Serie gerissen – MT verliert mit 30:34 in Lemgo

DSC_9660.jpgkleinNach sechs Spielen ohne Niederlage hat es die MT Melsungen erstmals wieder erwischt. Mit 30:33 (14:16) zogen die Nordhessen beim TBV Lemgo, bei denen sich der Trainerwechsel vor Monatsfrist auszuzahlen scheint, den Kürzeren. Die Ostwestfalen lagen über die weite Strecken der Begegnung in Führung und brachten die beiden Punkte nicht unverdient über die Ziellinie. Vor allem in der Abwehr zeigte die MT Schwächen, die am Ende nicht zu kompensieren waren. Momir Rnic war mit sieben Treffern erfolgreichster Nordhesse, bei Lemgo zeichnete sich Rolf Hermann mit sechs Toren aus.

Die Schlussphase wurde hektisch und drohte den Schiedsrichtern mehr als einmal zu entgleiten. Dennoch ließen sie sich am Ende nicht von ihrer Linie abbringen und behielten den Überblick trotz so mancher Nickeligkeit auf dem Feld. Zwar versuchten es die Nordhessen auch noch mit offener Manndeckung, konnten die erste Niederlage nach zuvor sechs ungeschlagenen Partien nicht mehr abwenden.

Michael Roth: Ich denke, Lemgo hat das Spiel verdient gewonnen. Wir haben heute erstmals seit längerer Zeit nicht alles investiert, was möglich gewesen wäre und konnten die nötige Spannung nicht aufbauen. Ich hatte die Mannschaft gewarnt, dass der Gegner nicht am Tabellenplatz zu messen ist. Darüber hinaus waren wir zu fahrig in der Abwehr und hatten auch nicht die gewohnte Torwartleistung. Vorn war alles zu ungenau und die Quote aus dem Rückraum zu schlecht. Kurzum: wir haben einfach nicht gut genug gespielt für Lemgo. Für den TBV freut es mich aber, dass es langsam wieder aufwärts geht. Wir bereiten uns jetzt auf eine schwierige Rückrunde mit ganz vielen Spielen vor. Zuvor wünschen wir allen, vor allem auch unseren tollen Fans, die uns heute wieder super unterstützt haben, ein gutes neues Jahr.

Florian Kehrmann: Ich bin noch etwas baff, was die Jungs hier heute nach der langen Hinrunde und den vielen negativen Erfahrungen auf die Platte gebracht haben. Aber das war ein Spiegelbild der letzten beiden Spiele, wo wir schon ganz dicht am Sieg dran waren. Wir haben uns über die Weihnachtstage intensiv auf Melsungen vorbereitet und zwei Faktoren ausgemacht, die für uns sprachen: dass die MT nach dem Highlight gegen Flensburg noch einmal umschalten muss, obwohl die Spieler vielleicht lieber schon fertig wären, und dass – wenn wir lange im Spiel bleiben – der Gegner irgendwann die Lust verliert. Wir wollten Melsungen über die Mitte zwingen, damit sie über unsere langen Kerls werfen müssen, und das hat geklappt. Unter dem Strich hat jeder heute seinen kleinen Teil dazu beígetragen, das Spiel über die Zeit zu kämpfen.

© Text: MT Foto: M.Kittner

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