Huskies scheiden nach großem Kampf aus



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Nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Dienstag und dem gleichbedeutenden 0:3 in der Halbfinal-Serie gegen die Löwen Frankfurt hieß es für die Kassel Huskies in Spiel 4 „Do or Die!“. Wollte man die Saison um mindestens ein Spiel verlängern, musste im heutigen Heimspiel ein Sieg her. Die Voraussetzungen für ein tolles Eishockeyspiel waren geschaffen. 5.137 Zuschauer sorgten von Beginn an für eine Gänsehautatmosphäre in der Eishalle.
Die Huskies begannen nervös, so dass die Löwen zunächst mehr von der Partie hatten. Markus Keller – zuletzt verstärkt im medialen Fokus – sorgte aber zügig für Ruhe bei seinen Vorderleuten, so dass auch der Husky-Schlitten bald in Fahrt kam. Begünstigt durch eine doppelte Überzahl fanden die Nordhessen als erste den Weg auf die Anzeigetafel. Derek DeBlois hatte den Angriff von der blauen Linie aus eingeleitet, Braden Pimm gedankenschnell auf Klinge im Slot gepasst, der von dort aus keine Probleme hatte Brett Jaeger im Tor der Frankfurter zu überwinden (11.). Doch die Löwen blieben – vor allem durch Aktionen der Breitkreuz-Brüder – stets gefährlich. Sowohl Clarke (12.) als auch Brett (18.) ließen ihre Chancen zunächst allerdings ungenutzt. Und weil auch Topscorer Pistilli Sekunden vor Drittelende seinen Meister in Keller fand, blieb es nach 20 Minuten beim 1:0 für die Huskies.
Im zweiten Abschnitt wurde es dann wild. Keine 30 Sekunden waren nach Wiederbeginn gespielt, da erzielten die Löwen bereits den Ausgleich. Matt Tomassoni schoss von der blauen Linie einen Schlittenhund an, der den Puck unhaltbar zum 1:1 abfälschte (21.). Was dann folgte war ein Schlagabtausch der besonderen Art. Doch der Fokus rückte zunächst auf Hauptschiedsrichter Lasse Kopitz, der mit seinen Entscheidungen für Unmut in beiden Fanlagern sorgte. Den jeweils agierenden Powerplay-Formationen war dies jedoch egal. C.J. Stretch war bei 5-gegen-3 erfolgreich und brachte die Löwen erstmals am heutigen Abend in Führung (25.), indem sein Querpass von Marco Müller unglücklich ins eigene Gehäuse abgefälscht wurde. Doch es kam noch schlimmer aus Kasseler Sicht. Durch einen unnötigen Puckverlust im eigenen Drittel begünstigt, besorgte Verteidiger Pawel Dronia gar das 1:3 (30.). Doch die Nordhessen kämpften sich zurück. Binnen fünf Minuten brachten DeBlois (32.) und Carciola (34.) die Huskies jeweils wieder in die Partie. Doch die Freude hielt nur kurz. Anderthalb Minuten nach dem Ausgleich traf Gawlik über Kellers Fanghand zum 3:4 (36.) und als ob das Glück einfach nicht mit dem Huskies im Bunde sein wollte, sprang eine am Schlittschuh von Kopitz hängen gebliebene Scheibe direkt auf die Kelle von Richard Mueller, der aus kurzer Distanz gar das 3:5 besorgten (39.). Doch wer dachte die Huskies würden nun aufstecken und sich ihrem Schicksal ergeben, irrte. Mit einem blitzsauber ausgespielten Konter kurz vor Drittelende holte Adriano Carciola die Kasseler nochmal auf Schlagdistanz ran (40.), so dass das Schlussdrittel gewaltig Spannung versprach.
Und diese Spannung trieben beide Mannschaften auf den Höhepunkt. Die Huskies erwischten den erhofften Traumstart. Braden Pimm traf nur 54 Sekunden nach Wiederbeginn per Konter zum 5:5 und brachte die Stimmung damit endgültig auf den Siedepunkt. Doch auch jetzt hatten die Löwen wieder eine Antwort parat. Erneut war es Breitkreuz, der Keller überwinden konnte und auf 5:6 stellte. In der Folge war es ein Spiel auf Messers Schneide. Die tolle Kulisse in der altehrwürdigen Eissporthalle peitschte ihr Team weiter nach vorne. Und die Zuschauer wurden belohnt. Mit einer Energieleistung zog Phil Hungerecker in der 51. Spielminute über den rechten Flügel vor Jaegers
Tor und überwand diesen auf der Stockhandseite. Doch als sich schon alle auf ein Unentschieden und die daraus resultierende Verlängerung eingestellt hatten, holten die Löwen zum finalen Schlag aus. Anderthalb Minuten vor Schluss beförderte Pawel Dronia aus kurzer Distanz die Scheibe über die Linie und sorgte für Extase bei rund 400 mitgereisten Löwen-Fans. Rico Rossi zog noch den Torhüter vom Eis, doch die letzte Patrone im Lauf der Huskies war verschossen. Die Löwen siegten – am Ende verdient – mit 6:7 und treffen nun im Finale der DEL2 auf die ebenfalls am heutigen Abend erfolgreich gewesenen Bietigheim Steelers.
Der Gänsehautmoment der Partie gehörte aber den Kasseler Fans, die ihre Mannschaft noch lang über das traditionelle Shakehands hinaus frenetisch feierten und einmal mehr auf die Eisfläche zurückriefen. Manuel Klinge nutzte die Gelegenheit und richtete dankende Worte an die treuen Anhänger. Damit fanden die Mannen von Cheftrainer Rico Rossi – trotz des bitteren Ausscheidens – ein versöhnliches Ambiente, um sich in die Sommerpause zu verabschieden.
Die Kassel Huskies gratulieren den Löwen Frankfurt hiermit ausdrücklich zum verdienten Einzug ins Finale.
Info: Huskies Medienteam                        Foto: Diekmann



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