MT ist wieder da !

Hut ab, MT, Chapeau, Simo!
Was für ein Spiel, was für eine Sensation! Die MT Melsungen ringt den amtierenden deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen mit 24:23 nieder, nachdem sie zur Halbzeit noch mit 13:15 hinten gelegen hatte. Als Matchwinner darf sich Torhüter Nebojsa Simic fühlen, der in der zweiten Spielhälfte zur Hochform auflief und reihenweise klarste Chancen vereitelte. Die von Trainer Heiko Grimm gewählte Taktik, den Gegner zeitweise mit sieben Feldspielern vor wechselnde Situationen zu stellen, ging voll auf. Eines der Überraschungsmomente: Finn Lemke als Kreisläufer. Und der 2,10-m-Riese traf prompt in wichtigen Phasen zweimal von der 6 m-Linie. Beste Torschützen vor 8.789 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena waren Gudjon Valur Sigurdsson (7/2) für die Löwen und Julius Kühn (9) für die MT. Mit diesem Ergebnis könnte die MT den Kampf um die Deutsche Meisterschaft entschieden haben. Denn die Gelbhemden sind nun auf einen Ausrutscher der Flensburger angewiesen. Die Nordhessen haben mit diesem Sieg Platz sieben fast sicher und empfangen zum letzten Heimspiel am Sonntag den frischgebackenen Europapokalsieger Füchse Berlin. Die Kasseler Rothenbach-Halle ist seit Monaten ausverkauft.Stimmen zum Spiel:

Nikolaj Jacobsen: Wir standen in der Abwehr eigentlich ganz gut, haben die MT bei 24 Toren gehalten. Unser Problem war der Angriff. Als wir Mitte der zweiten Halbzeit mit drei Toren weg waren, hatten wir mehrere Chancen, den Vorsprung zu vergrößern. Die haben wir aber nicht genutzt, denn die MT hatte einen Simic im Tor. Meine Mannschaft hat alles gegeben, ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Nun haben wir es nicht mehr in eigener Hand, Meister zu werden. Wir müssen trotzdem den Kopf wieder hochkriegen und uns gut auf die beiden letzten Spiele vorbereiten.

Heiko Grimm: Unser Plan ist aufgegangen. Wir wollten das Spiel in vier taktische Abschnitte à 15 Minuten aufteilen und haben uns dazu jeweils etwas überlegt. Im ersten Abschnitt zum Beispiel wollten wir bewusst das Tempo verschleppen, um den Gegner, der es ansonsten gewohnt ist schnell zu spielen, zu nerven. Das sieht nicht schön aus, erfüllte aber in diesem Fall seinen Zweck. Ein weiteres Mittel war der siebte Feldspieler. Wir haben dies schon seit Beginn der Woche im Training geübt. Aber: Ungewöhnliche Dinge kann man nur in einer bestimmten Konstellation anwenden. Wenn die Rhein-Neckar Löwen etwa nicht so unter Druck gestanden hätten, hätte womöglich vieles von dem, was wir uns zurecht gelegt hatten, nicht funktioniert. Am meisten hat mich gefreut, dass heute eine wirkliche Mannschaft auf dem Feld stand, die noch dazu sehr diszipliniert gespielt hat. Natürlich haben wir uns alle sehr über diesen Erfolg gefreut, aber ohne das lauthals in der Kabine zu feiern. Ich finde, man darf auch nach solchen Siegen gegen eine große Mannschaft nicht den Respekt vor dem Gegner verlieren und sollte sich lieber etwas in Demut üben. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Highlight, unser Heimspiel in der ausverkaufter Rothenbach-Halle gegen Berlin.

( MT-Pressedienst / M.Kittner )

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