Handy mit Vertrag zu Weihnachten: Diese 5 Kostenfallen sollte man kennen

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Diese 5 Kostenfallen sollte man kennen

Hamburg (ots) – Zu Weihnachten soll es ein neues Handy mit Vertrag sein – also am besten direkt eines der vielen Handyvertrags-Schnäppchen im Internet abschließen? Vorsicht: Viele Angebote sind mit Kostenfallen gespickt. Verbraucher sollten aufpassen, damit sie nicht zwei Jahre lang deutlich mehr zahlen als angenommen. Das Mobilfunk-Portal Smartklar.de hat fünf häufige Kostenfallen gesammelt – und gibt Tipps, was man dagegen tun kann. „Wer nicht genau hinschaut, der zahlt nach kurzer Zeit schnell jeden Monat doppelt so viel wie gedacht“, sagt der Verbraucherjournalist Justin Pietsch, Betreiber des Portals Smartklar.de

Falle 1: Preis gilt nur kurze Zeit

Die Grundgebühr für den leistungsstarken Handyvertrag ist unglaublich niedrig? Dann handelt es sich wahrscheinlich um einen Aktions-Preis, der nur für kurze Zeit gilt. Das heißt: Die Grundgebühr steigt nach 12 oder 24 Monaten deutlich an. Bei einigen Anbietern verdoppelt sich sogar der ursprüngliche Preis.

Manche Anbieter gehen noch weiter und setzen auf eine etappenweise Anhebung: Nach sechs Monaten steigt die Grundgebühr um fünf bis zehn Euro, nach einem Jahr um weitere fünf bis zehn Euro.

Was tun?

Wenn der Preis erst nach zwei Jahren steigt, sollte man rechtzeitig kündigen – und danach zu einem anderen, günstigeren Tarif wechseln. „Handytarife, bei denen die Grundgebühr bereits nach einem Jahr steigt, würde ich meiden“, rät Justin Pietsch. „Die Erfahrung zeigt, dass sich solche Angebote meist nicht lohnen.“

Falle 2: Datenautomatik sorgt für Mehrkosten

Einige Anbieter verankern in ihren Handytarifen eine Datenautomatik. Die sorgt dafür, dass automatisch Datenvolumen nachgekauft wird, wenn das gebuchte Datenvolumen verbraucht ist. Man kann dann zwar weiter schnell im Internet surfen, zahlt dafür aber extra.

Die Datenautomatik greift bis zu drei Mal pro Monat, erst danach wird die mobile Internet-Geschwindigkeit gedrosselt. „Kundenfreundlicher wäre es, wenn der Verbraucher selbst entscheiden könnte, ob er für Extra-Datenvolumen zahlen möchte“, meint Verbraucherjournalist Justin Pietsch.

Was tun?

Bei einigen Anbietern kann man die Datenautomatik deaktivieren, oft ist sie aber „fester Tarifbestandteil“ – dann ist eine Deaktivierung nicht möglich. Damit die Datenautomatik nicht greift, sollte man seinen Datenverbrauch gut im Auge behalten. „Wer sich unsicher ist, der sollte einen Handyvertrag mit etwas mehr Datenvolumen wählen“, rät Justin Pietsch. „So umgeht man die Gefahr, dass die Datenautomatik vorschnell greift.“

Falle 3: Nutzlose Zusatz-Optionen bei Vertragsabschluss

Auch beim Bestellvorgang lauern Fallstricke: Manche Provider bieten ihren Kunden vermeintlich kostenlose Zusatz-Optionen an. Nur kurz ein Häkchen gesetzt – schon hat man die Option mitbestellt. Extras sind allerdings oft nur für einige Monate kostenfrei, danach fallen dafür Extra-Gebühren an. Außerdem sind diese Optionen oft nicht sinnvoll.

Was tun?

Beim Bestellprozess sollte man genau darauf achten, wo die Häkchen gesetzt sind. Angebotene Zusatz-Optionen lohnen sich meist nicht – sie haben im virtuellen Warenkorb nichts verloren. „Extras wie Sicherheitspakete kann man auch später noch bestellen – wenn man sie denn überhaupt benötigt“, rät Justin Pietsch.

Falle 4: Extras gelten nur im ersten Monat

Klingt super: Der Anbieter verspricht sagenhafte eine Internet-Flat mit 10 GB für unter 10 Euro Grundgebühr im Monat. Aber: Das Datenvolumen-Paket bekommen Kunden nur im ersten Monat – danach gilt das reguläre Datenvolumen von 1 GB. Auch mit anderen Extra-Optionen wollen Anbieter Neukunden locken.

Was tun?

Wer dauerhaft viel Leistung benötigt, der sollte direkt einen leistungsstärkeren Vertrag buchen – und sich nicht von kurzfristigen Aktionen verwirren lassen. „Zehn Gigabyte Datenvolumen im ersten Monat nützen wenig, wenn man nach einem Monat nur noch ein Gigabyte zur Verfügung hat“, sagt Smartklar.de-Betreiber Justin Pietsch.

Falle 5: Handy mit Vertrag oft ziemlich teuer

Nahezu jeder Anbieter lockt Kunden mit einem neuen Smartphone, das man für nur einen Euro zum Handyvertrag dazubekommt. Das Problem: Der Handyvertrag ist dann in der Regel ziemlich teuer und an eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren gebunden. Das günstige Handy bezahlt man letztlich also über eine deutlich höhere Grundgebühr.

Beispiel: Der Handyvertrag kostet regulär 15 Euro. Wer dazu ein Samsung Galaxy S7 haben will, zahlt pro Monat 35 Euro – ein Aufschlag von 20 Euro pro Monat. Nach 24 Monaten hätte man fürs Smartphone also 480 Euro gezahlt. Online ist das Handy allerdings schon für knapp 400 Euro zu haben.

Was tun?

Meist ist es günstiger, sich das Wunsch-Handy ohne Vertrag online günstig zu bestellen. Bei der Suche nach dem günstigsten Preis helfen Vergleichs-Seiten wie idealo.de oder guenstiger.de. Bei der anschließenden Handyvertrags-Wahl (ohne Smartphone) ist man flexibler und der Preisvergleich fällt leichter. „Handytarife ohne Handy lassen sich viel einfacher miteinander vergleichen, weil man dabei nicht den Smartphone-Preis einkalkulieren muss“, sagt Justin Pietsch. Beim Vergleich helfen diverse Tarifrechner im Internet.

Großer Vorteil: Man muss nicht einen Handyvertrag mit langer 24-Monats-Laufzeit wählen, sondern kann einen monatlich kündbaren Tarif abschließen. Solch ein flexibler Vertrag ermöglicht es, später kurzfristig zu wechseln, wenn es Ärger mit dem Anbieter geben sollte oder wenn sich die Ansprüche an den Handyvertrag ändern.

PM: www.smartklar.de. (HJ)

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