MT zieht nach klarem Hessenderbysieg ins Pokal-Viertelfinale ein

Bereits zum zweiten Mal in dieser noch jungen Saison hat die MT Melsungen die Rittal-Arena als Sieger verlassen und der HSG Wetzlar diesmal mit 28:20 (13:8) das Aus im DHB-Pokal beschert. Selber stehen die Nordhessen damit im Viertelfinale. Nicht wiederzuerkennen waren sie im Vergleich zur Niederlage in Minden nur zwei Tage zuvor. Insbesondere die Abwehr stand sicher, während bei besserer Verwertung der vielen herausgespielten Torchancen ein weitaus höheres Ergebnis gegen eine insgesamt schwache HSG möglich gewesen wäre. So genügte eine solide bis ansatzweise gute Leistung zum Einzug ins Viertelfinale, bei der Julius Kühn mit fünf Toren erfolgreichster Melsunger Schütze war. Ebenso oft trafen die Wetzlarer Maximilian Holst und Tim Rüdiger ins Netz.Stimmen zum Spiel:

Heiko Grimm: Das war, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und so sind wir auch zufrieden mit uns und der Mannschaft. Über weite Strecken haben wir ein rundes Spiel gemacht. Wir haben deutlich gesehen, was wir für den Erfolg tun müssen: alle an einem Strang ziehen. Unsere 6:0-Deckung hat das heute super gemacht. Das größte Problem ist der Umgang der Mannschaft mit dem Druck, der auf ihr lastet. Da müssen wir einfach auf unsere Stärken vertrauen und diszipliniert sein. Denn dann kommt dabei so etwas wie heute heraus.

Kai Wandschneider: Herzlichen Glückwunsch an Heiko, Axel und die MT zum Sieg und damit zum Einzug ins Pokal-Viertelfinale. Wir sind in Kiel noch gut ins Spiel gekommen, heute haben wir Melsungen aufgebaut, ohne dass die etwas tun mussten. Es war sehr bescheiden, was wir geboten haben, gerade rechts, und dann lagen wir schon 1:6 zurück. Sind zwar herangekommen auf 5:7, hatten dann aber wieder zu frühe Abschlüsse und lagen zur Pause 8:13 hinten. Dabei war die Deckung noch ganz gut. Die haben wir zum Ende nochmal auf 4:2 umgestellt, um vielleicht darüber nochmal in Konter reinzukommen. Aber das wäre nur noch Kosmetik gewesen. Unser Problem ist ganz klar der Positionsangriff. Es gab mal zwei, drei Tore aus der zweiten Welle, aber das hörte dann gleich auch wieder auf. Zwischendurch blitzte immer wieder was auf, aber uns fehlt einfach die nötige Konstanz.

Axel Geerken: Siege sind immer wichtig. Minden war eine Enttäuschung, ganz klar, und der Tag gestern war nicht schön. Aber wenn nach zwei Tagen schon wieder ein Spiel kommt, kann man solche Dinge schnell wieder revidieren. Der Trainer und die Mannschaft haben heute die richtige Antwort gegeben. Am Sonntag geht es jetzt weiter gegen den Bergischen HC, und das wird wieder eine ganz harte Nuss, an zwei Punkte zu kommen.

(MK)

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