KSV Hessen



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aDSC_4580Löwen holen Punkt gegen starke Hoffenheimer

Immerhin einen Punkt gerettet! Der KSV Hessen erreichte am Samstagnachmittag vor 1.172 Zuschauern ein 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen die starke U-23 der TSG Hoffenheim. Die Gäste gingen in der 35. Minute durch einen sehenswerten Freistoß von Baris Atik in Führung, welche Silvano Comvalius in der 71. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter ausgleichen konnte.

Es war keine leichte Aufgabe für die Löwen, vier Tage nach dem unglücklichen Pokal-Aus in Offenbach wieder in die Spur zu kommen. Zum einen ein Gegner, der in diesem Jahr noch kein Spiel verloren hat und mit extrem breiter Brust nach Kassel gereist ist. Dann die mentale Leere nach dem dramatischen Spiel auf dem Bieberer Berg. Und dazu pfiff der KSV personell aus dem letzten Loch. Gegen den Bundesliga-Nachwuchs der Kraichgauer mussten die Löwen nicht nur auf die gesperrten Henrik Giese und Nicolai Lorenzoni, sondern auch auf Tobias Damm (Wadenprobleme) und Frederic Brill (Außenbandreizung) verzichten. So rückte Kapitän Tobias Becker in die Innenverteidigung, Tim Philipp Brandner spielte hinten auf der linken Außenbahn. Zudem standen gegenüber dem Pokalspiel Dennis Lemke, Hasan Pepic und Sylvano Comvalius in der Startelf. So hatte Matthias Mink mit Rolf Sattorov, Pascal Itter, Najjel Najjer und Benjamin Girth nur noch vier Feldspieler auf der Bank zur Verfügung. Dabei hatten die beiden erstgenannten bisher keinen Einsatz in der ersten Mannschaft, Najjer kam auf gerade einmal 56 Minuten in dieser Spielzeit.

Der KSV stand in der ersten Halbzeit in der Defensive konzentriert, brachte aber nach vorne nur wenig zustande. Aber auch Hoffenheim, das spielerisch durchaus gefällig wirkte, fehlte im Angriff zunächst die Durchschlagskraft. So gab es zunächst auf beiden Seiten kaum Strafraumszenen. „Wir waren nach dem harten Spiel in Offenbach noch körperlich mit uns am ringen“, erklärte Matthias Mink. Die erste richtig gute Chance hatte die TSG, als Felix Lohkemper in der 21. Minute frei vor Kevin Rauhut auftauchte, aber am Löwen-Keeper scheiterte. Mit der zweiten Torchance gingen die Gäste in der 35. Minute in Führung: Einen Freistoß aus halblinker Position zirkelte Baris Atik aus 20 Metern zur Gästeführung ins Netz. Vor der Pause hatte der KSV noch eine Gelegenheit, doch Sergej Schmik scheiterte nach Pepic-Freistoß deutlich, als er den Ball direkt mit vollem Risiko nahm (43.).bDSC_4577

Nach dem Seitenwechsel zeigte Rauhut erneut eine gute Reaktion, als Yannick Thermann auf das Löwen-Tor köpfte (47.). Auf der anderen Seite musste TSG-Torwart Gregor Kobel gegen Dennis Lemke retten. Hoffenheim wurde nun immer gefährlicher, überbrückte das Mittelfeld mit guten Kombinationen. In der 60. Minute hielt erneut Kevin Rauhut die Löwen im Spiel, als Thermann völlig frei vor dem KSV-Torhüter auftauchte, dieser aber mit einer tollen Reaktion retten konnte. Und beinahe hätte ein weiterer Freistoß von Baris Atik (68.) für die Entscheidung gesorgt. „Das Hofffenheim diese Chancen vergeben hat, war für uns ein Zeichen, das doch noch was gehen kann“, sagte Mink.

Und so kam es: Nach einem Foul von Benedikt Gimber an Marco Dawid, zeigte Schiedsrichter Thorsten Braun nicht nur auf den Punkt, sondern gab dem Hoffenheimer auch Gelb-Rot (70.). Sylvano Comvalius verwandelte den anschließenden Elfmeter sicher und routiniert zum 1:1. Dem eingewechselten Kingsley Schindler bot sich noch eine große Chance für Hoffenheim (77.), doch ansonsten hatte der KSV, nun mit einem Mann mehr, das Heft in der Hand. Am Ende waren die Löwen dem Sieg näher als die spielfreudigen Gäste: Comvalius verpasste in der 86. Minute eine Flanke von Pepic, kurz danach vergaben Feigenspan und abermals Comvalius (89.). In der Nachspielzeit versuchte es Dennis Lemke mit einem Distanzschuss, doch auch der ging knapp über das Gehäuse der Hoffenheimer.

Das nächste Spiel bestreiten die Löwen bereits am Freitag (19 Uhr) bei Eintracht Trier, der kommende Gegner im Auestadion ist Neckarelz am 23. April (14 Uhr).
© O.Zehe / M.Kittner



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