MT lässt in Emsdetten nichts anbrennen – 34:27-Sieg!

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Hartung-Foto: Mikal Appelgren im Pech – der Keeper zog sich in Emsdetten erneut eine Handverletzung zu, die noch vor Ort genäht werden musste.

Der Sieg in Emsdetten ist sehr teuer erkauft. Der mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der MT, Michael Allendorf, schied 9 Minuten vor Ende der Partie verletzt aus. Dem Linksaußen war im Angriff nach dem Einlaufen an den Kreis ein gegnerischer Spieler unglücklich ins Bein gefallen, woraufhin sich Allendorf das Knie verdrehte. „Da ist wohl etwas Schlimmeres passiert“, mutmaßt des Betroffenen selbst. Genaueres wird allerdings erst die MRT-Untersuchung am Freitag erbringen.

Bereits in der ersten Halbzeit musste Mikael Appelgren die Segel streichen. Den Keeper ereilte haargenau das gleiche Schicksal wie vor einigen Wochen. Er riss sich die gleiche Hand an der gleichen Stelle zentimetertief auf und wurde unmittelbar darauf im Krankenhaus vor Ort genäht.

Fast die gesamte Hinrunde über war die MT vom Verletzungspech weitestgehend verschont geblieben. Nun, am Ende des Jahres, kam es gleich knüppeldick. Neben den beiden frisch Verletzten waren mit Nenad Vuckovic und Johannes Sellin schon nach dem letzten Heimspiel am Samstag gegen Lübbecke zwei Spieler ausgefallen. Der Kapitän wurde nach einem Abriss eines Bandes am Daumen bereits am Montag operiert, der Rechtsaußen musste wegen einer Bänderdehnung im Sprunggelenk passen.

Trotz dieser massiven „gesundheitlichen Einschläge“ binnen nur sechs Tagen hat es die MT geschafft, den sechsten Tabellenplatz zu halten. Mit dem Sieg in Emsdetten stellte das Roth-Team gleichzeitig sicher, dass es auf diesem Rang „überwintern“ wird – selbst wenn am Freitag der ärgste Verfolger Hannover-Burgdorf gegen Göppingen gewinnen sollte.

Spielverlauf

Es war ein Start-Ziel-Sieg, bei dem Emsdetten nur ein einziges Mal mit der MT gleichauf lag. Das war beim 1:1 durch Halibegovic in der 3. Minute. Zuvor hatte MT-Linksaußen Allendorf den Torreigen eröffnet. Etwa bis zur 12. Minute konnte der Liga-Neuling dem Tabellensechsten noch folgen (6:8), dann aber begann sich der Favorit abzusetzen. Zweimal Philipp Müller, dazwischen Fahlgren besorgten einen Fünf-Tore-Vorsprung (6:11,

Im zweiten Durchgang setzte die MT – auch dank eines hellwachen Per Sandström im Tor – ihre Überlegenheit weiter fort und hatte nach gut 48 Minuten mit dem 20:29 praktisch die Entscheidung schon herbeigeführt. Hätte sich Mansson zu diesem Zeitpunkt keine Zeitstrafe eingehandelt, wäre ein Zehn-Tore-Abstand machbar gewesen. So aber nutzen die Hausherren die Überzahlsituation, um auf 22:29 zu verkürzen. Und sie setzten sogleich nach und verbesserten auf 23:29.

Erst Jonathan Stenbäcken gelang es, die mehr als vier Minuten währende Torflaute der Rotweißen mit seinem Treffer zum 23:30 zu beenden. Das war dann genau der Abstand, mit dem beide Kontrahenten knapp acht Minuten später durchs Ziel gehen sollten. Das 27:34 Endergebnis spiegelt den Spielverlauf allerdings nicht ganz korrekt wider. Bei besserer Verwertung ihrer Chancen hätte die MT nämlich leicht noch deutlicher gewinnen können.

Michael Roth verabschiedete seine Schützlinge nach dem Spiel in Emsdetten erst einmal in eine wohlverdiente 12-tägige Pause. Am 8. Januar brechen die Rotweißen dann in ein Kurztrainingslager an den Titisee (Schwarzwald) auf, um sich auf die vier Wochen später terminierte Fortsetzung der Rückrunde vorzubereiten.

Stimmen zum Spiel

MT-Vorstand Axel Geerken: Mit dem Auftreten der Mannschaft und mit diesem Sieg bin ich natürlich sehr zufrieden. Wir waren in der Abwehr sehr konzentriert und haben die Begegnung jederzeit kontrolliert und souverän gestaltet. Allerdings hätte das Ergebnis noch deutlicher zu unseren Gunsten ausfallen können, ja sogar müssen. Denn wir haben einige sehr gute Torgelegenheiten liegen gelassen. Sportlich schließen wir dieses Jahr sehr positiv ab. Dass sich einige Spieler nun zum Schluss noch ernsthaft verletzt haben, ist dabei natürlich ein großer Wermutstropfen.

MT-Trainer Michael Roth: Nach den beiden letzten Spielen gegen Berlin und Lübbecke hatten wir schon ein wenig das Gefühl, etwas liegen gelassen zu haben. So haben wir versucht, die Spannung über Weihnachten hoch zu halten und uns noch einmal auf das letzte Spiel des Jahres zu konzentrieren. Das ist uns heute auch absolut gelungen. Was übrigens auch ein Beleg für den Charakter und für die Qualität unserer Mannschaft ist. Sie lässt sich selbst von kleineren Misserfolgen nicht gleich aus der Bahn werfen, sondern findet danach schnell wieder den Rhythmus. Unser sechster Tabellenplatz ist ein schöner Lohn für die sehr gute Entwicklung – vor allem im letzten halben Jahr. Wir freuen uns auf die Fortsetzung im Februar – dann wieder mit der hoffentlich kompletten Besetzung.

Quelle:Bernd Kaiser

 

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