Stadt begrüßt Bundesratsinitiative zum Wildtierverbot im Zirkus

Die Absicht der Bundesratsmehrheit, Haltung und Einsatz von Wildtieren im Zirkus durch ein Bundesgesetz zu untersagen, hat Bürgermeister Jürgen Kaiser positiv bewertet. „Jetzt ist das Thema dort, wo es hingehört!“, kommentierte der Bürgermeister. Kaiser, in dessen Dezernat auch das fachlich zuständige Amt für Verbraucherschutz und Tiergesundheit fällt, hatte sich bereits in der Vergangenheit mit der Thematik eingehend befasst und diese Richtung geäußert.

Seit langem werden die problematischen Lebens-, Transport- und Einsatzbedingungen für Wildtiere im Zirkus kritisch diskutiert – in der Fachöffentlichkeit und von Tierschutzorganisationen gleichermaßen. „Es geht nicht um fehlenden guten Willen der Zirkusunternehmen. Artgerechte Haltung unter den Rahmenbedingungen eines Zirkusbetriebes ist nahezu unmöglich“, sagte Kaiser.

Die Stadt hatte vor einigen Jahren auf kommunaler Ebene ein Auftrittsverbot von Wildtieren im Stadtgebiet verankert, diese Regelung jedoch angesichts der entgegenstehenden Rechtsprechung vor einigen Monaten wieder aufheben müssen. Kaiser: „Wir haben das schweren Herzens getan, nicht etwa, weil sich unsere Auffassung in dieser Frage geändert hat, sondern um Schadensersatzforderungen betroffener Zirkusunternehmen zuvorzukommen, die angesichts der Rechtslage mit hoher Wahrscheinlichkeit drohen“.

Umso erfreulicher sei es, dass nun eine bundeseinheitliche Regelung in Aussicht sei. Sie sei nicht nur ein Fortschritt im Tierschutz, sondern schaffe auch Rechtssicherheit und nicht zuletzt Wettbewerbsgerechtigkeit, da jeder in Deutschland ansässige und gastierende Zirkus den künftigen gesetzlichen Wildtierschutz beachten müsse.

Kaiser wies abschließend darauf hin, dass Deutschland mit einem solchen Verbot keinesfalls Vorreiter sei. In 13 europäischen Ländern sei die Haltung von Wildtieren bereits ganz oder teilweise verboten.

 

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