NEUSTART MISSLUNGEN – MT VERLIERT HESSENDERBY



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Der erhoffte gute Start ins neue Jahr ist gründlich in die Hose gegangen. Die MT Melsungen verliert am 19. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga das Hessenderby bei der HSG Wetzlar glatt mit 22:27 nach 6:13-Halbzeitrückstand. Der Angriff zu statisch, die Abwehr zu passiv und dazu noch einige ungenutzte Chancen – so geriet die MT nach relativ gutem Beginn etwa ab der 20. Minute immer mehr ins Hintertreffen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Nordhessen dann ein anderes Gesicht, kämpften sich mit großem Einsatz bis auf drei Tore heran (16:13, 42. Min.) und hatten da die Chance, den Rückstand weiter zu verkürzen. Aber nach zwei, drei technischen Fehlern, die die Grünweißen jeweils schnell zu Gegentreffern nutzten, war am Ausgang des Spiels nichts mehr zu ändern. Beste Schützen in der mit 4.421 Zuschauern ausverkauften Wetzlarer Rittal Arena waren Philipp Weber (8/2) für die Hausherren und der in der zweiten Spielhälfte hereingekommene Momir Rnic (5/0) für die Gäste.

Die Anspannung eines besonderen Spiels, eines Derbys eben, war vom Start weg auf beiden Seiten zu spüren. Nervöse Aktionen hüben wie drüben – lediglich die Keeper Sjöstrand und Buric waren davon nicht betroffen. Nach viereinhalb Minuten war es dann Cavor, dem Halbrechten der Wetzlarer, vorbehalten, mit dem 1:0 den Bann zu brechen. Kurz darauf gelang dann auch der MT der erste Treffer durch Rechtsaußen Haenen, nachdem zu Anfang Golla und Schneider bereits freistehend an Buric gescheitert waren.

Stimmen zum Spiel:

HSG-Trainer Kai Wandschneider: Wir alle wussten ja nicht, wo wir nach den sechs Wochen Punktspielpause stehen. Umso mehr hat mich der Auftritt meiner Mannschaft heute berührt. Die Abwehr in der ersten Halbzeit war mit das Beste, was ich in der Bundesliga im Laufe meiner Trainerkarriere gesehen habe. Wir haben personelle Rückschläge weggesteckt, sind auch ruhig geblieben, als der Abstand auf drei Tore zusammenschmolz. Ich bin einfach nur glücklich.

MT-Trainer Michael Roth: Das Angriffsspiel in der ersten Halbzeit war katastrophal. So darf man nicht spielen. Es war wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen. Warum, das müssen wir analysieren. Auch fehlte es an der nötigen Spielsteuerung. Das alles war aufgrund der guten Vorbereitungsphase so nicht zu erwarten. In der zweiten Halbzeit, die wir knapp gewinnen konnten, hat die Mannschaft noch einmal Moral bewiesen. Das gehörte aber auch schon zu den wenigen positiven Erscheinungen, die wir aus diesem Spiel mitnehmen können. Um das Spiel noch zu drehen, hätte bei uns alles passen und der Gegner hätte mehr Schwächen zeigen müssen. Das war beides nicht der Fall. Wetzlar hat einen gute Abwehr gestellt, was eine wesentliche Grundlage für den klaren Sieg war. Das muss man anerkennen.

Die nächsten Spiele:
Sa., 11.02.17, 19:30 Uhr, EHF-Cup: MT Melsungen – S.L. Benfica (POR), Rothenbach-Halle Kassel
Mi., 15.02.17, 19:00 Uhr, Bundesliga: MT Melsungen – HBW Balingen-Weilst., Rothenbach Halle Kassel
© Info: MT-Presseservice                            Foto: M.Kittner



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