Starke Löwen holen Punkt gegen Saarbrücken

adscf5190KSV Hessen Kassel – 1. FC Saarbrücken 0:0 (0:0)
Der nächste richtig gute Auftritt der Kasseler Löwen: Am Samstagnachmittag erreichte der KSV ein 0:0 gegen den Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken. Vor 1.745 Zuschauern im Auestadion musste mit Steven Rakk der nächste Spieler wegen einer Verletzung ausgewechselt werden, zudem sah Sergej Evljuskin in der Schlussphase nach einer eher harmlosen Aktion die Ampelkarte.

Bei den Löwen standen die zuletzt gesperrten Tim Philipp Brandner und Henrik Giese wieder in der Startelf. Auch Nicolai Lorenzoni war nach überstandener Verletzung wieder mit dabei, während Marco Dawid wegen einer Zerrung fehlte. Bereits in der 23. Minute musste Trainer Tobias Cramer ein weiteres Mal umstellen, als Steven Rakk mit einer Schädelprellung ausgewechselt werden musste und dafür Cabrel Mendy in die Partie kam.
Den besseren Start hatten bei Nieselregen die Gäste: Der Tabellenzweite war viel in Ballbesitz, der KSV stand tief und lauerte auf Konter. Nach 13 Minuten gab es die erste Möglichkeit für die Löwen: Sergej Schmik passte zu Nicolai Lorenzoni, der jedoch im Strafraum nicht richtig den Ball erwischte. Nach einer halben Stunde Spielzeit jubelten die Löwen-Fans nach einem Tor von Sebastian Schmeer, jedoch fand der Treffer wegen Abseits keine Anerkennung. Auf der anderen Seite versuchte es Mario Müller einmal aus 16 Metern, etwas später mit einem direkten Freistoß. Zählbares kam nicht dabei heraus.bdscf4994
Nach der Pause hatte Marwin Studtrucker nach Zuspiel von Patrick Schmidt in der 48. Minute die Gästeführung auf dem Fuß, schoss aber knapp am Pfosten vorbei. Beim KSV sorgte eine Ecke von Adrian Bravo Sanchez für Gefahr, die Saarbrückens Torwart David Salfeld nur mit viel Mühe entschärfen konnte. „Der Boden wurde immer tiefer und wir konnten dann nicht mehr den Druck erzeugen, um hier den Lucky Punch zu setzen“, analysierte FCS-Trainer Dirk Lottner die zweite Halbzeit. Die Folge war, das der KSV immer besser ins Spiel kam und auch noch eine richtig gute Gelegenheit hatte: In der 63. Minute passte Tim Philipp Brandner den Ball wunderbar zu Sebastian Schmeer, der allerdings an David Salfeld scheiterte. Auf der anderen Seite reklamierte Saarbrücken Elfmeter, als Mario Müller im KSV-Strafraum zu Fall kam. Es war ein Spiel mit vielen Zweikämpfen, die Schiedsrichter Pascal Müller nicht selten zu ungunsten der Löwen auslegte. Viermal gab es Gelb gegen den KSV, einmal nur für die Saarländer. In der 85. Minute zog sich der Unparteiische endgültig den Zorn der KSV-Fans zu, als er Sergej Evljuskin nach einer eher harmlosen Situation mit der Ampelkarte vom Feld schickte. Erst zwei Minuten zuvor hatte er Gelb gesehen. Damit fehlt im kommenden Heimspiel gegen Pirmasens der nächste wichtige Akteur. Trainer Tobias Cramer nahm das ganze mit Galgenhumor: „Er hat zuvor eine Rippenprellung oder einen Rippenbruch erlitten – mit der Gelb-Roten Karte hat er sich nun selbst aus dem Verkehr gezogen.“ In der Nachspielzeit gab es dann den nächsten Aufreger, als Müller ein Handspiel eines Saarbrückers im Strafraum übersah und den Löwen damit einen Elfmeter verweigerte. Während der Schiedsrichter mit wütenden „Schieber“-Rufen aus dem Stadion verabschiedet wurde, zeigte sich Tobias Cramer mit dem Punkt zufrieden: „Wir können sehr gut mit diesem Unentschieden leben. Es ist ein schönes Ergebnis und wir hatten wieder einmal eine sehr gute Stimmung hier im Stadion.“
Damit ist bereits Anfang November die Hinrunde beendet. Der KSV rangiert mit 26 Punkten auf einem sehr guten siebten Tabellenplatz, insbesondere in Anbetracht der angespannten Personalsituation. Bereits am kommenden Samstag (12. November, 14 Uhr) startet die Rückrunde, wenn der FK Pirmasens im Auestadion gastiert.
©  Info: O.Zehe                                   Fotos: M.Kittner

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