Löwen drehen Spiel gegen Trier



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Klasse was die junge Mannschaft in dieser Saison bisher geschafft hat. KSV-Stimmung im Auestadion. Wann hat es das zuletzt gegeben?
Nun kann der KSV Hessen Weihnachten feiern! Durch einen 2:1-Erfolg gegen Eintracht Trier überwintern die Löwen mit 33 Punkten auf einem guten achten Tabellenplatz. Vor über 3.000 Zuschauern im Kasseler Auestadion brachte Patrick Lienhard die Gäste in der 34. Minute in Führung, bevor Henrik Giese (51.) und der eingewechselte Rolf Sattorov (70.) die Partie zu Gunsten des KSV Hessen noch drehten. 

Löwen-Trainer Tobias Cramer musste neben seinen Langzeitausfällen gegen Trier auf die verletzten Lucas Albrecht und Marco Dawid verzichten. Sergej Schmik wechselte in die Innenverteidigung, Tim Brandner spielte hinten rechts, Nicolai Lorenzoni hinten links. Steven Rakk kam auf der rechten Außenbahn zum Einsatz, Fabias Korell in seinem letzten Spiel für die Löwen auf der linken.
Trier verteidigte hinten mit einer Fünferkette, die den Löwen zunächst nur wenig Räume ließ. So war es am Anfang ein eher dröges Spiel des KSV Hessen. „Wir haben keinen Zugriff auf die zweiten Bälle bekommen“, kritisierte Tobias Cramer.  Die Folge: Es gab kaum Torchancen. Sergej Evljuskin zielte in der achten Minute am Tor vorbei – das war es dann auch schon. Die durchaus bissigen, am Anfang aber auch harmlosen Trierer, wurden mit zunehmender Spielzeit mutiger, profitierten von den Kasseler Fehlern und erarbeiteten sich ein Chancenplus: Zunächst schoss Christoph Anton knapp am Pfosten vorbei, dann scheiterte Muhamed Alawie am glänzend reagierenden Löwen-Schlussmann Niklas Hartmann. Kurz danach war es dann passiert: Patrick Lienhardt erzielte mit einem Dropkick aus 20 Metern das 1:0 für die Gäste. „Die Warnungen des Trainers vor Trier wurden ignoriert und nicht mit Leben gefüllt“, ärgerte sich Cramer noch nach dem Spiel über den Auftritt seiner Mannschaft vor dem Seitenwechsel.
So wurde seine Pausenansprache einige Dezibel lauter als gewöhnlich. Und während die Gäste im zweiten Durchgang nun kaum noch was auf den Rasen brachten und auch zunehmend konditionell nichts mehr zuzulegen hatten, zogen die Löwen nach und nach ein regelrechtes Powerplay auf. Erst versuchte es Adrian Bravo Sanchez mit einem Distanzschuss, dann leitete er mit der nachfolgenden Ecke den Ausgleich ein: Innenverteidiger Henrik Giese war mit dem Kopf zur Stelle und köpfte das wichtige 1:1. „Nun zeigte sich, das die Mannschaft funtioniert“, war Tobias Cramer erleichtert. Die Löwen waren im Spiel, präsentierten sich griffiger und spielfreudiger. Und sie hatten Chancen: Tobias Damm verpasste in der 59. Minute die Führung nur um wenige Zentimeter, der Ball kullerte am linken Außenpfosten vorbei. In der 66. Minute probierte es der nun immer stärkere Damm aus 25 Metern und hatte wieder Pech. Angetrieben von über 3.000 Zuschauern war es nur noch eine Frage der Zeit, wann die wackelnden Trier den Gegentreffer kassieren. In der 70. Minute war es soweit: Der fünf Minuten zuvor eingewechselte Rolf Sattorov schob nach einem feinen Zuspiel von Steven Rakk abgezockt zum 2:1 ein. Diese Führung ließen sich die Löwen nun nicht mehr aus der Hand nehmen und beendeten das Fußballjahr 2016 mit diesem hochverdienten Sieg gegen ein in der ersten Halbzeit unangenehmes Tabellenschlußlicht.
© Info: O.Zehe / M.Kittner            Fotos: M.Kittner



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