MT KNACKT SCHALLMAUER – 40:28-SIEG GEGEN BHC



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aaDSC_0395.jpgkleinGegen den Bergischen HC feierte die MT Melsungen vor 2.567 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle einen deutlichen 40:28 (23:12)-Erfolg. Beim vierten Punktspielsieg in Folge hatten die Gäste aus Wuppertal und Solingen zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Chance gegen die meist konzentriert und druckvoll auftrumpfenden Gastgeber. Schon zur Pause war die Partie entschieden und die Mannschaft von Michael Roth konnte es sich leisten, im zweiten Durchgang merklich zurückzustecken. Während die MT in Jeffrey Boomhouwer (8/2 Tore) ihren erfolgreichsten Schützen hatte, traf Kristian Nippes für die Bergischen sieben Mal in die Maschen.

Beide Mannschaften mussten auf wichtige Spieler verzichten. Bei der MT fehlte neben Kapitän Nenad Vuckovic (Muskelfaserriss) auch Johannes Sellin (Grippe). Der BHC ging ohne den ebenfalls verletzten Kreisläufer Maximilian Weiß in die Partie, dafür aber wieder von Anfang an mit Viktor Szilagyi. Und der bewies gleich in den Anfangsminuten seinen Wert. Die jeweilige Führung der Gastgeber, beide Male erzielt durch Rechtsaußen Christian Hildebrand, glich der von einem Daumenbruch genesene Ex-Flensburger aus. Konnte aber dennoch nicht verhindern, dass sein Team in der Folge recht schnell den Anschluss verlor. Zu zielstrebig und druckvoll agierte Melsungens Angriff gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste. Michael Müller glänzte dabei nicht nur als zweifacher Torschütze, sondern auch als Passgeber für Felix Danner am Kreis. Nach zehn Minuten führten die Hausherren durch den ebenfalls bereits zweiten Treffer von Momir Rnic mit 8:3.

Dass die Bergischen dennoch im Spiel blieben, hatten sie ihrem Torhüter Björgvin Gustavsson zu verdanken. Der parierte gleich zwei Siebenmeter von Michael Allendorf und zeigte auch bei Würfen von Philipp Müller, Christian Hildebrand sowie einem Tempogegenstoß von Michael Müller tolle Paraden. Doch er allein konnte auf Dauer auch nicht richten, was sich seine Vorderleute an Versäumnissen leisteten. Eine kurzfristige Resultatsverbesserung durch Arnor Gunnarsson und Viktor Szilagyi hatte nur kosmetischen Wert, denn sofort zog auch die MT wieder an. Glänzend unterstützt von Mikael Appelgren, der Gustavsson in nichts nachstand und sich mehr und mehr zum Schreckgespenst der Bergischen entwickelte. Auch Patrik Fahlgren und der eingewechselte Jeffrey Boomhouwer reihten sich in die Riege der erfolgreichen Torschützen ein.abDSC_0515.jpgklein

Die erste Auszeit von BHC-Trainer Sebastian Hinze nach einer Viertelstunde (10:5) verpuffte wirkungslos. Fast mühelos schraubten die Gastgeber ihren Vorsprung in die Höhe. Einzig vom Siebenmeterpunkt blieb der Erfolg zunächst verwehrt. Auch Boomhouwer scheiterte am tapferen Gustavsson, bevor dann Momir Rnic endlich den Bann brach und zwei Strafwürfe versenkte. (18:10, 25.). Vielleicht der entscheidende Nackenschlag, denn daran anschließend brachen die Gäste vollends zusammen. Nahezu jeder Ballverlust war gleichbedeutend mit einem Gegentor, denn gegen den rot-weißen Tempohandball war kein Kraut gewachsen.Egal, was Hinze auch versuchte, keine seiner angeordneten Abwehrvarianten griff. Als Profiteur glänzte vor allem Marino Maric, der immer wieder mustergültig bedient wurde, sich dann gegen resignierende Bergische durchsetzen konnte und so die vier letzten Treffer vor der Pause auf sein Konto verbuchte. Die Hinze-Sieben setzte selbst bei einem der wenigen abgefangenen Bälle entnervt schon gar nicht mehr zum Gegenstoß an, sondern tastete sich fast in Zeitlupe nach vorn, um nicht sofort in den nächsten Konter zu laufen.

Mit neuem Mut sowie einer noch offensiveren Deckung kam der BHC aus der Kabine zurück. Und vermochte damit tatsächlich die ersten Achtungszeichen der zweiten Hälfte zu setzen. Neben Szilagyi traf auch Kristian Nippes, und das gleich doppelt. Doch MT-Spielmacher Patrik Fahlgren brauchte nicht lange, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Zweimal traf er selbst, einmal servierte er mustergültig auf Boomhouwer – Melsungen ließ seinen Gegner nicht näher heran kommen. Selbst eine Unterzahlsituation brachte die Roth-Sieben nicht in Bedrängnis, auch wenn ihre Trefferquote längst nicht mehr an die des ersten Durchganges heranreichte und in der Vorwärtsbewegung der eine oder andere Fehler unterlief (29:19, 42.).

Wohl im Gefühl des sicheren Sieges schaltete die MT deutlich zurück. Malte Schröder kam, Felix Danner löste Maric am Kreis wieder ab und im Tor bekam Per Sandström Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Was sich der Schwede auch nicht entgehen ließ. Nachdem die Gäste zwischenzeitlich durch Jan Artmann und Benjamin Meschke auf acht Tore Differenz verkürzen konnten (33:25, 52.), war es auch Sandström‘s Verdienst, dass Michael Müller und Momir Rnic postwendend den alten Abstand wieder herstellten. Sowohl einen Tempogegenstoß durch Jan Artmann als auch einen Rückraumkracher von Milos Dragas angelte er sich unter dem tosenden Beifall seiner Fans. Und machte damit den Weg frei für eine rauschende Schlussoffensive der Bartenwetzer, in der sie die 40-Tore-Marke nun auch noch knacken wollten. Und es sieben Sekunden vor Schluss durch den dritten Treffer von Malte Schröder tatsächlich schafften.bDSC_0400.jpgklein

Stimmen zum Spiel

Michael Roth: Wir haben, wie in den letzten Spielen auch, heute wieder fantastischen Handball gespielt. Vor allem in der Anfangsphase sehr konzentriert in der Abwehr und wir haben nach vorn ein gutes Tempo gefunden. Dazu gegen zahlreiche Abwehrvarianten des Gegners auch immer Lösungen gefunden. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Johannes Sellin und weil wir Michael Allendorf mit Rückenproblemen geschont haben freut es mich, dass Jeffrey Boomhouwer, Christian Hildebrand und dann auch Malte Schröder ihre gute Form unter Beweis gestellt haben. Man sieht, dass wir Kraft genug haben und trotz dem strammen Hinrundenprogramm erfolgreich spielen. In Sachen Angriffseffektivität und bei den erzielten Toren sind wir mit Mannschaften wie Kiel und Flensburg fast auf Augenhöhe. Jetzt müssen wir noch weiter an der Abwehr arbeiten, dann sind wir momentan nur schwer zu schlagen.

Sebastian Hinze: Glückwunsch an Michael Roth und die MT zu diesem sehr verdienten Sieg. Wir haben heute eine ganz schlechte Leistung geboten. In der ersten Halbzeit hatten wir überhaupt keine Abwehrqualität, haben fast jeden Zweikampf verloren und sehr viele Siebenmeter gegen uns bekommen. Die Kreuzungen von Fahlgren und Rnic haben wir überhaupt nicht in den Griff bekommen. Da fehlte jede Zweikampfhärte. Jetzt müssen bei uns die Alarmglocken angehen und wir werden in der kommenden Woche knallhart über einige Dinge sprechen müssen.

Info: MT Fotos: M.Kittner



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