MT will sich in Gummersbach erfolgreich in die Pause verabschieden

Den letzten Spieltag der DKB Handball-Bundesliga im zu Ende gehenden Jahr bestreitet die MT Melsungen in fremder Halle. Am zweiten Weihnachtsfeiertag müssen die Nordhessen beim Tabellendreizehnten VfL Gummersbach antreten. Anwurf in der dortigen Schwalbe-Arena ist um 17:00 Uhr. Das Spiel ist live auf SKY zu sehen. Anschließend geht die Bundesliga in die EM-bedingte Pause, die für die MT genau 46 Tage lang dauert.

Mit dem 33:24-Heimsieg am Donnerstag gegen den TVB Stuttgart ist die MT Melsungen erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Nun wollen die Rotweissen im Oberbergischen nachlegen und auch beim VfL Gummersbach möglichst doppelt punkten. Dort wird sich auch zeigen, ob das Roth-Team die kleine Talsohle mit den beiden Niederlagen in Berlin und gegen Göppingen endgültig durchschritten hat und mit dem Erfolg gegen Stuttgart das erhoffte positive Signal zum Einstieg in die zweite Saisonhälfte nun bestätigt.

Das wäre schon allein deshalb nötig um den zugegebenermaßen unbefriedigenden Eindruck zu korrigieren, den der derzeit innegehaltene achte Tabellenplatz erweckt. Wobei sich dieser Eindruck beim genaueren Hinsehen relativiert. Denn bis zum vierten Platz, wo aktuell ein Top-Team wie die SG Flensburg-Handewitt rangiert, beträgt der Abstand gerade mal vier Punkte. Mit einem Sieg im Gummersbach wäre also alles wieder im Lot.

Michael Roth hatte nach der Niederlage gegen Göppingen von seinen Schützlingen eine Reaktion gefordert. Und die hatten sie dann gegen Stuttgart auch gezeigt. Allerdings mochte der MT-Coach das Ergebnis angesichts des ersatzgeschwächten Kontrahenten nicht überbewerten. “Es gibt keinen Grund überschwänglich zu loben”, sagte er nach dem Match. Was seine  Schützlinge indes klar besser machten und sie idealerweise auch in Gummersbach zeigen sollten, war der Einsatz, die körperliche Präsenz und auch die Chancenverwertung.  Unter anderem fand Julius Kühn zu seiner Form zurück und bestätigte mit acht Treffern seinen Ruf als Torschütze vom Dienst. Der Halblinke dürfte sich deshalb an seiner alten Wirkungsstätte einer besonderen Aufmerksamkeit erfreuen. Er  trug vor seinem Wechsel zur MT übrigens drei Jahre lang das blauweisse Trikot.

Höchst erfreulich war auch das Comeback von Marino Maric. Der MT-Kreisläufer kehrte Ende Oktober  nach einem Länderspieleinsatz mit der kroatischen Nationalmannschaft verletzt nach Nordhessen zurück. Er hatte sich einen Syndesmoseanriss im oberen Sprunggelenk zugezogen. Als er gegen Stuttgart knapp zehn Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde, brandetee tosender Beifall auf, der wenig später nochmals deutlich stärker ausfiel, als er zum 30:22 einnetzte.

Und auch Johan Sjöstrand zeigte nach seiner Rippenprellung mit 15 Paraden, dass er schon wieder ganz der Alte ist. In den drei Spielen zuvor hatte meist Nebojsa Simic den Kasten gehütete, doch weil der Montenegriner gegen Stuttgart gripppal geschwächt war, hütete Sjöstrand über die vollen 60 Minuten das  Tor.

Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz der MT in der am zweiten Weihnachtsfeiertag mit 4.000 Zuschauern ausverkauften Gummersbacher Schwalbe Arena sind also durchaus gegeben. Allerdings müssen die Nordhessen dort mit einem sehr unbequemen Gegner rechnen. Denn die Blauweissen werden nach ihrer 25:30-Auswärtsniederlage in Wetzlar alles daran setzen, um sich im letzten Spiel des Jahres mit einer guten Leistung von ihrem Publikum zu verabschieden. Hoffnung darauf weckte ausgerechnet der Trainer des vorhergehenden Gegners: “Trotz der Niederlage möchte ich dem VfL ein großes Lob aussprechen. Er war heute eine ganze Stufe besser als am ersten Spieltag, hatte eine klare Struktur, hat unglaublich diszipliniert gespielt und Zhukov und Pujol sind nun deutlich weiter, als am ersten Spieltag als Bundesliganeulinge. Ich bin sicher, dass – wenn auch Ernst wieder fit ist – der VfL noch mal deutlich besser sein wird”, sagte Kai Wandschneider nach dem Match in Wetzlar.

Das Hinspiel Ende August hatte die MT übrigens zu ihren Gunsten entschieden. Obwohl Carsten Lichtlein damals das VfL-Gehäuse mit 21 Paraden praktisch zunagelte, hatten die Hausherren nicht zuletzt aufgrund der 8 Tore von Julius Kühn am Ende die Nase knapp vorn. Nachdem am Dienstag in Gummersbach der Schlusspfiff ertönt, verabschiedet sich die MT in eine 46-tägige EM-bedingte Ligapause. Erst am 11. Februar 2018 geht es mit dem Heimauftritt gegen den SC DHfK Leipzig weiter.

TV-Berichterstattung: Das Spiel wird live von SKY übertragen, Vorberichte ab 16:45 Uhr

Das nächste Spiel:
Der erste Einsatz des MT-Teams nach der EM-bedingten Ligapause steigt am Sonntag, 11.02.18, um 15:00 Uhr in der Rothenbach-Halle Kassel, Gegner ist der SC DHfK Leipzig.
© MT-Presseteam / M.Kittner

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