MT WAR BEI 27:32-NIEDERLAGE DICHTER AM THW ALS DAS ERGEBNIS AUSSAGT

DSC_3990Die bislang niederlagenfreie Auswärtsserie der MT Melsungen ist gerissen. Am Mittwochabend verloren die Nordhessen beim THW Kiel mit 27:32 nach 15:17-Halbzeitrückstand. Beste Torschützen in der mit 10.285 Zuschauern ausverkauften Kieler Sparkassen Arena waren Melsungens Rechtsaussen Johannes Sellin mit 7 Treffern (davon 3 per Strafwurf) und Kiels Rückraumspieler Domagoj Duvnjak, der 9 Mal erfolgreich war.

Das Spiel, in dem sich die MT sich trotz einiger Vier- oder Fünf-Tore Rückstände immer wieder heran kämpfte, wurde erst auf der Zielgeraden entschieden. Kurz nachdem Timm Schneider 3:40 Minuten vor dem Ende den 28:27-Anschlusstreffer für die MT erzielt hatte und damit seinem Team die Möglichkeit auf die nächste Sensation eröffnete, bremste THW-Trainer Alfred Gislason mit seinem letzten Timeout die Aufholjagd der Nordhessen aus. Gleich nach Wiederanpfiff zirkelte Weinhold einen Ball an Sjöstrand vorbei zum 29:27, im Gegenzug vertändelte die MT ihren Angriff, danach hatte Duvnjak großes Glück, als sein abgefälschter Ball zum 30:27 im MT-Tor landete. Damit war das Spiel 95 Sekunden vor dem Abpfiff faktisch entschieden. Die beiden folgenden Kieler Treffer zum 32:27 hatten noch statistischen Wert und spiegeln nicht wider, dass die MT dem amtierenden Meister über weite Strecken nahezu ebenbürtig war.

MT-Trainer Michael Roth: Wir haben heute ein gutes Spiel, aber Kiel hat ein sehr gutes gemacht. Wenn man hier gewinnen will, muss man auch mal einen Rückstand umbiegen. Die Chance dazu hätten wir in der zweiten Halbzeit gehabt, haben sie aber leider nicht nutzen können. Neben einigen klaren, aber vergebenen Bällen sind uns noch diverse technische Fehler passiert. Zudem waren wir in der Abwehr nicht aggressiv genug und es fehlte uns heute auch ein wenig die Torhüterleistung. Landin im Kieler Tor und die individuell Klasse von Spielern wie Weinhold oder Duvnjak haben praktisch den Unterschied ausgemacht. Wir hatten die Hoffnung, hier etwas zu reissen, aber es war nicht zuletzt auch eine Frage der Kraft. Wir haben am Samstag gegen die Rhein Neckar Löwen viel Energie aufwenden müssen, Michael Allendorf und Michael Müller sind daraus angeschlagen in die heutige Partie gegangen. In Kiel zu verlieren, ist ganz sicher kein Beinbruch, vor allem wenn man bedenkt, dass der THW seit unserem Überraschungssieg in 2012 zuhause kein Ligaspiel mehr abgegeben hat. Das ist hier schon eine ganz besondere Atmosphäre, in der man sich nur sehr schwer durchsetzen kann. Wir schnaufen nun erst einmal durch, lassen das Spiel sacken und bereiten uns dann in Ruhe auf den HSV vor.
© Info: MT Foto: M.Kittner

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