NABU ruft zur Vogelzählung auf

Eisvogel im Bergpark

Eisvogel im Bergpark

Große Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 8. bis 10. Januar

Wetzlar – Vom 8. bis 10. Januar ist es wieder soweit: Der NABU ruft zur großen Vogelzählaktion „Stunde der Wintervögel“ auf. Auch in Hessen sind wieder alle Naturfreunde gefragt, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Vorjahr beteiligten sich bundesweit mehr als 77.000 Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“ und zählten über zwei Millionen Vögel. Das wichtigste Ziel von Deutschlands größter bürgerwissenschaftlicher Mitmachaktion ist die Erfassung der Bestandsentwicklung von Vögeln im Siedlungsbereich. „Langfristig lassen sich auch Änderungen des Zugverhaltens von Vögeln feststellen. So wurden in den vergangenen Jahren verstärkt Zugvögel gezählt, die unsere Breiten normalerweise im Winter verlassen, wie Mönchsgrasmücken, Hausrotschwänze oder Stare“, erklärt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Diese Vögel ersparen sich offenbar zunehmend den Zug in den Süden.

Im Mittelpunkt der Aktion „Stunde der Wintervögel“ stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten, die den Winter hier verbringen wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Neben diesen „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, sind aber auch zusätzliche Wintergäste wie Rotdrossel und Seidenschwanz zu beobachten, die aus dem kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Der NABU weist darauf hin, dass beim Vogelzählen auch Gärten, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind, mit einbezogen werden sollten. „Rückgänge von Arten können wir bei der „Stunde der Wintervögel“ nur mitbekommen, wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten. Gerade ein schleichender Rückgang würde sonst kaum auffallen“, so Eppler. Der NABU vergleicht zudem Vogelbeobachtungen zwischen Gärten mit und ohne Winterfütterung. Wichtig ist es daher, auch dort zu zählen, wo kein Futterhäuschen in Sichtweite ist.

Zur Teilnahme reichen das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt aus. Eine besondere Qualifikation ist nicht nötig, denn die „Stunde der Wintervögel“ funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Plätzchen aus notiert man von jeder Vogelart, die man kennt, die höchste Anzahl, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu entdecken ist. Die Beobachtungen können dann bis zum 18. Januar ganz bequem unter www.stundederwintervoegel.de an den NABU gemeldet werden. Zudem ist am 9. und 10. Januar jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 für Vogelmeldungen freigeschaltet. Wenn man sich bei der Vogelbestimmung nicht ganz sicher ist, kann man auf der Aktions-Webseite die Portraits der 35 wichtigsten Wintervögel zu Rate ziehen. Unter allen Einsendungen werden wertvolle Preise verlost.

Quelle: NABU

(JH)

Ein Kommentar

  • Dr. Gerhard Enderlein

    Zählung am 10.01.2016 in Fuldabrück-Bergshausen im Garten
    Haussperling 10
    Kohlmeise 10
    Amsel 4
    Elster 2
    Ringeltaube 3
    Rabenkrähe 2
    Rotkehlchen 1
    Buntspecht 1

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