Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen eingeweiht

Wolfhagen. „Die Eco Pfade im Landkreis Kassel sind ein Erfolgsmodell, das in der Region immer mehr an Bedeutung gewinnt“, stellt Landrat Uwe Schmidt bei der Eröffnung des Eco Pfades Kulturgeschichte in Wolfhagen fest. Der 18. Eco Pfad in der Region und der erste in Wolfhagen ermöglicht eine Zeitreise durch die Industrie- und Kulturgeschichte der ältesten Stadt im Landkreis Kassel. Schmidt: „Die Geschichte Wolfhagens hat soviel zu bieten, dass ich mir noch weitere Eco Pfade in Wolfhagen vorstellen kann“.

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen führt über rund 8 Kilometer vom Standort des ehemaligen rituellen Taufbad der jüdischen Gemeinde in der Schützeberger Straße über die Wüstung Langel und das Wasserschloss Elmarshausen zum Schützeberg mit seiner bedeutenden Kirchengeschichte. Weiter geht der Weg zur ehemaligen Papiermühle Schützeberger Hof, zu einer Infotafel über die Wolfhager Kolonien Philippinenthal, Philippinenburg und Philippinendorf an der Gedenkstätte des Bundes der Vertriebenen vorbei zurück zum Ausgangspunkt in der Nähe des Bahnhofs Wolfhagen. Landrat Schmidt dankt dem Heimat- und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen und dem Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein für die Unterstützung bei der Ausarbeitung der Strecke, sowie Dr. Thilo Warnecke und Birgit Mietzner für die inhaltliche und grafische Gestaltung der Informationstafeln.

Mit diesem breit gespannten Themenfeld passt der neue Eco Pfad in Wolfhagen „sehr gut in die Angebotspalette der Eco Pfade im Landkreis“, so der Landrat weiter.

Schmidt: „Neben den archäologischen Eco Pfaden hat sich die Kulturgeschichte zu zweiten Säule der Eco Pfade entwickelt“. Wie die anderen Eco Pfade im Landkreis Kassel auch, will der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen Lust auf die Beschäftigung mit lokaler und regionaler Geschichte wecken.

„Anhand der Informationstafeln kann man auf eigene Faust eine Zeitreise zu Fuß unternehmen und dabei sicherlich Neues entdecken“, erläutert der Landrat das Motto der Eco Pfade. Die Texte erläutern den aktuellen Kenntnisstand über die jeweiligen historischen Stätten und das dazugehörige geschichtliche Umfeld. Die Länge der Strecke ist so ausgelegt, dass sie in einem nicht zu langen Spaziergang bewältigt werden können. Für den Eco Pfad benötigt man insgesamt etwas mehr als drei Stunden reine Gehzeit – man sollte sich aber ruhig mehr Zeit lassen, um die Zeitreise auch genießen zu können.

Für die Gestaltung und Errichtung der Informationstafeln und der Wegweiser fallen für den neuen Eco Pfad Kosten in Höhe von rund 17.600 Euro an. Die Realisierung des Eco Pfades Kulturgeschichte Wolfhagen wurde vom Land Hessen und der Europäischen Union mit 8.700 Euro unterstützt – den Restbetrag übernimmt die Stadt Wolfhagen.

Die Erfolgsgeschichte der kulturgeschichtlichen Wanderwege verdeutlicht die Vielzahl der noch geplanten Eco Pfade im Landkreis Kassel: weitere Eco Pfade sind in Grebenstein-Burguffeln, Habichtswald, Helsa-St. Ottilien, Hofgeismar, Hofgeismar-Hümme, Liebenau-Lamerden, Naumburg, Oberweser-Gieselwerder, Schauenburg, Wahlsburg und Zierenberg-Burghasungen geplant. „Die bisherigen Ecopfade in Bad Karlshafen, Baunatal, bei Calden, an der Diemel, am Dörnberg, von Knickhagen nach Wilhelmshausen, in Gottsbüren, in Grebenstein, Kaufungen und Lohfelden, bei Nieste, am Sensenstein und im Söhrewald werden gut angenommen“, informiert Schmidt. Auch im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis hat die Idee Eco Pfade bereits gezündet. Hier besteht bereits ein archäologischer Eco Pfad rund um Altenburg und Falkenstein bei Niedenstein und für den Kirchberg bei Niedenstein ist ein weiterer Eco Pfad in Planung.

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