Huskies unterliegen knapp den Roten Teufeln aus Bad Nauheim

huskies-bad-nauheim1-6698Kasseler Playmate Jessica Czakon eröffnete das Spiel. Ein optisches Highlight schon zu Beginn des Hessenpokalspiels.

Das letzte Spiel des zwischen den hessischen Topteams aus Frankfurt, Bad Nauheim und Kassel ausgetragenen Hessen Cups fand am heutigen Abend in Kassel zwischen Huskies und den Roten Teufeln statt. Das Spiel selbst hatte im Grunde nur noch Prestigecharakter, da sich der Zweitligist aus der Wetterau den Titel bereits vorzeitig gesichert hat. Die klare Favoritenrolle, die eigentlich bei den klassenhöheren Teufeln liegen sollte, war beim Blick auf den Spielberichtsbogen hinfällig, da die Wetterauer von massiven Verletzungssorgen geplagt sind und ihren heutigen Kader mit insgesamt sieben Nachwuchsspielern auffüllen mussten.

Domenic Bartels im Bad Nauheimer Tor, der den ebenfalls verletzten Thomas Ower vertrat, bekam in der fünften Spielminute erstmals zu tun, behielt bei Distanzschüssen von Klinge und Wycisk aber die Übersicht. Auf der Gegenseite musste Huskies-Torhüter Boris Ackers erstmals nach sieben Minuten eingreifen, als Michael Dorr ihn bei einem Konter mit einem Handgelenksschuss prüfte. Nach torlosen dreizehn ersten Minuten sahen die 1.480 Zuschauer bis zur ersten Pausensirene noch vier Treffer. Die Huskies legten innerhalb von nur 57 Sekunden vor: Schwab mit einem Kracher in den Winkel nach schönem Glusanok-Pass (14.) und Christ im Rebound (15.) sorgten für eine 2:0-Führung, die Tim May frei vor Ackers (16.) und Alexander Baum per Schlagschuss (18.) egalisierten.

Die Schlittenhunde starteten druckvoll ins zweite Drittel, konnten jedoch ihre Chancen in Überzahl nicht nutzen und hatten Pech, als Branislav Pohanka nach 24 Minuten nur den Pfosten traf. So waren es die Gäste, die eiskalt ihre erste echte Torchance zur erstmaligen Führung verwerteten. Jason Pinizzotto traf nach einem Alleingang zum 2:3 in der 30. Spielminute. Allerdings waren die Huskies um eine schnelle Antwort nicht verlegen, keine Minute später glich Pohanka auf Vorlage von Tobi Schwab zum 3:3 aus. Mit diesem Remis ging es in den Schlussabschnitt, auch weil Schwab bei einem erneuten Gewaltschuss nach 33 Minuten zu genau zielte und an der Latte scheiterte.

Das letzte Drittel begann mit einem Rückschlag für die Nordhessen. Einen Flachschuss von Sven Schlicht fälschte Spöttel zur 4:3-Führung für die Gäste ab. Zwar konnten sich die Schlittenhunde sich bis in die 57. Spielminute hinein keine Ausgleichschance erspielen, allerdings war es dann mehr oder weniger aus heiterem Himmel Kapitän Manuel Klinge, der eine scharfe Hereingabe von Kyle Doyle zum 4:4 über die Linie drückte. Dieser Treffer gab den Blau-Weißen nochmals Rückenwind, sie wollten nun den Sieg in der regulären Spielzeit erzwingen. Chancen dazu gab es tatsächlich noch, jedoch scheiterte Tobi Schwab mit einem Schlagschuss zum zweiten Mal an diesem Abend am Gestänge und Artjom Kostyrev zielte bei einem Alleingang über die rechte Angriffsseite etwas zu hoch.

So ging es in die Verlängerung, in der nochmal Hektik auf kam. Huskies-Center Kyle Doyle geriet nach einer Berührung mit ECN-Torhüter Bartels ins Straucheln und berührte dadurch unabsichtlich einen Hauptschiedsrichter. Dieser wertete die Berührung als „Angriff auf Offizielle“ ahndete dies mit einer Matchstrafe. Nach Spielende wurde den Offiziellen Videomaterial vorgelegt, aus dem hervorgeht, dass Doyle durch Fremdeinwirkung ins Straucheln geriet und den Hauptschiedsrichter versehentlich berührte. Dies wurde daraufhin von den Hauptschiedsrichtern im Zusatzbericht entsprechend vermerkt.

Da auch in der Verlängerung keine Tore fielen, musste das Penaltyschießen über den Sieger entscheiden. Hier entschärfte Domenic Bartels die Versuche von Pohanka und Klinge, während Dorr und Oppolzer für die Roten Teufel den knappen 5:4-Sieg nach Penaltyschießen sicherstellten.

Die Torschützen:

1:0 Schwab (Glusanok, Engel) 13:33 EQ
2:0 Christ (Bilich, Stein) 14:30 EQ
2:1 May (Oppolzer, Götz) 15:47 EQ
2:2 Baum (Pietsch, May) 17:39 PP1
2:3 Pinizzotto 29:25 EQ
3:3 Pohanka (Schwab) 30:22 EQ
3:4 Spöttel (Schlicht) 42:43 EQ
4:4 Klinge (Doyle, Christ) 56:59 EQ
4:5 Dorr PS

Strafminuten:

Kassel  8 + Matchstrafe Doyle
Bad Nauheim  12 + 10 Bartels
Schiedsrichter: Hoppe (Frankfurt) / Hurtik (Darmstadt)
Zuschauerzahl: 1.480

Quelle: Huskies-Medienteam Fotograf: M.Kittner (MK)

M.Kittner

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