Zwei nach Shanghai



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Staubige StreckeMit zwei Fahrrädern, Smartphones, Action Cams und einer Sony Camera mit Videooption machten sich Paul und Hansen Hoepner an ihrem 30. Geburtstag auf, um von Berlin nach Shanghai zu radeln. Das bedeutet über 13.000 km auf dem Sattel, über Stock und Stein, und das im wahrsten Sinne.

Es war nicht die erste Tour der beiden. Ungarn, Polen, Italien oder der Polarkreis waren bereits früher ihre Ziele, doch diesmal berichteten sie von ihrer wohl längsten Tour. 7 Monate hat es gedauert, bis sie am Ziel waren, obwohl sie, wie sie am Ende des Vortrags gestanden, quasi 20 m vor dem Ziel, einer Aussichtsplattform, von einem Sicherheitsbeamten aufgehalten wurden.

Verpflegung unterwegsDie beiden eineiigen Zwillinge amüsieren sich darüber, dass der Veranstalter sie nicht einzeln vorgestellt hätte. Es läge wohl daran, dass sie sich selbst manchmal auch nicht auseinander halten könnten.  Vergleicht man die Präsentation mit anderen, die bereits auf dem Fernwehfestival zu sehen waren, so wird sie sicher schon wegen ihrer Andersartigkeit im Gedächtnis bleiben. Es sind größtenteils einfache Bilder, wie sie wohl jeder von uns ebenfalls hätte machen können. Ein Vergleich mit anderen Fotografen ist daher vielleicht unangebracht, denn im Grunde steht ein anregender und lebhafter Vortrag von den Zwillingen im Vordergrund. Diese haben sich im Vortragssaal so gut verstanden und gegenseitig ergänzt, dass man die erwähnten und gezeigten Streitszenen für Show halten mochte.

Dennoch zeigen diese oft einfachen Bilder gerade, dass es sich eben nicht um eine von namhaften Sponsoren unterstützte Reise handelt. Wenn – selten genug – die Hersteller bestimmter Produkte erwähnt werden, so hat es eher den Anschein einer nebenbei gegebenen Information als den von gezieltem Product Placement.

Einsamkeit

Hintergrund

Das Göttinger Fernwehfestival im zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen findet in diesem Jahr schon zum 12. mal statt. Neben den Vorträgen (13 waren es in diesem Jahr) ist das Nebenprogramm naturgemäß ebenfalls sehr wichtig. Hierunter ist sowohl die regelmäßige Fotoausstellung eines lokalen Fotoclubs zu nennen, als auch eine wechselnde Zahl von Fachhändlern rund um Outdoor-Aktivitäten. Dieses Angebot bietet den Besuchern über die Vorträge hinaus die Möglichkeit, mit den Händlern über ihre Produkte zu reden und sich zu informieren. Insofern ist es bedauerlich, dass die Zahl der Aussteller von Jahr zu Jahr abzunehmen scheint. Es gab Zeiten, als die Halle mit Ausstellern gepflastert war und sogar ein umfangreiches kulinarisches Angebot existierte. Es wäre sehr zu wünschen, wenn dies in der Zukunft wieder der Fall wäre, denn das Festival bietet neben interessanten Vorträgen auch den berühmten „Blick über den Tellerrand“.

Für Schnellentschlossene: Das Fernwehfestival ist noch nicht zu Ende! Auch heute (Sonntag) gibt es noch einige Vorträge, die es sich lohnt zu besuchen!

Die nächste ähnliche Veranstaltung in der Region sind dann im März die Nordhessischen Naturfototage in Gudensberg. Dort steht die Naturfotografie im Vordergrund, ein gutes Kontrastprogramm zur Reisefotografie des Fernwehfestivals.

Alle Fotos dieses Artikels sind (C) Paul und Hansen Hoepner, http://www.zweinachshanghai.de/

 



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