Trotz Krisenjahr in der Kulturbranche besuchten über 75.600 Menschen die Bad Hersfelder Festspiele.

Trotz Krisenjahr in der Kulturbranche besuchten über 75.600 Menschen die Bad Hersfelder Festspiele.

Trotz Krisenjahr in der Kulturbranche

Das Eröffnungsstück ,,Notre Dame“ von Intendant Joern Hinkel erzielte hervorragendes Ergebnis

Gleich zwei Stücke, die Intendant Joern Hinkel in der Stiftsruine inszenierte, wurden bei den 71. Bad Hersfelder Festspielen zu Publikumserfolgen: Das Eröffnungsstück „Notre Dame“ und „Der Club der toten Dichter“, der in diesem Sommer seine Wiederaufnahme feierte. Fast 26.000 Zuschauerinnen besuchten die Vorstellungen von „Notre Dame“, das ist für das Schauspiel ein großartiges Ergebnis und entspricht einer Gesamtauslastung von über 86 Prozent. Den „Club der toten Dichter“ sahen über 17.600 Besucherinnen, mit einer Auslastung von über 75 Prozent.

Insgesamt besuchten über 75.600 Menschen die Veranstaltungen der Bad Hersfelder Festspiele, bei einer Gesamtkapazität von 105.868 Tickets entspricht das einer Gesamtauslastung von über 71 Prozent. Ein Ergebnis, mit dem die Bad Hersfelder Festspiele nach zwei Corona-Sommern gefolgt vom Jahr der ,,Zeitenwende“ und der deutschlandweit schwierigen Situation in der Kulturbranche zufrieden sein können. Joern Hinkel: „Als die Planungen für diesen Sommer gemacht wurden, hatte jeder damit gerechnet, dass wir einen ,normalen‘ Sommer erleben würden, niemand hätte sich im letzten Jahr vorstellen können, dass die Zeiten noch schwieriger werden und alles ganz anders kommt. Corona-Sommerwelle, Krieg in der Ukraine, steigende Preise, das sind traurige Faktoren, die eine Planung am Ende unberechenbar gemacht haben.“

Es sei ein Wunder, dass die Festspiele überhaupt fast reibungslos stattfinden konnten, so der Intendant, die Corona-Sommerwelle habe alle Pläne durcheinandergewirbelt, ständig habe es auf und hinter der Bühne Umbesetzungen gegeben. „Dass nur eine Vorstellung in der fast zweimonatigen Aufführungszeit der Festspiele ausfallen musste, ist einem phänomenalem, motiviertem Ensemble und dem gesamtem Festspiel-Team zu verdanken, die gemeinsam mit den Helfer*innen der Stadtverwaltung, Institutionen und Vereinen Atemberaubendes geleistet haben.“

Trotz der Begeisterungstürme bei Medien und Publikum blieb die Wiederaufnahme des Musicals „Goethe!“ in der Stiftsruine mit 15.000 Zuschauer*innen (Auslastung über 55 Prozent) hinter den Erwartungen zurück. Das preisgekrönte, temporeiche Musical von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Song-Texte) wurde überall gefeiert und hochgelobt, viele, die es gesehen haben, kamen sogar mehrmals.

Auch das Rahmenprogramm (Konzerte und Lesungen) mit insgesamt 3791 Besucher*innen (Auslastung über 63 Prozent) blieb trotz des ,,Rekord“-Sommerwetters während der gesamten Festspielzeit hinter den Erwartungen zurück. „Möglicherweise haben wir da auch zu spüren bekommen, dass deutschlandweit insgesamt weniger Menschen den Weg in Theater- und Kulturveranstaltungen finden“, mutmaßt Intendant Joern Hinkel. Ein Grund dafür sei auch, dass „nach zwei Jahren Corona viele Familien zum ersten Mal wieder in den Urlaub gefahren sind.“

Deswegen freut er sich umso mehr, dass ein weiteres Schauspiel bei den Festspielen einen Erfolg vermelden kann. Gute Nachrichten gibt es von Schloss Eichhof, der zweiten Freilichtbühne der Festspiele mit 228 Plätzen. Dort inszenierte Christine Bossert, die bei den Festspielen auch das Künstlerische Betriebsbüro leitet, das Stück „Volpone“ von Shakespeares Zeitgenosse Ben Jonson. Die rasante Komödie um Geld und Gier erfreute Publikum und Kritiker gleichermaßen. Über 5100 Menschen (Gesamtauslastung: 86 Prozent) sahen das bitterböse und komische Spiel um die Gier nach Geld und Reichtum.

Bürgermeister Thomas Fehling, für den es die letzte Festspielsaison im Amt ist, da er bei der Bürgermeisterwahl im September in Bad Hersfeld nicht mehr kandidiert, hebt das Engagement der städtischen Mitarbeiter*innen besonders hervor. Denn es war Dank des Fachbereichs Stadtmarketing trotz kurzfristiger Absage des ursprünglichen Caterers gelungen, schnell einen Ersatz für die Bewirtung im Stiftspark zu bekommen und für das richtige Festspiel-Flair zu sorgen. „Das war eine Meisterleistung, die ohne den großen Einsatz des Fachbereichs Stadtmarketing, sechs Spitzenköchen aus der Region und Hessen sowie der vielen Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen wäre.“ Er habe die letzte Festspielsaison genossen und freue sich, dass die Bad Hersfelder Festspiele wieder zu den Top-Festspielorten in Deutschland gehörten. Thomas Fehling: „Wir sind Bundesliga, dieser Status muss jedes Jahr erneut verteidigt werden, das muss der Anspruch aller sein. Ich danke dem Intendanten Joern Hinkel und dem gesamten Festspielteam für die unermüdliche Arbeit und wünsche den Bad Hersfelder Festspielen alles Gute für die Zukunft.“

Die Eröffnung mit Festakt

Eröffnet wurden die Bad Hersfelder Festspiele mit einem Festakt in der fast ausverkauften Stiftsruine. Er wurde von allen Besucher*innen als besonders berührend empfunden, denn er war zugleich eine Solidaritätsbekundung für die Ukraine. Die eindrückliche Festrede hielt Marina Schubarth, die in der Ukraine geborene Leiterin des Dokumentartheaters Berlin, das sich seit Beginn des Krieges dafür einsetzt, Künstler in Sicherheit zu bringen. Lieder aus dem gebeutelten Land spielten Maria Parkhomenko an der Bandura und die Sängerin Lana Woytkewitsch. Beide sind aus der Ukraine geflohen. Auch die Reden von Intendant Joern Hinkel, Bundesministerin des Innern und für Heimat Nancy Faeser und Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen, waren Plädoyers gegen den Krieg und für Freiheit, Frieden, Solidarität, Mitgefühl und Empathie. 1131 Karten wurden für den Festakt vergeben, das entspricht einer Auslastung von fast 87 Prozent.

Großes Medieninteresse

Die 71. Bad Hersfelder Festspiele wurden von einem großen Medieninteresse begleitet, überwiegend positive Kritiken gab es für alle Inszenierungen, besonders aber für das Eröffnungsstück „Notre Dame“, das Festspielintendant Joern Hinkel inszenierte.

Bei „Notre Dame“ konnte das Publikum die Stiftsruine ganz neu erleben – so wie es sie noch nie in der über 70-jährigen Festspielgeschichte gesehen hat. Zum ersten Mal kam eine Technik zum Einsatz, die mit computeranimierten Projektionen arbeitet, die direkt auf die Architektur der Stiftsruine zugeschnitten wurde. Das sogenannte Mapping von Sheidan Zeinalov und Maximilian Pfisterer vom Stuttgarter Animationsstudio Frischvergiftung entworfen und gestaltet, machte es möglich, dass sich die historischen Sandsteinwände zu bewegen schienen, Wasserspeier die Wände zierten, scheinbar Flammen aus der Ruine schlugen und vieles mehr. Gemeinsam mit dem Dramaturgen Tilman Raabke brachte Joern Hinkel eine eigene Fassung des weltberühmten Romans von Victor Hugo „Der Glöckner von Notre-Dame“ unter dem Titel „Notre Dame“ auf die Bühne. Jeder Satz, der auf der Bühne gesprochen wurde, stammte aus dem Roman. In „Notre Dame“ der Bad Hersfelder Festspiele gibt es mehrere Hauptpersonen. Quasimodo ist nicht der Einzige, der um die Liebe der geheimnisvollen Tänzerin Esmeralda wirbt. Sein Gegenspieler, der Erzdiakon Claude Frollo, gehört zu den interessantesten und widersprüchlichsten Charakteren der Literaturgeschichte. Auch der eitle Hauptmann Phöbus und der erfolglose Dichter und Schauspieler Gringoire gehören zu den Bewerbern, jeder mit seinen ganz eigenen Interessen. „Wir haben die kühne, moderne Konstruktion des Romans mit all ihren Abschweifungen, ihren vielfältigen Verästelungen, ihren Zeitsprüngen und Perspektivwechseln und Victor Hugos mehr epische als dramatische Erzählweise in unsere Bühnenfassung einfließen lassen“, erläutert Joern Hinkel.

Ein Stück von fesselnder Aktualität mit einem brillanten Ensemble: Richy MüllerCathrine Sophie Dumont, Robert NickischMathias Schlung, Oliver Urbansky, Jürgen HartmannAnouschka Renzi, Karla Sengteller, Bettina Hauenschild, Günter Alt, Peter Englert, Lara Aylin Winkler, Kristina KufnerLuca Lehnert und Thorsten Nindel.

Standing Ovations für den „Club der toten Dichter“

Jubel und Standing Ovations löste die Wiederaufnahme des Stückes „Der Club der toten Dichter“ bei fast jeder Vorstellung in der Stiftsruine aus, das Publikum erlebte eine starke Inszenierung voller Dynamik. Joern Hinkel hat das Stück nicht nur inszeniert, sondern auch mit dem Dramaturgen Tilman Raabke die Textfassung für die Bad Hersfelder Festspiele geschrieben, nachdem er die Rechte für die europäische Erstaufführung für den Kino-Welterfolg von 1989 erhalten hatte und sich mit dem amerikanischen Drehbuchautor, dem Oscarpreisträger Tom Schulman, stetig austauschte. Gleich zwei vielbeschäftigte und beliebte Schauspieler waren abwechselnd in der Hauptrolle des Lehrers John Keating zu sehen, Michael Rotschopf und Götz Schubert teilten sich den Part. Herausragend auch die Schüler in „Der Club der toten Dichter“, die von Regisseur Joern Hinkel teilweise neu besetzt wurden. Neu ins Ensemble kamen Luke BischofFabian Hanis, Claas Johan Lewerenz, Nils Eric Müller und Constantin Gerhards. Ebenso gefeiert wurden: Hannes Hellmann, Thorsten NindelTill Timmermann, Nico Ramon Kleemann, Peter Englert, Constanze FeulnerManuel NeroStefan Reis sowie Eli Riccardi.

Große Begeisterung über das Musical „Goethe!“

Das Publikum war von „Goethe!“ so angetan, dass sich auch die User auf den Social-Media-Kanälen der Festspiele mit Lob überschlugen: „Gestern die Aufführung gesehen. Top Leistung aller Mitwirkenden. Eine gelungene Vorstellung. Danke“, schrieb eine Frau. ,,Es war fantastisch, sensationell, klasse, einfach unbeschreiblich gut“, fügte eine andere hinzu. Ein Gast, der das erste Mal in Bad Hersfeld war, schrieb: „Seit Sonntag bin ich auch ein Fan von Bad Hersfeld und der Stiftsruine… Zu Goethe kann man nur sagen, dass es wirklich eine sehenswerte Produktion ist, die man mehr als einmal sehen sollte, damit man die vielen tollen Erlebnisse besser versteht und begreifen kann. Und selbstverständlich sollte man den Cast erwähnen, der einfach nur zum Niederknien ist!“

„Goethe!“ – das Musical von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik), Frank Ramond (Song-Texte) erzählt die Liebe des Dichters zu Charlotte Buff und den Beginn seiner Karriere. Mit Iréna Flury und Philipp Büttner stand ein Traumpaar der deutschen Musicalszene auf der Bühne der Stiftsruine. Das fulminante Ensemble sang und tanzte sich in die Herzen des Publikums: Jonas Hein, Christof Messner, Rob Pelzer, Karen Müller, Detlef Leistenschneider, Mischa Mang, Pascal Cremer, Florian Minnerop, Loek Meijer, Claudio Gottschalk-Schmidt, Jurriaan Bles, Inga Krischke, Claudia Artner, Marije Louise Maliepaard, Anton Schweizer und Maja Sikora.

Autor und Regisseur Gil Mehmert beschreibt „Goethe!“ so: „Diese Sturm- und Drangphase macht aus einem unbekannten jungen Möchtegern-Dichter eine Art ersten Popstar der Literaturgeschichte. Diese Geschichte ist jung, sexy, wild, dramatisch und romantisch und entsprechend sind es die Darsteller, die sie verkörpern. Und so ist die Musik nicht historisch, sondern ein Art Crossover aus symphonischem Musical und Popkultur.“

„Goethe!“ erlebte im letzten Sommer seine von den meisten Kritikern und dem Publikum umjubelte Uraufführung. Philipp Büttner erhielt für die Hauptrolle den Zuschauerpreis des Jahres 2021. Im Oktober vergangenen Jahres machte das Musical dann erneut Schlagzeilen: In drei Kategorien wurde „Goethe!“ mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2020/21 ausgezeichnet: Beste Liedtexte (Frank Ramond), Beste Choreographie (Kim Duddy) und Bestes Kostüm- und Maskenbild (Claudio Pohle, Ute Mai, Stephanie Hanf). In diesem Sommer wurde das Tanz-Ensemble des Musicals mit dem Großen Hersfeldpreis geehrt.

Anfang Juni ist auch die Doppel-CD „Goethe!“ erschienen und u.a. im Ticket-Service der Bad Hersfelder Festspiele erhältlich. Zu hören sind 31 Titel, die im letzten Sommer in der Stiftsruine aufgezeichnet wurden.

„Volpone“: Ein Spaß, der beim Publikum ankam

Gier kann so schön sein: Von Zuschauer*innen und Medien gleichermaßen gelobt, wurde das Stück „Volpone“. Den großartigen Spaß auf der Bühne des Schlosses Eichhof inszenierte Christine Bossert, die auch Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros der Bad Hersfelder Festspiele ist, mit einem wunderbaren Ensemble. Simon MazouriManuel StruffolinoWibke FrostMathias RenneisenMarius MarxChris Swientek, und Hennig Kallweit überzeugten in dem Stück des britischen Autos Ben Jonson. „‚Volpone´ ist ein Stück aus dem 17. Jahrhundert und passt wunderbar in die Kulisse des schönen Schlosses,“ sagt Christine Bossert. „Das bitterböse und komische Spiel um die Gier nach Geld ist aktuell und zeitlos: `Geld ist geil´, würde man heute wahrscheinlich sagen. Die Demaskierung der Speichellecker und unterwürfigen Erbschleicher ist nicht nur urkomisch, sondern regt auch zum Nachdenken an,“ so die Regisseurin.

Das Rahmenprogramm

Auch im Rahmenprogramm der 71. Bad Hersfelder Festspiele fanden sich sehr bekannte Namen.

So traten in der Abschluss-Gala unter der Zeile „Irgendwo auf der Welt“ mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christof Wohlleben Joern Hinkel, Ilja Richter, Sona MacDonald, Iréna Flury und Philipp Büttner auf.

In der Stiftsruine begeisterten im Laufe der Festspielsaison auch Philipp HochmairJulia Engelmann und Cassandra Steen mit ihren Programmen und wurden vom Publikum frenetisch gefeiert. Hier schlug sich leider der Trend, über den fast alle Veranstalter klagen, nieder. Während auch in den sozialen Netzwerken die Zustimmung und Begeisterung groß war, hielten sich die Fans in diesem krisengeplagten Jahr doch mit dem Kartenkauf zurück.

Während sich das Musical „Goethe!“ in der Stiftsruine mit Goethes unglücklicher Liebe zu Lotte Buff in jungen Jahren beschäftigt, gingen Nina Hoger und Ilja Richter auf eine spätere und lange Beziehung des Dichters ein. Die beiden bekannten Schauspieler begrüßten zu ihrem Programm „Lebe wohl und liebe mich!“, einer szenischen Lesung aus den Briefen von Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius, Gäste in zwei Vorstellungen in der Probenbühne im Park.

Auch Ingrid Steeger und Joern Hinkel beschäftigen sich mit Goethe, aber auch anderen Autoren. „Herzgeschichten – Von Goethe bis Marilyn Monroe“ war ihre Vorstellung im Kapitelsaal im Museum überschrieben.

Dominic Mäcke lud zu vier Ausgaben seiner Late-Night-Show „Nachteulen“ mit Schauspieler*innen der Festspielsaison in den Kapitelsaal ein und führte lustige, informative und auch berührend Gespräche.

Für kleinere Festspielgäste ab 5 Jahre zeigten die Schauspieler Linard Bardill und Peter Waros „Heute Abend Zirkus des Jahrhunderts – mit Bär“ in der Probenbühne im Park.

Für alle ab 10 Jahre inszenierte Joern Hinkel in der Stiftsruine „Der kleine Glöckner“, den etwas mehr als 3200 Gäste sahen. Die Auslastung betrug rund 50 Prozent.

Zu den Neuinszenierungen „Notre Dame“ und zu „Der Club der toten Dichter“ wurden Einführungsvorträge angeboten, die 2000 Menschen besuchten. Sehr gut liefen die Backstageführungen mit 516 Teilnehmer*innen.

Spitzengastronomie bei der Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele

Nachdem der bisherige Caterer der Bad Hersfelder Festspiele sehr kurzfristig abgesagt hatte, hat sich im Zusammenspiel der Bad Hersfelder Festspiele mit dem Fachbereich Stadtmarketing Bad Hersfeld eine Lösung gefunden, die alle mehr als glücklich machte.

Nach der Premiere von „Notre Dame“ zur Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele am 1. Juli haben gleich sechs Spitzenköche die Gäste verwöhnt.

Andreas Berg, Spitzengastronom aus Eiterfeld („Cook4You“ und „Konrads im wortreich“ in Bad Hersfeld), Sternekoch Patrick Spies (ehemals „L’étable“ im Romantikhotel „Zum Stern“ in Bad Hersfeld), Volker Friebe (Parkhotel Zum Stern/ Oberaula), Jens Frank (Göbels Schlosshotel Prinz von Hessen/ Friedewald), Benjamin Kehl (Landhaus Kehl/ Lahrbach) und Sternekoch Björn Leist (Rhöner Botschaft/ Dermbach/ ursprünglich aus Hilders/ im Moment der einzige aktive Sternekoch aus Thüringen) gestalteten gemeinsam den kulinarischen Teil des Abends.

Auch nach der Eröffnung organisierte Markus Heide mit seinem Team vom Stadtmarketing Bad Hersfeld gemeinsam mit Andreas Berg den gastronomischen Bereich im „Grünen Foyer“. Eine große Herausforderung war, wie überall in der Gastronomie, Personal zu finden. Aber Dank des großen Engagements vor allem auch der städtischen Mitarbeiterin Marlene Moehle konnten die Besucher*innen in der Festspielzeit im Park Getränke und kleine Speisen bekommen.

Vergleichbar werden die Umsätze mit früheren Lösungen in den Vorjahren wegen des ganz neuen Konzeptes natürlich nicht. Alle Beteiligten sind aber mit Ergebnis zufrieden und freuen sich, dass so viele Gäste – vor allem auch aus der Stadt – den Park besucht und die Angebote genutzt haben.

Intendant Joern Hinkel: „Ich danke allen Helferinnen und Helfern in der Stadt, allen Freundinnen und Freunden, Förderern und Sponsoren. Ich bin sehr froh über die Förderung durch den Bund, das Land Hessen, den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und die Stadt Bad Hersfeld. In einer Zeit, in der oft als Erstes am Kulturetat gespart wird, ist es ein besonderes Zeichen für die Festspiele, dass sie durch öffentliche Mittel gestärkt werden. Nur durch diese Unterstützung kann das hohe Niveau, für das die Festspiele über die Grenzen hinweg bekannt sind, überhaupt gehalten werden.“

Der Gesamt-Etat der 71. Bad Hersfelder Festspiele beläuft sich auf 7,9 Millionen Euro, der Bund und das Land Hessen bezuschussen die Festspiele mit je 770.000 Euro. Die Stadt Bad Hersfeld unterstützt die Festspiele mit 1,4 Millionen Euro und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 200.000 Euro.

Info: Pressedienst         © Fotos M.Kittner 

M.Kittner

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