KSV Hessen macht immer mehr Spaß

dsc_0099Zuschauer gehen endlich mit.
Löwen holen verdienten Punkt gegen den neuen Spitzenreiter
Wieder ein starker Heimauftritt des KSV Hessen: Gegen den neuen Spitzenreiter SV Elversberg gelang den Löwen am Samstagnachmittag ein hochverdientes 1:1-Unentschieden. Den überraschenden Führungstreffer der Saarländer durch Merveille Biankadi (75.) glich Sebastian Schmeer aus, der in der Schlussminute einen Foulelfmeter verwandelte.

Gegenüber dem Spiel in Mannheim gab es zwei Änderungen bei den Löwen: Für den gesperrten Steven Rakk kehrte Nicolai Lorenzoni zurück auf die linke Außenverteidigerposition, für Nedim Pepic stand Lucas Albrecht wieder von Beginn an auf dem Platz und rückte in die Innenverteidigung.
Es wurde schnell deutlich, dass die Löwen für die technisch starken Elversberger ein unangenehmer Gegner werden würden. Der KSV attackierte die Saarländer früh und sorgte dafür, dass bei Temperaturen von über 30 Grad auf dem Rasen nie so etwas wie Spielfreude bei der SVE aufkam. „Wir wollten Elversberg schnell und hoch anlaufen und früh für Druck sorgen“, erklärte Löwen-Trainer Tobias Cramer. So standen die Gastgeber hinten sicher und sorgten vorne immer wieder für Nadelstiche beim favorisierten Kontrahenten. Nach nur sechs Minuten hatte der KSV die erste gute Gelegenheit, als Nael Najjer das Tor nur knapp verfehlte.
Pech hatte dann der bisher so starke Sascha Korb, der in der 17. Minute nach einem Pressschlag ausgewechselt werden musste und sich am Knie verletzt hatte. Für ihn kam Sebastian Schmeer in die Partie und besetzte die linke offensive Außenbahn.dsc_0609
Elversberg hatte zwar danach eine ganz gute Möglichkeit, die der starke Maximilian Oesterhelweg vergab (23.), doch merkte man den Gästen an, dass sie vom mutigen Auftreten der Löwen beeindruckt waren. Die hielten, wie schon gegen die Stuttgarter Kickers, nicht nur kämpferisch dagegen, sondern zeigten immer wieder schöne Spielzüge und Doppelpässe. „Kassel spielt einen ehrlichen Fußball“, lobte Gästetrainer Michael Wiesinger. Die größte Chance in der ersten Halbzeit hatte so auch der KSV: In der 37. Minute kam der Ball nach einem schönen Spielzug über Nael Najjer und Tobias Damm zu Marco Dawid, der freistehend an Gästetorwart Daniel Betz scheiterte. Wenig später vergab Tobi Damm aus etwas spitzerem Winkel (41.).
Auch nach der Pause störten die Löwen früh, zeigten bei tropischen Temperaturen eine hohe Laufbereitschaft und ließen das Elversberger Angriffsspiel kaum zur Entfaltung kommen. Stürmer-Star Edmond Kapllani musste nach etwas mehr einer Stunde vom Feld, von dem Mann, der in der ersten und zweiten Bundesliga in 267 Spielen 76 Tore erzielte, war dank der Kasseler Innenverteidigung kaum etwas zu sehen. Trotzdem fiel wie aus dem Nichts der Gegentreffer: Nach einer Hereingabe knallte Merveille Biankadi den Ball in der 75. Minute direkt unter die Latte ins Löwen-Tor. KSV-Trainer Tobias Cramer reagierte, brachte Adrian Bravo Sanchez für den fleißigen Nael Najjer. Und der hatte Sekunden später die ganz große Chance zum Ausgleich, als er frei auf Torwart Betz zulief, den Gästekeeper aber nicht überlisten konnte. Elversberg spielte nun routiniert sein Spiel herunter, nutzte die sich nun bietenden Räume aber nicht. „Ich bin richtig angefressen, weil wir hier den Sack nicht zumachen“, ärgerte sich Michael Wiesinger über seine Mannschaft. Und so kam es, dass der KSV Hessen für seinen mutigen und couragierten Auftritt doch noch belohnt wurde: Nach einem Foul an Marco Dawid im Strafraum zeigte Schiedsrichter Patrick Kessel in der Schlussminute auf den Elfmeterpunkt. Sebastian Schmeer täuschte Batz und schob den Ball abgezockt in die linke untere Ecke.
Weiter geht es für die Löwen am Mittwoch (17:30 Uhr) im Pokal, wenn der FSC Lohfelden Gastgeber ist, den nächsten Ligaauftritt gibt es eine Woche später im Auestadion gegen den FC Homburg (21. September, 19 Uhr)
© O.Zehe/ M.Kittner                         Fotos: M.Kittner

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