Geballte Frauenpower auf dem Feld

Nach knapp zwei Stunden voller Kampfgeist und mit Tränen der Freude und Erleichterung in den Augen liegen sich die FSV Elfen in den Armen und fahren ihren achten Triumph in Folge ein. Voller Stolz strecken die Gastgeberinnen die Punktetafel, die 16:14 anzeigt, nach dem 5-Satz-Krimi gegen den SSC Bad Vilbel in die Höhe: 22:25, 25:11, 18:25, 25:16, 16:14 heißt es am Ende für das Team von Coach Thorsten Vockenroth.
Die klar formulierte Taktik des Trainers lautete: Konsequente Doppelwechsel sowie der Einsatz beider Liberas sollten zum gewünschten Erfolg führen. Satz 1 begann auf beiden Seiten stark, die Motivation war auch für die zahlreichen Zuschauer auf den Rängen zu spüren. Keine der beiden Mannschaften gab einen Ball verloren, die FSV’lerinnen suchten noch nach den Lücken in der gegnerischen Abwehr. Denn Bad Vilbel agierte stark, war flink unterwegs und setzte die Elfen unter Druck. Am Ende entschied nur das Fünkchen Glück auf Seiten der Bad Vilbelnerinnen (22:25).
Im zweiten Durchgang bewiesen die Bergshäuserinnen ihr Können, auch wenn Bad Vilbel besser in den Satz startete. Eine konstante Annahme ermöglichte es dann den Zuspielerinnen Bianca Grünewald und Alexandra Steinbach-Krug die Angreiferinnen auf allen Positionen einzusetzen. Besonders wichtig war an diesem Tag, viele Bälle über die Mittelangreifer zu spielen, da der recht große Block der Gegnerinnen gut stand und viele Bälle abfischte. Eine Aufschlagserie führte am Ende zu einem deutlichen 25:11-Satzgewinn.
Der verflixte dritte Satz nahte, der sich mal wieder von seiner besten Seite zeigte, allerdings für Bad Vilbel. Diese schafften es die Annahme stark unter Druck zu setzen, den Spielerinnen der FSV gelang es nicht, die Bälle sauber zum Zuspieler zu bringen. Die Konsequenz daraus war eine acht Punkte Führung für die Südhessinnen. Elfen-Coach Vockenroth sagte in der Auszeit: „Mädels, jetzt ist alles egal. Haut einfach auf die Bälle.“ Gesagt, getan. Doch es gelang den Damen nur noch, Ergebniskorrektur zu betreiben. (18:25)
Aufgeben gibt es nicht, alle Spielerinnen auf und neben dem Feld spürten, das heute alles möglich ist – die Motivation und Spielfreude stimmten, der Ehrgeiz war für alle Beteiligten spürbar und der Adrenalinpegel war hoch. Jede Spielerin war bereit, auch die verloren geglaubten Bälle zu erlaufen, jede kämpfte für die andere. Einige wichtige Blockaktionen und die variabel gespielten Angriffskombinationen machten es für die Gegnerinnen schwer, den Block frühzeitig zu platzieren. Eine geringe Fehlerquote im Aufschlag und der unbändige Wille führten die Damen somit in den fünften Durchgang (25:16).
Mit ihrem Lieblingssong im Ohr, begaben sich die FSV Spielerinnen auf das Feld. Doch das Bad Vilbelner Team wollte selbstverständlich ebenfalls die Partie für sich entscheiden und demonstrierte dies auch. Die Konsequenz: 1:6 und 6:11 Rückstand für die Elfen. Beim Seitenwechsel, auf die glücksbringende Seite, klopfte man sich gegenseitig noch einmal auf die Schulter und jede Spielerin fasste sich ein Herz. Seite an Seite, Spielerin für Spielerin erfüllte nun ihre Aufgabe, eine Mannschaftsleistung wie sie im Buche steht. Der Ausgleich war geschafft (14:14) und nun führte ein starker Angriff und ein Aufschlag zum Freudentaumel und zu lautstarken Jubelrufen. Gemeinsam fand man sich in der Feldmitte zusammen und lag sich in den Armen (16:14). Was für ein Match, was für eine tolle Mannschaft! Ein tolles Spiel gegen eine sehr faire und sympathische Mannschaft aus Bad Vilbel.
Auch wenn der achte Sieg und der fast fehlerfreie Rückrundendurchmarsch immer noch keine Veränderung in der Tabelle bringt, darf man stolz auf sich sein. Kommenden Samstag spielen die FSV Damen erneut in der eigenen Halle, dieses Mal treffen sie auf das Team aus Groß – Karben. Am 17.03., 19 Uhr, freuen sich die Bergshäuserinnen auf ihr Fans zum letzten Heimspiel in dieser Saison.
Mannschaft: Albrecht, U., Dehnert, T., Grünewald, Ba., Grünewald, Bi., Korell, N., Krug, J., McNamara, K., Naumann, B. M., Pollmann, L., Reißig, L., Sander, J., Schulz-Wulf, T., Steinbach-Krug, A., Selle, C., Spiller, S., Wieja, C.; Trainer: Vockenroth, T.
© L.Reißig / M.Kittner

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