Ja KSV, so geht es!

aDSC_2366kleinJubel über Löwen-Sieg
Das hat am Ende richtig Spaß gemacht! Nach einer etwas zähen ersten Halbzeit und einem 0:1-Pausenrückstand, drehte der KSV Hessen am Samstagnachmittag das Heimspiel gegen Watzenborn-Steinberg und gewann unter dem Jubel der knapp 2.000 Zuschauer verdient mit 2:1. Nach dem Gegentor durch Alessandro Ficara in der neunten Minute, trafen nach der Pause Sergej Schmik (58.) und Tobias Damm (85.).

In den letzten Sekunden hielt es keinen mehr auf seinem Platz. Ersatzspieler, Betreuer und Trainerteam schlichen unruhig auf der Laufbahn im Auestadion umher, als Schiedsrichter Jonas Weickenmeier noch einmal Freistoß für die Gäste gab. Die reguläre Spielzeit war lange abgelaufen, es lief die 93. Minute. Doch es passierte nichts mehr, der Ball ging knapp über das Tor von Niklas Hartmann. Kurz danach war Schluss und im Stadion war eine Stimmung wie lange nicht. Die junge KSV-Mannschaft hat sich mit einer bärenstarken kämpferischen Leistung in der 2. Halbzeit doch noch mit einem 2:1-Sieg belohnt und damit die ersten sechs Punkte in dieser Saison auf der Habenseite.
Doch der Reihe nach. Wie schon am letzten Wochenende in Pirmasens, musste Trainer Tobias Cramer kurzfristig improvisieren. Diesmal war Tobias Damm nach überstandener Rückenverletzung fit, dafür musste Sturmpartner Lucas Albrecht aufgrund einer leichten Knieverletzung draußen bleiben. Wie schon beim FKP kam dadurch Adrian Bravo Sanchez zu einem Einsatz in der Startelf. Zudem fehlte Niklas Künzel, der eine Schwellung am Knie hat.DSC_1683klein
Der Start der Löwen in dieses erste Heimspiel war mehr als holprig. Nach neun Minuten erwischte Alessandra Ficara den Ball aus rund 22 Metern volley und knallte ihn mit einem Sonntagsschuss Marke „Tor des Monats“ unhaltbar für Niklas Hartmann in die Maschen. Danach lief beim KSV nicht mehr viel bis gar nichts zusammen. „Das war richtig schlecht“, kritisierte Cramer die Vorstellung seiner Mannschaft in Durchgang eins. „Zum Glück kassierten wir nicht das 0:2, sonst wären wir Mausetod gewesen“, so der Löwentrainer nach dem Spiel. Nur zwei Minuten nach der Führung war es fast soweit: Drei Watzenborner spazierten völlig unbehelligt durch den KSV-Strafraum, doch der Ex-Offenbacher Markus Müller konnte freistehend vor Hartmann den Ball nicht über die Linie drücken.
In der 38. Minute musste Innenverteidiger Mounir Boukhoutta nach einem Pferdekuss den Platz räumen, für ihn brachte Cramer den flinken Nael Najjer, der ins Mittelfeld rückte, Sergej Evljuskin nahm die Innenverteidigerposition ein. Ein Wechsel, der für den weiteren Spielverlauf nicht unwichtig war. „Wir hatten knapp 40 Minuten alles Griff und dann mit einem Mal den Faden verloren“, ärgerte sich Watzenborns Trainer Daniel Steuernagel. Tatsächlich brachte die Hereinnahme von Najjer neuen Schwung ins KSV-Spiel. Schon vor dem Seitenwechsel kamen die Löwen dadurch zu einigen schönen Aktionen.
Nach der Pause forcierte der KSV den Druck und wurde prompt belohnt: Nach einem Eckball von Najjer drückte der aufgerückte Sergej Schmik den Ball in der 58. Minute mit dem Kopf zum Ausgleich in die Maschen. 120 Sekunden später hatten die knapp 2.000 Zuschauer erneut den Torschrei auf den Lippen, doch der Kopfball von Marco Dawid, nach einer Najjer-Flanke, sprang ans Außennetz. Das Spiel der Löwen lief jetzt. Mit viel Einsatz, Herz und der Unterstützung der Fans wurde immer wieder direkt der Weg nach vorne gesucht. Fünf Minuten vor Spielende war es dann soweit: Der eingewechselte Nedim Pepic spielte den Ball wunderbar zum durch gelaufenen Tobias Damm, der aus spitzem Winkel an Torwart Yannik Dauth vorbei den Ball zum Siegtor in die Maschen schaufelte.
Nach dem tollen Start geht es für die Löwen mit zwei Auswärtsspielen weiter: Am Mittwoch (19 Uhr) gastiert der KSV beim Aufsteiger FC Nöttingen, neun Tage später geht es nach Trier zur Eintracht. Das nächste Heimspiel findet am Dienstag, den 30. August statt, wenn der Drittligaabsteiger Stuttgarter Kickers im Auestadion gastiert
© Text O. Zehe                      Fotos: M.Kittner

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