Löwen verabschieden sich mit Heimsieg in die Winterpause

DSC_6550KSV Hessen Kassel – SC Freiburg II 1:0 (0:0)
Löwen verabschieden sich mit Heimsieg in die Winterpause
Shqipon Bektashi ist wieder da! Nach sieben Spielen Sperre wurde der Torjäger am Samstag gegen den SC Freiburg II in der 56. Minute eingewechselt und knipste nur vier Minuten später das entscheidende 1:0 für die Löwen. 1.663 Zuschauer sahen im Auestadion ein flottes Regionalligaspiel, das der KSV Hessen am Ende verdient gewann.

Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt“, schmunzelte Trainer Matthias Mink zufrieden. Seit Anfang Oktober war Shqipon Bektashi, der bisher beste Goalgetter der Regionalliga Südwest, gesperrt. Sieben Spiele lang. Verletzte sich zudem am Knie. Nun war er am Samstag wieder spielberechtigt, blieb aber zunächst auf der Bank. 0:0 stand es nach 56 Minuten im Auestadion, wie so oft in den letzten Wochen. Dann ging ein Raunen durch die Zuschauer, als Bektashi das Spielfeld betrat. Vier Minuten später brauste ein Jubelschrei durchs Auestadion. Ausgerechnet Bektashi erzielte das erlösende 1:0 für den KSV Hessen, der seit Ende August auf einen Heimsieg gewartet hat. Doch der Reihe nach: Bei den ersatzgeschwächten Löwen rückte Frederic Brill in die Innenverteidigung, Marco Dawid stürmte auf dem Flügel. Im Tor stand Niklas Hartmann für den gesperrten Kevin Rauhut.

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Der KSV begann mit viel Schwung, hatte durch Benjamin Girth (6.) und Mike Feigenspan (11.) schnell zwei frühe Gelegenheiten, die allerdings ungenutzt blieben. Die Löwen hatten die Partie im Griff, die jungen Freiburger spielten ungewohnt defensiv – mit zwei Fünferketten, wenn der KSV in Angriff war. Doch es war wie so oft, es fehlte das Tor für den KSV und der letzte Biss im gegnerischen Strafraum. Dazu kam etwas Pech, als Mike Feigenspan bei einem Solo scheiterte (34.) und kurz vor der Pause am aus dem Tor geeilten Freiburger Keepter Zackery Steffen hängen blieb. Nach dem Seitenwechsel sorgte ein Schuss von Feigenspan für Gefahr, Rodas Steeg klärte jedoch wenige Meter vor der eigenen Torlinie (51.).
Dann kam Shqipon Bektashi und damit begann die Geschichte, die nur der Fußball schreibt. „Das war ein tolles Gefühl, als der Trainer mich gerufen hat und ich rein durfte“, freute sich der 25-jährige Goalgetter der Löwen. Mit Bektashi ging ein Ruck durch die Mannschaft und auch durch die Zuschauer. Und nach nur vier Minuten war der Erfolg da: Bektashi leitete die Chance ein, Feigenspan traf die Latte und dann drückte der lange gesperrte Stürmer das Leder energisch über die Linie. „Er ist ein Spieler, der mit der letzten Konsequenz da ist“, lobte später sein Trainer.
Dabei blieb es. Die Gäste versuchten nochmal mutiger zu werden, kamen aber im gesamten Spiel zu keiner richtigen Torchance. „Der Sieg für Kassel geht in Ordnung“, räumte auch Freiburgs Trainer Martin Schweizer ein.

Nun gehen die Löwen in einer Woche in den Weihnachtsurlaub, weiter geht es mit dem Training am 7. Januar.
© Text: Oliver Zehe               Fotos: M.Kittner

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