Boombranche Franchise: So funktioniert das System

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Franchisesysteme erleben seit Jahren einen Boom. Da macht auch Kassel keine Ausnahme, wo sich deutsche und internationale Franchise wie McDonald’s, Nordsee, Fielmann und Douglas aneinanderreihen. Interessant für Gründer ist dabei nicht nur die Möglichkeit, eine Franchise zu nehmen. Wer es geschickt anstellt, kann auch als Franchise-Geber auftreten – und andere für sich arbeiten lassen.

Wie funktionieren Franchise überhaupt?

Franchise, die oft mit „Ketten“ gleichgesetzt werden, schwappten wie so viele Verbraucherinnovativen über den Atlantik nach Europa. Daher steckt ein simpler Gedanke: Wenn ein einzelnes Geschäft so erfolgreich ist, dass es die Nachfrage nicht mehr bedienen kann, eröffnet es Zweigstellen. Für die Leiter der Zweigstellen ist es einfacher, Kunden anzulocken, denn sie können mit einem etablierten und beliebten Markennamen werben. Natürlich kommen auch die größten Franchise-Ketten der Welt heute aus den USA, darunter McDonald’s, Subway und Pizza Hut. Auch an fremden Orten weiß der treue Stammgast schließlich, was ihn hier erwartet.

Doch auch deutsche Franchise-Unternehmen boomen. Wer sich mit einem Nordsee-Restaurant oder einer Douglas-Filiale selbstständig macht, tut sich oft leichter, Kundschaft anzulocken als mit einem unabhängigen Fischbrötchen-Stand oder einer selbständigen Parfümerie. Auf der anderen Seite sind natürlich auch die Gewinne niedriger, denn ein Teil der Einkünfte muss stets an den Franchise-Geber abgeführt werden.

Wie werde ich Franchisegeber?

Der Deutsche Franchiseverband e.V. benennt regelmäßig die besten Franchise-Geber in Deutschland. Viele Unternehmensgründer planen mittlerweile von Anfang an mit zukünftigen Franchise. Warum einen einzelnen Coffee Shop eröffnen, wenn sich das ganze Land mit ihnen überziehen lässt? Vorgemacht haben es zum Beispiel die in den 90er Jahren in Berlin gegründete Kette Einstein Kaffee und die aus München stammenden Coffee Fellows. Dabei sind Gastronomie-Konzepte nur einige der bekanntesten Franchise überhaupt.

Andere Geschäftsbereiche gefällig? Wer ahnt schon, dass die in ganz Deutschland bekannte Schülerhilfe eine Franchise ist, mit der sich im Grunde jeder selbstständig machen kann? Ob Designermöbel von BoConcept, Fitnesstraining InJoy oder modische Brillen bei Apollo Optik: Bei allen handelt es sich um Franchisesysteme. Wer als Franchisegeber auftreten möchte, sollte ein erfolgreiches Geschäft haben, einen zündenden Namen und umfangreiche Unterstützung für die potenziellen Franchise-Nehmer bieten. Je bekannter die eigene Marke schon ist, umso eher finden sich interessierte Franchise-Nehmer. Gerade Neulinge sollten die Einstiegsgebühren daher nicht zu hoch ansetzen.

Wie finden sich Franchise-Geber und –nehmer?

Die erste Anlaufstelle ist der Deutsche Franchiseverband e.V., auf dessen Website diverse Franchise-Geber aufgelistet sind. Er hält Ratschläge sowohl für Geber und Nehmer bereit. Seit drei Jahren vergibt er außerdem das System-Check-Gütesiegel, mit dessen Hilfe seriöse solide Systeme ausgezeichnet werden. Dies gibt beiden Seiten zusätzliche Sicherheit.

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