Mit dem Wohnmobil nach Sylt

Mit dem Wohnmobil nach Sylt

Campen auf der Insel der Reichen und Schönen? Geht das überhaupt? Ja, und wie! Sylt ist ein Urlaubsziel wie jedes andere an Nord- und Ostsee. Es gibt Sterne-Restaurants , Bistros, Fischbuden und Mc Donalds. 7 Campingplätze, auf der Insel verteilt, laden Urlauber ein, ihre Ferien dort zu verbringen.
Da die Insel wegen der Coronapandemie überfüllt war und die Wartezeiten am Syltshuttle ( der Autozug, der Urlauber mit ihren PKW über den Hindenburg Damm nach Westerland bringt) mit 4-5 Stunden extrem lang waren, entschlossen wir uns erstmals mit der Fähre von Römö nach List überzusetzen. Schon die Fahrt durch Dänemark war entspannt .Auf Römö verbrachten wir die Nacht auf einem Wohnmobilstellplatz, um am nächsten Morgen als erstes Fahrzeug auf die Syltfähre zu fahren. Während der rund 45 minütigen Überfahrt kann man lecker dänisch frühstücken oder sich an Deck aufhalten und sehen, wie Dänemark am Horizont verschwindet und der Norden Sylts auf der anderen Seite sichtbar wird. Alles sehr entspannt.
In List angekommen führte uns der erste Weg nach „Gosch-City“ , wie man das kommerzielle Zentrum am Hafen nennt, um ein erstes Fischbrötchen zu vertilgen. Das war lecker, aber das Ambiente war beängstigend. So viele Menschen, fast alle ohne Maske, zu eng, keine Rücksichtnahme, besonders bei „lustigen“ angeheiterten Gruppen. Also nichts wie weg, einmal die Insel entlang nach Hörnum im sonnigen Süden. Hier erwartete uns ein schöner Wohnmobilstellplatz am Campingplatz der Gemeinde mit Corona berücksichtigenden Regeln.
Jetzt den hundertsten Sylt-Reisebericht zu verfassen, scheint überflüssig zu sein. Festhalten kann ich, dass man die Insel auch mit einem 6 Meter Camper ohne Einschränkungen genießen kann. Auch auf der eigentlich stark überfüllten Insel findet man fast menschenleere Strände und Heidelandschaften. Menschenansammlungen an den beliebten Hotspots lassen sich vermeiden, ohne dass man etwas vermisst.
Obwohl wir eine Fähre für die Rückfahrt für 12:30 Uhr vorgebucht hatten, hingen wir im Rückreiseverkehr für die Autozüge fest. Verkehrskollaps auf Sylt. Telefonische Umbuchung auf 16.30h sicherte uns eine entspannte Überfahrt nach Römö. Diese „Urlauberüberflutung“ macht die Insel kaputt. Merke: Nie an den klassischen An- und Abreisetagen mit dem Auto irgendwo auf Sylt hinfahren wollen.
Klar ist, dass diese Überfüllung der allgemeinen Reisebeschränkungen geschuldet ist.

M.Kittner                                            © Fotos: M.Kittner

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