Huskies verlieren Saisonauftakt mit 1:3 gegen die Löwen Frankfurt



Werbung

aDSC_7607.jpgASSaisonauftakt in der Kasseler Eissporthalle!
Um 19:30 Uhr empfing Stadionsprecher Sven Breiter insgesamt 4.373 Zuschauer zum ersten Spieltag der neuen DEL2-Saison. Viel schöner hätte die Liga den ersten Spieltag nicht terminieren können, die Planer schickten mit den Löwen Frankfurt gleich einen ganz dicken Brocken nach Nordhessen. Beide Mannschaften waren bereits in der Vorbereitung aufeinandergetroffen und hatten mit insgesamt 202 Strafminuten keinerlei Fragen darüber offen gelassen, ob sich Nord- und Südhessen ein packendes Derby in der Vorbereitung liefern können. Während auf Frankfurter Seite insgesamt fünf Spieler verletzungsbedingt passen mussten, konnte Rico Rossi seine Mannen in Bestbesetzung aufs Eis schicken.
Trotz dieser konträren Voraussetzungen neutralisierten sich beide Teams zunächst auf dem Eis. Auch nachdem Löwe Clarke Breitkreutz das erste Mal auf der Strafbank Platz nehmen musste und die Huskies folglich zwei Minuten in Überzahl agieren konnten, mussten die Fans auf wirklich brisante Torszenen verzichten. So blieb es den Löwen vorbehalten für die ersten Tormöglichkeiten zu sorgen. Im Powerplay sorgten die Südhessen für ordentlich Betrieb vor dem Tor von Markus Keller, so dass der Kasseler Zerberus gegen Richard Muellers Schuss aus dem Slot erstmals ernsthaft ins Spielgeschehen eingreifen musste. Ex-Husky Tomassonis Schlagschuss vom linken Bullypunkt landete nur am Außennetz. Doch mit fortlaufender Spielzeit fanden auch die Huskies besser in die Partie. Antti Ore musste gegen den heraneilenden Daoust sein ganzes Können aufbringen, um das 0:0 festzhalten (12.). Gegen Jens Meilleurs Direktabnahme wenige Minuten später war der finnische Torhüter der Löwen dann aber chancenlos, das Hauptschiedsrichtergespann Sicorschi / Aicher verweigerte dem Treffer ob eines vermeintlichen Torraumabseits die Anerkennung.bDSC_7826
Im zweiten Drittel wurden die Visiere beider Mannschaften dann etwas hochgeklappt. Nick Mazzolini entwickelte sich immer wieder zum Aktivposten in den Reihen der Löwen. Direkt nach Wiederbeginn fälschte er einen Schlagschuss von Mike Card ab, lenkte diesen aber auch am Tor vorbei. Im Gegenzug prüfte Carnevale nach Vorlage von Manuel Klinge Antti Ore. Gerade im Powerplay spielten sich die Löwen jetzt immer wieder gute Chancen heraus. Zunächst war es abermals Mazzolini, der nach herrlicher Vorlage von Tomassoni in Keller seinen Meister fand. Und nur wenige Sekunden später verdaddelten die Löwen nach schlechtem Wechsel im Lager der Kasseler einen 2-auf-0-Konter, so dass die sprichtwörtliche „Null“ weiterhin auf beiden Seiten Bestand hatte. In der 26. Minute schien der Knoten dann geplatzt zu sein. Manuel Klinge hatte sich hinter Ores Tor den Puck erarbeitet und den vor dem Kasten lauernden Jamie MacQueen erspäht, der dem finnischen Torsteher aus nächster Nähe keine Chance ließ und den ersten Treffer der Saison für die Huskies markierte. Doch wer nun glaubte, die Führung würde den Huskies gut tun, der sah sich getäuscht. Die Löwen zwangen Keller immer häufiger zu sehenswerten Saves. Bei eigener Überzahl verursachten die Schlittenhunde zunächst einen Penaltyschuss, den Richard Mueller aber nicht verwandeln konnte. Und noch in der selben Überzahl gab es eine weitere Breakaway Möglichkeit für Mueller. Wieder triumphierte Keller über den flinken Deutsch-Kanadier. Auch im Powerplay blieben die Löwen gefährlich. Card und Laub konnten ihre Möglichkeiten aber nicht verwerten und scheiterten entweder an Keller oder dem Gestänge.
So behielt die kleine Führung der Huskies bis ins dritte Drittel bestand. Doch mit fortschreitender Spielzeit wurden auch die Chancen der Löwen immer hochkarätiger. In der 45. Minute hatten Mazzolini und Mueller nach Fehler von Carnevale die ultimative Chance auf den Ausgleich, doch der starke Keller hielt die Führung fest. In der 50. Spielminute hatte dann aber auch der Neuzugang aus Augsburg keine Chance mehr auf Abwehr. Mazzolini besorgte aus dem Gewühl das 1:1 und sorgte für reichlich Jubel im Fanblock der Löwen. Und nur eine Minute später schlug der omnipräsente Mazzolini erneut zu. Nur fünf Sekunden hatte Thomas Merl auf der Strafbank verbüßen müssen, da nagelte Mazzolini die Scheibe per Direktabnahme erneut in die Maschen. Binnen 60 Sekunden hatten die Löwen die Partie gedreht. Die Huskies hatten den nun auch noch selbstbewusst agierenden Löwen nur noch wenig entgegenzusetzen. 43 Sekunden vor Schluss brachte der Gast die Partie dann in trockene Tücher und setzten mit dem 1:3 ins leere Tor durch Lukas Laub den Schlusspunkt.

© Text: Tim Rosenthal Fotos: M.Kittner



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