Huskies verlieren erstes Halbfinale in Frankfurt

Zum ersten Duell im DEL2-Playoffhalbfinale gegen die Löwen Frankfurt traten die Kassel Huskies mit Ausnahme der Langzeitverletzten in Bestbesetzung an. Selbiges galt für die Gastgeber aus Südhessen, die wieder auf den zuvor verletzten Christoph Gawlik zurückgreifen konnten.
Nachdem die Huskies in den ersten Minuten leichte optische Vorteile besaßen, kamen die Löwen anschließend besser ins Spiel. Brett Breitkreuz verfehlte nach Pistillis Querpass jedoch genauso das Tor wie Stephan und Tomassoni wenig später aus der Distanz. Dennoch standen die Huskies recht stabil in der Abwehr und nahmen immer wieder das Tempo aus den Angriffen der Gastgeber heraus.
Ein Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten brachte Kassel dann aber ins Hintertreffen. Nach 13 Minuten verloren die sie hinter dem eigenen Tor den Puck, der anschließende Flachschuss von Gläßl wurde von einem Schlittenhund zum 1:0 abgefälscht. Und zwei Minuten später war es Brett Breitkreuz, der einen Rebound nach Stretchs Schlenzer zum 2:0 über die Linie drückte.
Nun waren die Huskies gefordert. Nur wenige Sekunden nach dem zweiten Gegentreffer zog Carter Proft nach Innen, sein Schuss ging aber knapp über das Gehäuse. Und eineinhalb Minuten vor der Sirene war es Hanusch, der mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz an Jaeger scheiterte und damit die dickste Chance der Nordhessen nicht verwertete.
Bereits nach 15 Sekunden hätte Löwe Richard Mueller für eine frühe Vorentscheidung sorgen können, als er über die linke Angriffsseite durchbrach, aber an den breiten Schultern von Markus Keller scheiterte. Im direkten Gegenzug schlugen die Huskies dann zurück und machten das Spiel wieder offen. Braden Pimm wurde von der Grundlinie bedient und netzte aus kurzer Distanz trocken zum 2:1-Anschluss ein. Und nur wenige Sekunden später hatten DeBlois und Ritter sogar den Ausgleich auf dem Schläger, kamen im kurzen Eck aber nicht an Brett Jaeger vorbei.
Dennoch waren die Schlittenhunde nun deutlich besser in der Partie. Gegen abwartende, lauernde Löwen erspielten sie sich immer wieder Tormöglichkeiten. In der 27. Spielminute wurde Michi Christ über rechts auf die Reise geschickt, scheiterte mit seinem Versuch aber an Jaeger. Nach 31 Minuten war es Adriano Carciola, der nach Boiarchinovs-Zuspiel ins kurze Eck zielte, aber auch nicht an Jaeger vorbei kam. Zwei Minuten später wackelte der Löwen-Schlussmann kurz, wehrte einen Handgelenkschuss von Jack Downing nur nach vorn ab, jedoch brachte Ritter den Abpraller nicht im Tor unter. Da Keller drei Minuten vor der zweiten Sirene erneut gegen Mueller auf dem Posten war, ging es mit einem knappen Huskies-Rückstand ins dritte Drittel.
Die fast 7.000 anwesenden Fans in der Frankfurter Eissporthalle erlebten zu Beginn des letzten Drittels beinahe ein Déja-Vue, denn um ein Haar hätte erneut Pimm nach wenigen Sekunden getroffen, jedoch scheiterte er mit seinem Rückhand-Versuch am sicheren Jaeger.
Die kalte Dusche gab es gut zwei Minuten später. Markus Keller konnte einen zentralen Mueller-Schlenzer nicht parieren, der Puck ging zum 3:1 in die Maschen. Kurz darauf hätte Adriano Carciola seine Mannen wieder heranbringen können, er scheiterte mit seinem Penalty jedoch am Löwen-Schlussmann. Anschließend würgten die Schlittenhunde jedoch Hoffnung auf eine Wende mit Undiszipliniertheiten selbst ab. In der 46. Spielminute kassierte Carter Proft 5+Spieldauer, eine gute Minute danach musste auch DeBlois nach Foul an Laub auf die Strafbank wandern. Den Platz nutzten die Gastgeber erneut durch Richard Mueller, der aus dem linken Bullykreis per Direktabnahme auf 4:1 stellte.
Nun war das Spiel entschieden, auch wenn Kevin Maginot nach schönem Solo noch den Anschluss auf dem Schläger hatte. In einer durch Strafzeiten geprägte Schlussphase gelang den Schlittenhunden kein Torerfolg mehr, so dass Spiel 1 mit 4:1 an die Gastgeber ging.
© Huskies Medienteam                Foto: M.Kittner

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