Eklat: Umbesetzung vor der Premiere

Bad Hersfelder Festspiele

Christian Nickel übernimmt die Rolle des „Wutbürger“ Luther:
Trennung von Paulus Manker
Die Bad Hersfelder Festspiele unter der Intendanz von Dieter Wedel und der Schauspieler Paulus Manker haben sich mit sofortiger Wirkung getrennt. Manker sollte in der Uraufführung von MARTIN LUTHER – DER ANSCHLAG, die Dieter Wedel inszeniert, als der „Wutbürger“ Luther einen der vier Luther-Darsteller verkörpern.
In der Außerordentlichen Kündigung, die Paulus Manker heute von der Festspiel-Leitung erhalten hat, heißt es:
„In der Probe vom 21. Juni 2017 ist es im Rahmen der Probenkritik zu einem irreparablen Zerwürfnis mit dem Intendanten gekommen. Nachdem Herr Manker sich zunächst hartnäckig geweigert hatte, Regieanweisungen Folge zu leisten, hat er dann die Probe verlassen, was wir als Arbeitsverweigerung ansehen müssen. Die Arbeitsverweigerung vom 21. Juni 2017 war Höhepunkt seines inakzeptabel beleidigenden, unberechenbaren und provokanten Verhaltens während der Probenzeit.
Wir sehen aufgrund dieses Verhaltens die morgige Premiere und den folgenden Spielbetrieb massiv gefährdet. Eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses ist unter diesen Voraussetzungen nicht zumutbar.“
Dieser ungewöhnliche und auch schmerzliche Vorgang ist ein Kraftakt für Regisseur Dieter Wedel, das gesamte Ensemble und das Team der Bad Hersfelder Festspiele.
Christian Nickel, der in MARTIN LUTHER – DER ANSCHLAG den Reformator Luther spielt, wird nun auch die Rolle des „Wutbürger“ Luther übernehmen.
Christian Nickel erhielt für seine Darstellung als John Proctor in Dieter Wedels Inszenierung HEXENJAGD den Großen Hersfeldpreis 2016. Er wuchs in Hamburg auf, studierte Schauspiel an der Hochschule „Ernst Busch“ in Berlin und debütierte 1997 bei den Salzburger Festspielen in Grillparzers LIBUSSA in der Regie von Peter Stein. Im gleichen Jahr wurde er ans Schauspiel Frankfurt engagiert und spielte dort u.a. PEER GYNT und ROMEO. Überregional bekannt wurde er als Goethes FAUST in der Inszenierung des Gesamtstoffes durch Peter Stein auf der Expo2000 in Hannover, in Berlin und in Wien. Fünf Jahre gehörte Nickel dem Ensemble des Burgtheaters in Wien an, weitere Stationen waren das Residenztheater in München, das Berliner Ensemble, das Schauspiel Köln, das TAT Frankfurt/Main, das Maxim-Gorki-Theater in Berlin und seit 2012 das Theater in der Josefstadt in Wien, wo er derzeit engagiert ist.
Seit 2003 ist er auch regelmäßig selbst als Regisseur tätig. Unter der Regie von Dieter Wedel spielte er 2006 und 2014 bei den Nibelungen-Festspielen in Worms.
© Info: Presseservice                                        Fotos: M.Kittner

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