Bei WM-Fan-Schminke auf Inhaltsstoffe achten Mögliche Gesundheitsgefahren durch Konservierungsstoffe

Köln (ots) – Für viele Fußballfans gehört Schminke inzwischen genauso zum Feiern wie Schal und Trikot. Damit Landesfarben, Banner und Co. nur „gemalt“ bleiben, müssen Verbraucher genauestens auf die Inhaltsstoffe der Schminke sowie die richtige Pflege der Haut achten. Ein besonderes Augenmerk gilt den enthaltenen Konservierungsstoffen. Bereits in den letzten Jahren gab es bei diesen Stoffen viele gesetzliche Veränderungen, so ist auch der Konservierungsstoff Methylisothiazolinone bei Schminke verboten. TÜV Rheinland rät aber, wenn Sensibilisierungen bekannt sind, Schminke mit diesem Inhaltsstoff nicht mehr zu kaufen bzw. zu benutzen. „In Untersuchungen der EU wurde festgestellt, dass Methylisothiazolinone zunehmend allergische Reaktionen auslösen“, erklärt Dr. Greta Dau, Lebensmittelchemikerin bei TÜV Rheinland.

Inhaltsstoffe beachten

Auch sagt der Preis nichts über die Hautverträglichkeit von Schminke aus. Die Gefahr, dass die Haut auf die Schminke negativ reagiert, richtet sich vielmehr danach, ob beispielsweise bereits Allergien vorhanden sind. „Dann sollte man auf jeden Fall die Liste der Inhaltsstoffe genau studieren, um etwaige unangenehme Irritationen wie Rötungen oder gar Ekzeme zu vermeiden“, so Dr. Dau. Denn: Nur weil die Hautverträglichkeit des Produktes laut Angaben des Herstellers „dermatologisch getestet“ wurde, ist diese nicht zwangsläufig gewährleistet. Schließlich steht das Ergebnis dieser Tests, also gut oder schlecht, nicht immer auf der Packung. Auch die Zahl und Aufteilung der Probanden nach Alter und Geschlecht bleibt oftmals im Dunkeln.

„Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Fan-Schminke frisch ist und man keine Restbestände von der letzten EM bzw. WM erworben hat“, so Dau. „Diese Produkte waren in Tests noch sehr oft auffällig hinsichtlich der verwendeten Farbstoffe.“ Wichtig ist es, die Produktionscharge (beinhaltet oft das Produktionsdatum) zu prüfen und sich die Schminke genau anzuschauen, ob sich beispielsweise Ablagerungen gebildet haben oder der Geruch unangenehm ist. Dann sollte man zu einem anderen Produkt greifen.

Um Hautirritationen vorzubeugen, ist die richtige Hautpflege sowohl vor als auch nach dem Schminken wichtig. „Vor dem Auftragen der Schminke ist die Haut gründlich zu reinigen und als Grundierung eine fettige Creme zu verwenden“, empfiehlt die Expertin. Bei der Reinigung kommt es dann auf die Art der Schminke an: Wasserbasierte Produkte lassen sich am besten mit Wasser entfernen, für fettbasierte Produkte sind Reinigungsöl und Wattebausch zu verwenden. „Nach dem Feiern braucht die Haut dann unbedingt eine Schminkpause, um sich zu regenerieren“, rät Dr. Dau. „Mit einer milden Pflege kann man die Regeneration unterstützen.“ Bereits geöffnete Schminkdosen kann man weiterverwenden, solange das Mindesthaltbarkeitsdatum ab der Öffnung nicht überschritten ist. Dazu sollte man die Packung klar mit dem Öffnungsdatum kennzeichnen.

PM: TÜV Rheinland (HJ)

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