Kassel: Udo Lindenberg erhielt den Jacob-Grimm-Preis

Jacob-Grimm-Preis (6 von 9)Zum zehnten Mal wurde am Samstag in der Stadthalle Kassel der dreiteilige Kulturpreis Deutsche Sprache verliehen. Udo Lindenberg erhielt den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis, die „Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur“ der Universität Olmütz den mit 5.000 Euro dotierten Initiativpreis, und der undotierte Institutionenpreis ging an die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald. Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und vom Verein Deutsche Sprache e.V. (Dortmund) vergeben.

Vor über 1.000 Gästen bewies Panik-Udo, dass er zu Recht für seine sprachlichen Leistungen ausgezeichnet wurde. In seinen Texten erzählt der Künstler Geschichten, mit seinen Liebesliedern berührt er die Herzen seiner Zuhörer, die politischen Botschaften seiner musikalischen Werke regen zum Nachdenken an. Eine Kostprobe davon bekamen die Gäste zu hören, als die deutsche Rocklegende stilecht mit Hut und Sonnenbrille während seiner Dankrede seine Erfolgsstücke „Horizont“ und „Der Astronaut“ darbot. Udo Lindenberg ist aus der Geschichte der deutschen Rockmusik nicht mehr wegzudenken.

Wie sehr Lindenberg die deutsche Rockmusik geprägt hat, hebt der Journalist und Schriftsteller, Matthias Matussek, in seiner Laudatio hervor. Die „nuschelnde Nachtigall“ habe mit „ihrem Easy-Deutsch“ die Rockmusik revolutioniert. „Udos Text sind Poesie, autobiographische Lyrik – und das in deutscher Sprache.“

Frühere Preisträger sind unter anderem Loriot, Frank Schirrmacher und Cornelia Funke.

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