Online-Sicherheit: Im Zweifel den Experten fragen

München (ots) – Die meisten Verbraucher geben zu sorglos private Daten im Internet preis – und riskieren damit, Opfer einer steigenden Anzahl von Online-Betrugsfällen zu werden. Auf der Experten-Plattform JustAnswer geben IT- und Rechtsexperten Tipps und Ratschläge rund um das Thema Online-Sicherheit und unterstützen mit kompetenten Antworten im akuten Betrugsfall.

Eine repräsentative GfK-Umfrage zeigt: Nur knapp die Hälfte der Deutschen fürchten, Opfer eines Datenklaus zu werden*. Gerade der laxe Umgang mit den eigenen Daten bietet jedoch ein ideales Einfallstor für Internet-Betrüger. Mittels Phishing – dem Versuch, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an private Daten zu kommen – und zunehmend auch schädliche Apps für Smartphones, gelangen Betrüger an sensible Daten wie Passwörter, PIN-Nummern oder Adressdaten..

Dabei helfen schon einige wenige Grundregeln, sich und seine Daten zu schützen, betont Harald Meyer, IT Spezialist und Experte bei JustAnswer, der führenden Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten:

„Grundsätzlich sollten Sie niemals Ihren kompletten Namen (Vor- und Nachnamen) zusammen mit dem Geburtsdatum und -ort bekannt geben. Mit diesen Angaben kann jeder über das Einwohnermeldeamt Ihre aktuelle Wohnadresse herausfinden. Auch Ihre Adresse und Telefonnummer sollten Sie nicht allgemeinzugänglich preisgeben. In sozialen Netzwerken sollten Sie diese Daten nur für jene freigeben, die Sie in Ihrer Freundesliste haben. Nehmen Sie dort nur Anfragen von Leuten an, die Sie auch wirklich kennen und verwenden Sie grundsätzlich nur ein Pseudonym, einen sog. Nickname.“

Auch aktuelle Viren- und Malwarescanner sind laut Harald Meyer ein Muss:

„Am wichtigsten ist ein aktueller Virenscanner und Malwarescanner mit dem Sie regelmäßig Ihr System auf Virenbefall und Malware (Schadsoftware) prüfen. Gute Virenscanner werden mehrmals täglich aktualisiert und sollten auch den E-Mailverkehr überprüfen. Um einen Zugriff von außen zu verhindern, sollten Sie eine Firewall einsetzen und diese so konfigurieren, dass nur die nötigsten Ports geöffnet werden und alle anderen Zugriffe verhindert werden. Sinnvoll ist auch der Einsatz des Anti Phishing im Browser, das mittlerweile Standard ist. Dieses überprüft, ob Webseiten, die Passwörter verlangen, tatsächlich vom Anbieter stammen. Wichtig sind schließlich die Sicherheitseinstellungen des Browsers. Die beste Sicherheitssoftware bringt nichts, wenn im Browser Hintertüren geöffnet werden, durch die ein Angreifer auf Ihren Rechner zugreifen kann.“

Im Betrugsfall schnell kompetente Hilfe suchen

Im Zweifel lohnt sich die Rückfrage an einen Experten – bei JustAnswer stehen rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende, erfahrene IT und Rechtsexperten zur Verfügung. Olaf Götz, Experte für Internetrecht bei JustAnswer etwa zum Thema Internetbetrug:

„Am häufigsten werden Verbraucher Opfer von Download-Portalen, die eigentlich kostenfreie Anwendungssoftware (z.B. E-Mail oder Office-Anwendungen) entgeltlich anbieten. Die Betrüger betreiben viel Aufwand, um bei Suchmaschinen möglichst vor den eigentlichen Anbietern der jeweiligen Anwendung gelistet zu werden. Immer häufiger kommt es auch zur Erschleichung von Verträgen zur Listung in wertlosen Internet-Gewerbeverzeichnissen per Fax. Hier werden zwar formal keine Verbraucher sondern Betreiber von Kleingewerbebetrieben angesprochen. Besonders gefährlich sind diese Verträge, weil sie von einigen Gerichten mit der Begründung durchgewinkt werden, dass keine strengen Verbraucherschutzregelungen anwendbar seien.“

Wird man doch Opfer eines betrügerischen Angebots, empfiehlt Olaf Götz:

„Zunächst gilt es, Ruhe zu bewahren und der Gegenseite nicht unüberlegt noch weitere persönliche Daten mitzuteilen. Zu vielen gängigen Betrügereien bieten die Verbraucherzentralen online Hilfestellung einschließlich Musterschreiben an, die jedoch nicht eigenmächtig ohne Rechtsrat modifiziert werden sollten. In Zweifelsfällen sollte möglichst frühzeitig professioneller Rechtsrat über einen Kollegen vor Ort oder ein Online-Portal eingeholt werden.“

 

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