MT international weiter

fDSC_4566Riesenjubel bei der MT Melsungen: Der nordhessische Handball-Bundesligist unterlag im Rückspiel in der dritten Runde des EHF-Cups dem slowakischen Spitzenclub Tatran Presov zwar mit 25:26, durfte sich aber aufgrund des Sieben-Tore-Vorsprungs aus dem Hinspiel über den Einzug in die Gruppenphase freuen. Vor 3.125 Zuschauern in der Tatran Handball Arena waren Momir Rnic, Patrik Fahlgren und Michael Müller mit jeweils fünf Treffern die besten Torschützen für die Nordhessen, während für die Slowaken Radoslav Antl (10), Dominik Krok (5) und Tomas Urban (5/3) am häufigsten trafen.

Nachdem das Roth-Team zur Halbzeit in der nicht ganz gefüllten Arena bereits mit fünf Toren in Führung lag (16:11), war bereits eine Art Vorentscheidung gefallen. Sehr konzentriert in der Abwehr und – wie schon im Hinspiel – effektiv gegen die beiden Rückraumspieler Kristopans und Rabek, dazu ein stark haltender Appelgren, brannte hinten kaum etwas an. Vorne wurde disziplniert vorbereitet und sehr effizient abgeschlossen. Vor allem Michael Müller und Momir Rnic, jeweils gut von Fahlgren in Schussposition gebracht, nutzten die sich bietenden Gelegenheiten. Da hätte Presov schon mit 12 Toren Unterschied gewinnen müssen, um die Rotweissen noch aus dem Wettbewerb zu bugsieren.

Im zweiten Durchgang dann verkehrte Welt: Die MT ließ es zunächst etwas zu locker angehen und umgekehrt drehten die Hausherren nun tatsächlich mächtig auf. Spielmacher Alexandr Radcenko bediente ein ums andere Mal sehr gekonnt seine Mitspieler, war in der Folge fast an jedem Treffer mit seinen Assists beteiligt. So hatte Presov bis zur 36. Minute erstmalig gleichgezogen und eine Minute später durch den wie entfesselt treffenden Radoslav Antl sogar die Führung erkämpft Doch mehr konnten die Slowaken dann nicht mehr zulegen. Die MT ließ Tatran bis zum Ende des Spiels maximal mit eins, zwei Toren nach vorne gehen und so entstand nie der Eindruck, dass sich der Bundesligist bei seinem Debüt auf europäischer Ebene noch die Butter vom Brot nehmen lassen würde.fDSC_4732

Michael Roth: Wir sind überglücklich, für uns ist ein Traum wahr geworden. Wir haben in der ersten Halbzeit überragend gespielt und den Gegner kaum zur Entfaltung kommen lassen. Danach machte sich wohl der Gedanke breit, dass das Spiel bereits gelaufen sei. Doch die zweite Halbzeit hat uns gezeigt, dass man gerade auf internationaler Ebene nie abschalten darf. Aber das ist eben Psychologie, wenn sich angesichts eines solchen Vorsprungs eine gewisse Sorglosigkeit einschleicht. Letztendlich stehen wir in der Hauptrunde des EHF-Pokals, weil wir gegen zwei starke Mannschaften unterm Strich besser waren. Wir haben in diesen Spielen sehr wichtige Erfahrungen gesammelt, das wird uns auch insgesamt weiterbringen. Auf diesen bislang größten Erfolg der MT-Vereinsgeschichte können wir alle sehr stolz sein.

Und so geht es jetzt im EHF-Cup weiter:

Die Auslosung der Paarungen für die Gruppenphase findet am kommenden Donnerstag, 4. Dezember, in der EHF-Zentrale in Wien statt. Dort werden die verbliebenen 16 Mannschaften in vier Gruppen gelost. Jedes Team bestreitet dann ab 14. Februar 2015 gegen seine drei Gruppengegner Hin- und Rückspiele. Die so ermittelten besten beiden Mannschaften jeder Gruppe tragen ab 11. April 2015 das Viertelfinale aus. Um den EHF-Cup Sieg geht es schließlich am 16. und 17. Mai 2015 im Modus des aus dem DHB-Pokal bekannten Final Four-Turniers.

Text: MT   Fotos: M.Kittner

 

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