KSV :Torfestival gegen Neckarelz



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aDSC_1743KSV Hessen Kassel – SpVgg Neckarelz 6:0 (2:0)
Endlich einmal ein richtig gelungener Fußballnachmittag im Auestadion: Gegen einen überforderten Gegner aus Neckarelz schossen die Löwen am Samstagnachmittag ein deutliches 6:0 heraus und schoben sich damit auf den siebten Tabellenplatz in der Regionalliga Südwest vor. Die Tore erzielten Benjamin Girth (35.), Nico Perrey (45+1), Sergej Schmik (48.), Dennis Lemke (50. und 77.), sowie Sylvano Comvalius (86.).

Bei den Löwen blieben Marco Dawid und Sylvano Comvalius zunächst auf der Bank, dafür spielten Benjamin Girth und Tobias Damm von Beginn an. Zum ersten Mal seit langer Zeit stand der lange verletzte Top-Torjäger Shqipon Bektasi wieder im Kader und wurde in der zweiten Halbzeit schließlich auch eingewechselt.
Der KSV begann elanvoll und mit viel Spielfreude. Die erste Torgelegenheit hatte Benjamin Girth schon nach 120 Sekunden, als er mit dem Hinterkopf fast zum 1:0 eingenetzt hätte. Neckarelz, das sich am Ende der Saison aus der Regionalliga zurückziehen wird, versuchte mit einer Fünfer-Abwehrkette Beton anzurühren, hatte damit aber gegen eine gut aufgelegte Löwen-Mannschaft nicht wirklich Erfolg. „Wir haben heute kein Regionalliga-Niveau gehabt“, ärgerte sich Gäste-Trainer Peter Hogen. So gab es weitere Gelegenheiten für den KSV, der aber erst in der 35. Minute in Führung ging, als der starke Sergej Schmik den Ball in die Mitte spielte und Benjamin Girth das 1:0 erzielte. In der 45. Minute hatte Girth Pech, als er freistehend den Ball aus kurzer Distanz an die Latte schoss, Torwart Denis Deter war bereits geschlagen. Dennoch gingen die Löwen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine: Nach einem Eckstoß kam Innenverteidiger Nico Perrey an den Ball und köpfte zum 2:0 ein.bDSC_1645
Mit viel Schwung starteten die Löwen in die zweite Halbzeit. Der Mannschaft machte das Fußballspielen sichtbar Spaß, das Selbstvertrauen war mit einem Mal zurück. Es gab zahlreiche spektakuläre Strafraumszenen und schöne Tore. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Schmik mit einem abgefälschten Schuss auf 3:0, nur wenige Sekunden später erzielte Dennis Lemke sogar das 4:0: Nach einem wunderbaren Zuspiel von Mike Feigenspan, der den Ball von der linken Strafraumseite gefühlvoll in die Mitte gab, rutschte Lemke im Fünfmeterraum dazwischen und ließ Deter keine Abwehrmöglichkeit.
Die wohl skurrilste Szene der gesamten Saison gab es in der 72. Minute: Innerhalb von handgestoppten 23 Sekunden gab es mehr dicke Torchancen, als in manch anderem Spiel in neunzig Minuten. Nach einem Eckball von Hasan Pepic nahm Tobias Becker den Ball aus 17 Metern volley und traf den linken Torpfosten. Der Nachschuss von Sylvano Comvalius wurde kurz vor der Neckarelzer Linie abgewehrt, ebenso wie der folgende Kopfball von Henrik Giese. Daraufhin traf Pepic den rechten Torpfosten, bevor Giese den Ball knapp an diesem vorbei ins Seitenaus zielte und damit diese spektakuläre Szene beendete. „Ich habe selten eine kuriosere Szene gesehen“, räumte auch KSV-Trainer Matthias Mink später ein. Dennoch gab es noch weitere Tore für die Löwen, die immer noch Appetit auf mehr hatten: Zunächst erzielte Dennis Lemke, der ein Klassespiel machte, das 5:0, bevor vier Minuten vor Spielende Comvalius nach Vorarbeit von Schmik das halbe Dutzend voll machte.
Fazit: Neckarelz lieferte eine arg limitierte Vorstellung ab. Dennoch haben die Löwen in dieser Saison gegen ähnlich spaßfreie Gegner bereits Punkte verschenkt. Spätestens nach den ersten Toren schien eine unsichtbare Kette gesprengt und die Mannschaft hatte richtig Freude am Fußballspielen. Und endlich zeigte das Team Konsequenz und veredelte eine eigene Überlegenheit durch weitere Treffer.
Am kommenden Samstag gastieren die Löwen bei Astoria Walldorf (14 Uhr), das nächste Heimspiel findet am 7. Mai (14 Uhr) statt, wenn der 1. FC Kaiserslautern II bei den Löwen antritt.
© Info: O.Zehe                                              Fotos: M.Kittner



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